Traumdeutung: Dafür stehen die häufigsten Traumsymbole!

Du fragst dich: Welche Botschaften haben meine Träume? Wir erklären dir die wichtigsten Symbole der Traumdeutung.

Wieder diese dunkle Treppe, erneut der kalte Windhauch und die Angst, verfolgt zu werden. Sonja hört die Schritte immer näher kommen und will fliehen. Aber sie ist gelähmt, kann sich nicht vom Fleck bewegen. Die Schritte des Verfolgers haben sie fast erreicht, sie bekommt Panik... und wacht auf - alles nur ein Traum gewesen!

Traumdeutung: Wie oft träume ich überhaupt?

Traumforscher haben herausgefunden: Ein Mensch verbringt rund vier Jahre seines Lebens in träumenden Zuständen. Durchschnittlich träumt er sechs bis sieben Mal pro Nacht, aber an das Wenigste kann er sich im Wachzustand am nächsten Morgen erinnern. Bei Träumen handelt es sich um zufällige Muster des Gehirns, die in Bilder im Schlaf umgewandelt werden.

Traumforscher sind der Meinung, Träume seien ein Zeichen für eine gesunde Psyche. Dabei kommt es nicht darauf an, ob sie schön, schrecklich oder surreal sind: Träume bieten dir im Schlaf eine gute Möglichkeit, aufgestaute und verdrängte Gefühle aufzuarbeiten. "Auf diese Weise helfen sie uns, ins geistige Gleichgewicht zurückzufinden", erklärt die Kölner Diplompsychologin Beate Schmitz.

Albträume sind demnach völlig normal: Sie entstehen größtenteils infolge von Stress oder wichtiger Veränderungen im Leben, sei es der Umzug in eine andere Stadt oder - wie in Sonjas Fall - der baldige Studienbeginn, der sie nervös macht.

Ist Traumdeutung überhaupt sinnvoll?

"Lernt man seine Träume zu deuten, kann man persönliche Ängste, Wünsche oder Erwartungen besser verstehen", sagt Beate Schmitz. So kann beispielsweise ein Kuss im Traum den Wunsch signalisieren, dich im wahren Leben mit der geküssten Person auszusprechen.

Doch die Traumdeutung kann kompliziert und mühsam sein. Um die wirren Bilder zu deuten, gibt es (dank der Bemühungen bekannter Psychologen wie Sigmund Freud und Carl Gustav Jung) verschiedene Interpretationshilfen.

Fachleute raten, Träume nach dem Aufwachen erst einmal in einem Traumtagebuch zu notieren, weil man wichtige Kleinigkeiten später schnell vergisst. In Sonjas Traumfall wäre es beispielsweise der Rucksack in ihrer Hand.

Er ist über und über mit Büchern gefüllt und zu schwer zum tragen. Sonja kann sich an die Titel der Bücher in ihrem Traum erinnern und weiß, dass es Seminarlektüre ist, die sie vor Beginn des Semesters gelesen haben muss.

Schon ist ihr Albtraum keine bizarre Erscheinung mehr, sondern die Reflexion einer konkreten Angst: Sonja fühlt sich der unbekannten Herausforderung des Studiums nicht gewachsen.

2 praktische Tipps zur Traumdeutung!

  • Grundsätzlich solltest du als Traumdeuter die Inhalte deines Traums nicht 1:1 ins wahre Leben übersetzen: Viele Leute träumen wie Sonja davon, dass sie gelähmt sind oder dass ihnen ein Zahn ausfällt. Beides hat in Wirklichkeit nichts mit körperlichen Gebrechen, sondern mit Gefühlen zu tun.
  • Um deine Träume besser verstehen zu können, solltest du dich auf das Gefühl konzentrieren, das du in deinem Traum gespürt hast: Versuche dieses Gefühl einer Situation oder einer Person in deinem Alltag zuzuordnen. Extreme Gefühle deiner Traumbilder, seien sie positiv oder negativ, spiegeln Aspekte deines Lebens, die dich besonders stark beherrschen. Frage dich daher, was dir in deinem Leben ein ähnliches Gefühl gibt wie in deinem Traum.

Traumdeutung: Wofür stehen Traumsymbole?

Hast du diese Frage geklärt, ist der schwierige Teil bereits geschafft. Nun gilt es, die Details zu entschlüsseln, wie etwa bestimmte Symbole in deinem Traum. Phil Mutz von littlethings.com hat mal die interessantesten Traumsymbole zusammengetragen:

  • Kartons: Träumst du von Kisten oder Kartons, steht das für Geheimnisse und Enttäuschung. Entweder glaubst du, jemand verheimlicht dir etwas, oder du selbst versteckst etwas vor deinen Mitmenschen. Du öffnest die Box im Traum? Dann will dir dein Unterbewusstsein sagen: Ich bin jetzt bereit, das Geheimnis zu lüften. Falls du in die Box schaust, und sie ist leer, erlebst du in deinem Leben gerade eine Enttäuschung.
  • Fallen: Vom Hochhaus, aus dem Flugzeug, einen Abgrund hinunter ... wenn du im Traum fällst, heißt das, dass es gerade Dinge in deinem Leben gibt, die aus dem Ruder laufen.
  • Katzen: Taucht eine Katze in deinem Traum auf, will dein Unterbewusstsein, dass du dich mehr deiner weiblichen Seite öffnest. Zum Beispiel, indem du die Freundschaften zu Frauen intensivierst.
  • Zähne: Hast du Angst, vor dem Alter? Das bedeutet es zumindest, wenn du von Zähnen (z. B. wenn sie dir ausfallen) träumst. Du kannst die Angst loswerden, in dem du anfängst, jeden Tag auszukosten, und das Gefühl hast, wirklich zu leben.
  • Ameisen: Zwei Dinge können Ameisen in Träumen bedeuten. Entweder irritiert dich gerade eine Sache im Alltag oder du schätzt Teamarbeit und Freundschaften ganz besonders. Immerhin arbeiten die kleinen Krabbler in einer großen Community zusammen.
  • Haare: Haare stehen im Traum für Sexualität. Vielleicht gibt es etwas, das du bisher noch nicht so auslebst, wie du es gerne würdest. Außerdem könntest du wissen wollen, welches Standing du gerade in deiner Beziehung oder in einer Freundschaft hast. Träumst du von langen Haaren, steht das für den Wunsch nach Freiheit.
  • Wasser: In deinem Traum kommt Wasser vor? Das weist darauf hin, dass du bereit bist, ein Risiko einzugehen, um deinen Traum zu verwirklichen. Außerdem sehnst du dich nach einem Leben, das einfach und unbeschwert ist.
  • Fliegen: Du fliegst wie ein Vogel durch die Luft. Das bedeutet, dass du mutige Entscheidungen im Leben treffen kannst. Du bist im Alltag jeder Menge Druck ausgesetzt und du wünscht dir, du könntest über sie hinweg fliegen.
  • Straßen: Wenn du im Traum eine einzelne Straße siehst, sagt dir dein Unterbewusstsein, dass du dir das Leben einfacher machen sollst. Außerdem glaubst du an das Schicksal und dass dich das Leben dort hinführt, wohin du gehörst.
  • Erde: Wenn du im Matsch feststeckst, heißt das, dass du auch im Leben irgendwie nicht vom Fleck wegkommst. Eine Blume in der Erde weist dich hingegen darauf hin, dass du jetzt anfangen sollst, eine Sache, die dich unglücklich macht, zu ändern.
  • Die Farbe Grün: Ist alles um dich herum grün, bist du wahrscheinlich in einer sehr guten emotionalen Verfassung. Wenn du die Dinge noch nicht mit Leidenschaft angehst, solltest du jetzt damit anfangen. Die Farbe Grün kann auch dafür stehen, dass du gerade einen Heilungsprozess durchlebst.
  • Nackt sein: Du bist nackt in der Öffentlichkeit? Dann hast du Angst davor, was die anderen über dich denken. Dein Unterbewusstsein will dir sagen: Liebe und akzeptiere dich selbst!

Tipp: Du hast keine Lust auf eine aufwendige Traumdeutung inklusive Traumtagebuch? Du möchtest viel lieber einfach schön träumen? Dann solltest du vor dem Einschlafen entspannende Musik hören oder ein unterhaltsames Buch lesen.

"Schlafen wir mit einem zufriedenen Gefühl ein, können wir mit angenehmeren Träumen rechnen", sagt Beate Schmitz. Und wenn du schon tagsüber viel zu tun oder Stress hast, kannst du wenigstens nachts in eine fantasiereiche Welt eintauchen...

Traumdeutung: Schon gewusst?

Indianische Stämme und Ureinwohner in Asien glaubten, Träume seien ein Zeichen für übernatürliche Fähigkeiten. Völker des antiken Griechenlands waren wiederum der Meinung, Träume brächten Kranken die Heilung.

Deine Alpträume machen dir zu schaffen? Hier erfährst du die 5 häufigsten Alpträume und was sie bedeuten. Schau bei Schlafproblemen auch auf unsere Themenseite: Schluss mit Schlaflosigkeit - Besser schlafen.

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Anna Gielas, as
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