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Astrologie 5 Mondmythen und was wirklich an ihnen dran ist

Frau formt mit ihren Händen ein Herz vor dem Vollmond
© zoff / Shutterstock
Es existieren so einige Mythen rund um den Mond, den geheimnisvollen Begleiter der Erde. Aber welche Mondregeln lassen sich wirklich wissenschaftlich bestätigen – und welche sind doch eher Aberglaube? Die Antwort liest du hier.

Eigentlich gibt es in etwa 12 Millionen Monde, aber nur einer davon ist "unserer". Seit jeher übt dieser Mond eine faszinierende Wirkung auf uns aus, und in vielen Kulturen wird ihm deswegen eine magische Wirkung zugeschrieben. Schon die Maya sprachen von einer Mondgöttin, und auch in der Antike wurde der Mond verehrt.

Auf der einen Seite liegt das wohl an seiner Unerreichbarkeit, der Mond ist nämlich 384.400 Kilometer von der Erde entfernt. Mit dem Flugzeug wäre das eine Reise von 17 Tagen. Zwar ist er mit dem bloßen Auge erkennbar, aber doch weit weg und daher unergründlich.

Zum anderen besitzt der Mond Kräfte, die das Leben auf der Erde beeinflussen – und das tagtäglich. Mit seiner Anziehungskraft sorgt er beispielsweise für die Bewegung der Ozeane und lässt so Ebbe und Flut entstehen. Heutzutage gehen manche davon aus, dass der Mond auf uns Menschen eine ähnliche Wirkung haben könnte. Daher rühren wohl zumindest die unzähligen Mythen, die sich um die Magie des Mondes drehen. Aber welche davon sind wirklich wahr?

Unsere Top 5 Mondmythen

1. Der Mond hat Einfluss auf den weiblichen Zyklus

Ein Zusammenhang zwischen dem Menstruationszyklus und dem Mond liegt deswegen so nahe, da die Zyklen ungefähr von gleicher Dauer sind. Der Mond umkreist die Erde in 29,5 Tagen, das kommt dem Durchschnittszyklus der Frau in etwa gleich. Trotzdem bestätigen Studien zu dem Thema nicht, dass ein Zusammenhang besteht. Einige sind davon überzeugt, dass ihre Periode bei abnehmendem Mond schwacher ausfällt, andere berichten wiederum vom Gegenteil. Wenn sich der Zyklus von menstruierenden Personen mit dem Mond synchronisiert, würde das bedeuten, dass mit dem Vollmond immer der Eisprung folgt und bei abnehmendem Mond die Periode einsetzt. Das ist aber nicht der Fall. 

2. Bei Vollmond schlafen wir schlechter

Auch was den Einfluss des Mondes auf unseren Schlaf angeht, gibt es unter Expert:innen keine klare Meinung. Eine Studie aus dem Jahre 2013 zeigte zwar bei Vollmond eine verkürzte Schlafdauer (von ca. 20 Minuten) unter den Teilnehmenden, und im Schnitt schliefen sie auch fünf Minuten später ein. Zudem wurde ein veränderter Spiegel unseres Schlafhormons Melatonin festgestellt. Aber die Zahl der Proband:innen war zu gering, um eine standfeste These aufzustellen. Es folgten weitere Studien, aber auch diese wiesen keine signifikanten Ergebnisse auf. Diese Vollmondtheorie lässt sich demnach nicht mit Sicherheit bestätigen, aber auch nicht komplett widerlegen.

3. Die Helligkeit des Mondes kommt von der Sonne

Das ist richtig. Der Mond besitzt selbst keine Leuchtkraft, ist aber trotzdem der zweithellste Himmelskörper nach der Sonne. Er reflektiert lediglich das Sonnenlicht und davon auch nur sieben Prozent. Tatsächlich sehen wir immer nur den Teil des Mondes, der von der Sonne angestrahlt wird. Da der Mond sich bewegt – er kreist um die Erde – bekommen wir nie den gleichen Ausschnitt zu Gesicht. Im englischen Sprachgebrauch wird die von der Erde aus nicht sichtbare Seite des Mondes "dark side of the moon" genannt. Es gibt aber nicht nur eine dunkle Seite, denn im Zuge eines Monats beleuchtet die Sonne alle Teile des Mondes.

4. Bei Vollmond steigt die Mordrate 

Der Vollmondmörder ist eine beliebte Figur in Krimis und Horrorgeschichten. Und auch in Krankenhausbefragungen bestätigen Angestellte: In Vollmondnächten sei die Totschlagrate höher. Angeblich beeinflusst nämlich die Kraft des Mondes unsere Neigung zur Gewalt. An einer finnischen Universität untersuchte man im Hinblick auf diesen Mythos über 6800 Gewaltverbrechen. Die Studie führte jedoch zu keinem signifikanten Ergebnis. Es wurde lediglich herausgefunden, dass es bei Vollmond sogar 15 Prozent weniger Morde gegeben hatte. Aber ob das wirklich reicht, um Schlüsse zu ziehen, ist fraglich. Wissenschaftler:innen gehen eher nicht davon aus, dass zwischen der Mondphase und Verbrechen ein Zusammenhang besteht.

5. Der Mondkalender gibt vor, was wir wann tun sollen

In der Esoterik ist man überzeugt davon, dass viele Dinge am besten mit der jeweils richtigen Mondlichteinstrahlung getan werden sollten. Das reicht von Gartenarbeit bei Vollmond, da dann die Pflanzen besser wachsen, bis hin zur Mondernährung, die eins zu eins auf den Zyklus des Mondes abgestimmt ist. Für solche Glaubenssätze gibt es keine aussagekräftigen wissenschaftlichen Grundlagen, trotzdem schwören einige Menschen darauf. Natürlich können uns Mondkalender mit all ihren Mythen faszinieren und uns inspirieren, konkrete Handlungsempfehlungen hingegen sollten sie nicht diktieren.

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Quellen: geo.de, deutschlandfunk.de, swr.de,  zdf.de

eke Brigitte

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