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Kennst du dich selbst? Stelle dir 4 Fragen – und du weißt, welchen Job du eigentlich machen solltest

Kennst du dich selbst?: Stelle dir 4 Fragen – und du weißt, welchen Job du eigentlich machen solltest
© fizkes / Shutterstock
Schon während der Kindheit werden wir darauf vorbereitet, nach der Schule einen Beruf zu finden, der uns Sicherheit schenkt und im besten Fall auch unsere Stärken und Begabungen fördert. Aber passt der Job, den wir machen, wirklich zu uns? 

Warum fällt es vielen jungen Menschen schwer, sich zu entscheiden, welcher Arbeit oder Tätigkeit sie in ihrem Leben nachgehen wollen? Die Antwort ist einfach: Es gibt zu viele Möglichkeiten und Karrierewege, die eingeschlagen werden können und in unserer Gesellschaft wird nicht selten die "Du-kannst-alles-werden-was-du-willst-Mentalität" propagiert. In seinem Buch "Mission Traumjob" setzt sich Gründer und Social Media Creator Tobias Jost mit dem Weg zum Traumjob auseinander. Einer seiner wichtigsten Tipps: sich die richtigen Fragen stellen. Und das man auch tun, wenn man schon mitten im Beruf steckt – ganz einfach, um sich noch einmal umzuorientieren.

1. Wer bist du?

Wie willst du herausfinden, welchen Job du eigentlich machen solltest, wenn du überhaupt nicht weißt, wer du eigentlich bist? Selbstreflexion sollte die Basis für deine Karriere sein. Du bist jeden Tag umgeben von Tausenden Entscheidungen, die du treffen musst. Viele davon triffst du unterbewusst, weil sie keine großen Auswirkungen haben, manche davon aus einem Grund. Hinter den meisten Entscheidungen steht die Frage nach dem Warum. Und das Warum erwächst aus den Werten, die deine Überzeugungen und deine Persönlichkeit formen. Finde also als Erstes heraus, welche Werte dir wichtig sind und wer du sein willst. Dabei kann es hilfreich sein, diese Werte aufzuschreiben und regelmäßig zu verinnerlichen, wie du sie im Alltag bereits lebst oder in Zukunft leben kannst.

2. Was zeichnet deine Persönlichkeit aus?

Wenn du es geschafft hast, deine Werte zu benennen, folgt nun der nächste Schritt: deine Persönlichkeit kennenzulernen. Dafür haben Wissenschaftler:innen das Prinzip der Big Five eingeführt. Zu den fünf Persönlichkeitsdimensionen zählen die Extraversion, die Offenheit, die Verträglichkeit, die Gewissenhaftigkeit und der Neurotizismus. Die fünf Dimensionen geben Auskunft darüber, wie sich die Beziehungen zu unseren Mitmenschen gestalten, ob wir intro- oder extravertiert sind, wie eine Person auf Stress reagiert, ob sie selbstsicher oder unter Druck ist und vieles mehr. Die Fragen der einzelnen Dimensionen helfen dabei, die Facetten der Persönlichkeit zusammenzufassen. Denn du und deine Charaktereigenschaften sollten sich im Idealfall mit den Anforderungen und Werten deines Traumjobs decken. Passen dein Beruf und deine Persönlichkeit nicht zusammen, musst du jeden Tag eine Dysbalance leben – und das kann dich über kurz oder lang aus dem Gleichgewicht bringen. Warum ist das für deinen Traumjob so wichtig? Naja, dein Lieblingsgericht kannst du ohne die passende Menge der richtigen Zutaten ja auch nicht kochen, oder?

3. Welche Expertise hast du?

Jeder von uns hat Stärken und Schwächen. Auf Stärken darfst und sollst du stolz sein und dich für Dinge, die du gut kannst, feiern lassen. Aber wie gehst du mit den Dingen um, die du nicht gut kannst? Wie können dich diese sogar stärker machen? Und das wichtigste: Beschäftigst du dich mit deinen Schwächen? Die Zeit, die du in die Arbeit an deinen Schwachstellen investierst, ist wichtig und effektiv eingesetzt, denn nur so kannst du besser werden und Stolpersteine aus dem Weg räumen. Auch hilft es, deine Mitmenschen konkret nach dem zu fragen, was du richtig gut oder gar nicht kannst. Dabei sollten sich Familie und Freund:innen genug Zeit für die Antworten nehmen und in Ruhe darüber nachdenken. Meistens wirst du überrascht sein, welche Eigenschaften sie dir zuschreiben.

4. Was motiviert dich?

Es gibt zwei Arten von Motivation: die intrinsische und die extrinsische. Die intrinsische Motivation kommt aus uns selbst heraus und ist an unser persönliches Interesse, an unsere Werte und das Gefühl von Sinn bei der Arbeit geknüpft. Währenddessen entsteht die extrinsische Motivation durch äußere Faktoren wie Geld, sozialen Status oder Macht. Ein Job, der nur auf intrinsischer Motivation, also auf Spaß beruht, dir aber nicht genug Geld einbringt, wird dich nicht dauerhaft glücklich machen. Und von der anderen Seite betrachtet, ist es genau so: Ein Job, der dir viel Status und ein hohes Einkommen verspricht, also extrinsisch motiviert ist, macht dich nicht unbedingt zufrieden.

Natürlich spielen bei der Berufswahl noch mehr Faktoren eine Rolle. Wichtig ist es aber, sich in seine eigenen Bedürfnisse, Motivationen, Stärken und Schwächen und Möglichkeiten hineinzudenken und sich die Fragen zu stellen. Die können eine gute Basis für den Traumjob sein.

Mehr zum Thema Jobfindung liest du im Buch "Mission Traumjob" von Karriereguru Tobias Jost.
Mehr zum Thema Jobfindung liest du im Buch "Mission Traumjob" von Karriereguru Tobias Jost.
© riva

Verwendete Quelle: Buch "Mission Traumjob" von Tobias Jost

cge Brigitte

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