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Überraschendes Studienergebnis Beeinflusst der Mond die Periode?

Mondzyklen: Mond
© kdshutterman / Shutterstock
Mysterium Mond: Ein internationales Forscherteam zeigt mit einer Studie, dass der Menstruationszyklus von Frauen mit den Mondzyklen zusammenhängen könnte.

Der Mond übt auf viele Menschen eine faszinierende Anziehungskraft aus: Einige schwören auf seine Heilkräfte, andere haben das Gefühl, bei Vollmond nicht schlafen zu können. Wissenschaftliche Belege dafür, dass der Mond uns beeinflussen kann, fehlen allerdings weitgehend. Jedenfalls bis jetzt: Ein Forscherteam aus München, Würzburg, Buenos Aires und den USA hat eine kleine Studie vorgelegt, laut der der Menstruationszyklus von Frauen mit den Mondzyklen in der Antike weitgehend synchron verlief.

Das moderne Leben fernab vom Mond

Doch im Laufe der Jahrhunderte hat sich dieser synchrone Verlauf verändert: Zum einen haben moderne Lebensgewohnheiten den Menstruationszyklus der Frauen verschoben, zum anderen spiele das viel verwendete künstliche Licht eine Rolle. Die Universität Würzburg veröffentlichte die Ergebnisse der Studie in der Fachzeitschrift Science Advances.

Im Fokus der Untersuchung standen 22 Frauen, die über bis zu 32 Jahre lang Tagebuch über ihre Menstruationszyklen geführt haben. Es ist das erste Mal, dass ein solcher Ansatz für die Auswertung entsprechender Langzeitdaten genutzt worden ist. Die Angaben der Frauen wurden mit den drei Mondzyklen verglichen:

  • Wechsel zwischen Voll-und Neumond
  • Position des Mondes relativ zum Äquator
  • epileptische Bahn des Mondes (gibt an, wie nah oder fern der Mond der Erde gerade ist)

Laut dem Studienbericht beeinflussen alle drei Mondzyklen das Einsetzen der Menstruation bei Frauen. Der wichtigste Faktor schien dabei das Mondlicht in der Nacht zu sein, aber auch die Gravitationskräfte erzielten eine Wirkung. Ebenfalls interessant: Der Zyklus von Frauen bis zum Alter von 35 scheint synchroner zum Mondzyklus zu verlaufen als der Zyklus von älteren Frauen. Und auch der jeweilige Chronotyp einer Frau spielt eine Rolle: So zeigen die sogenannten weiblichen "Nachteulen", also Menschen, die erst spät zu Bett gehen und entsprechend lange künstlichem Licht ausgesetzt sind, keine offensichtliche Synchronisation mit den Mondzyklen.

Kritik an wenigen Probanden

Die Studienergebnisse sind außerdem generell mit Vorsicht zu betrachten – wie auch die Forscher selbst einräumen. Denn da lediglich 22 Frauen an der Untersuchung teilgenommen haben, sind die Daten nur bedingt aussagekräftig. Das Team plant nun deshalb, mithilfe einer Handy-App mehr Daten zu sammeln.


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