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Balance Board Mit diesen Wackelbrettern bringt ihr euren Körper ins Gleichgewicht

Balance Board: Darauf solltest du beim Kauf eines guten Wackelbrettes achten, junger Mann
© Maksym Fesenko / Shutterstock
Das Training mit einem Balance Board ist so umfangreich wie effektiv. Nicht nur Board-Sportler schwören auf die vielen positiven Eigenschaften. Euer Gleichgewicht wird dabei genauso gefordert wie eure Muskulatur. Wie? Das verraten wir euch.

Inhaltsverzeichnis

Das Balance Board, auch Wackelbrett genannt, ist ein idealer Begleiter eures Trainings. Egal ob ihr es zur Herstellung bzw. zum Ausbau eurer Balance, für den Muskelaufbau oder zur Verbesserung eurer Motorik verwenden wollt. Vom Anfänger bis zum Profi kommt hier wirklich jede:r auf ihre/seine Kosten – mit dem richtigen Brett. Inwiefern unterscheiden sich die einzelnen Boards? Worauf solltet ihr beim Kauf achten? Welche Trainingseffekte könnt ihr erzielen? Die Antworten gibt's jetzt.

Welche Arten von Balance Board gibt es?

Da das Training mit einem Balance Board mit den Jahren immer beliebter wurde, gibt es heutzutage unzählige Varianten. Grundsätzlich sind die gängigsten Modelle bzw. Ausführungen die folgenden:

  • Balance Board mit oder ohne Rolle (je nach Form des Brettes auch Surf Balance Board genannt): mittlere Schwierigkeitsstufe, kann durch komplexere Übungen und Tricks zum Profigerät werden
  • Therapiekreisel: für Anfänger:innen, besonders beliebt bei der Physiotherapie und zum (Wieder-)Einstieg in einen sportlicheren Lebensstil
  • Balance Dome: für Anfänger:innen und Fortgeschrittene, vielseitige Einsatzmöglichkeiten
  • Balance Pad: Einsteigerniveau, kann zur Unterstützung vieler Grundübungen verwendet werden
  • Vibrationsplatte: Einsteiger bis Profis, elektronisches Wackelbrett als Ergänzung für grundlegende Übungen

Selbst die Videospielindustrie hat den Hype erkannt und so brachte Nintendo für die Wii ein eigenes Wackelbrett samt passender Spiele auf den Markt. Mehr dazu weiter unten im Artikel.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Wie bei jedem Sportgerät solltet ihr euch vor dem Kauf genau überlegen, was ihr später damit anstellen wollt, wie viel euch so ein Balance Board wert ist und nicht das erstbeste oder schönste Board wählen. Kurz gesagt, diese drei Punkte sind beim Kauf zu beachten:

  • Qualität: Je robuster und hochwertiger, desto länger habt ihr Freude an eurem Balance Board.
  • euer Fitnesslevel: beeinflusst die Wahl des Schwierigkeitsgrads
  • Sicherheit: Eine rutschfeste Oberfläche ist vor allem für Anfänger sinnvoll.

Die fünf besten Wackelbretter

Bevor wir weitere grundlegende Fragen wie "Was kann ich mit einem Balance Board trainieren?" klären, haben wir uns für euch einmal umgeschaut, welche empfehlenswerten Wackelbretter es gibt und für wen sie geeignet sind. Gerade bei den "klassischen" Balance Boards mit Rollen gibt es eine Vielzahl an Herstellern, die in Deutschland mit hochwertigem Holz in Handarbeit hervorragende Bretter bauen. Hier könnt ihr letztendlich einfach nach eurem Geschmack das schönste und für euch beste Balance Board wählen. 

(Surf) Balance Board mit Rolle: Der Klassiker im Lifestyle-Bereich

Die Balance Boards mit Rollen gehören klar zu den Favoriten unter den Wackelbrettern. Neben Surfer:innen und Skateboarder:innen, die sich auf ihren Trip ans Meer oder auf die Straße vorbereiten, nutzen auch viele andere Sportler:innen das Gleichgewichtstraining mit dem Brett. Neben den guten Eigenschaften des Therapiekreisels oder des Balance Pads (Verbesserung von Stabilität und Tiefenmuskulatur) kommen beim (Surf) Balance Board mit einer Rolle weitere Pluspunkte hinzu. Während sich die anderen Balance Trainer statisch am Platz befinden und höchstens seitlich kippen, kommen beim (Surf) Balance Board sowohl das Brett als auch die Rolle mächtig in Bewegung. Beide Komponenten UND den eigenen Körper unter Kontrolle zu behalten, kosten Kraft, Konzentration sowie Motorik. Ein ideales, umfangreiches Training mit Spaßgarantie!

Balance Board von DaffyBoards

Mit einem Daffy Balance Board liegt euch die Welt der Balance Boards regelrecht zu Füßen. Kaum ein anderer Hersteller bietet euch eine derart große Auswahl und Kombinationsmöglichkeit. Neben unzähligen verschiedenen Decks bzw. Designs könnt ihr euch auch zwischen verschieden großen Korkrollen entscheiden und die passende Unterlage aus recyceltem Granulat-Verbund gleich dazu bestellen. Im Set gibt es die Einzelteile natürlich auch und dies meist kostengünstiger. DaffyBoards produzieren in Deutschland mit Materialien aus Europa. Die Bretter verfügen (überwiegend) über eine Anti-Rutsch-Beschichtung und Stopper. Je nach Geschmack könnt ihr zwischen einer klassischen Skateboard- oder Surfbrettform wählen.

Tipp für Einsteiger:innen: Für Einsteiger und Übungen, für die eine Korkrolle am Anfang zu schwierig ist, gibt es spezielle "Corky Plates". Liegestütze und Co. lassen sich so deutlich einfacher durchführen.

Bredder Balance Board

Mit einem Balance Board der Firma Bredder Balance Boards bekommt ihr ein echtes Stück Handwerkskunst. Die in Deutschland handgefertigten Bretter und Rollen bestehen aus zehn Lagen zertifiziertem Birkenholz; die Rollen erhalten zudem einen Überzug für Halt und Geräuschminderung. Das Brett selbst ist durch einen speziellen Lack geschützt – das sorgt für eine hohe Lebensdauer und jahrelange Freude.

Tipp für Einsteiger:innen: Spezielle Bredder Bobble Boards haben statt einer separaten Rolle eine feste Kugel unter dem Brett. Das vereinfacht euch den Einstieg ins "Balance-Board-Game". Wenn ihr irgendwann auf ein schwierigeres Balance Board umsteigen wollt, könnt ihr das Bobble Board für ein leichtes Training nebenbei verwenden. Etwa, während ihr an einem Hochtisch im Home Office steht oder andere ungefährliche Dinge im Stehen erledigen wollt. 

Kleine Tipps und Tricks für den Gebrauch eines Balance Boards mit Rolle

  1. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich schnell variieren. Ein glatter Untergrund oder eine sehr dünne Matte lässt die Rolle entsprechen besser, das heißt schneller, rutschen und erfordert mehr Körpereinsatz eurerseits. 
  2. Möchtet ihr euch erst einmal langsam an das Training mit einem Balance Board mit Rolle gewöhnen, könntet ihr zum Beispiel eine dickere Sportmatte oder einen Teppich unterlegen. Das macht die Rolle langsamer und gibt euch zu Beginn mehr Kontrolle und Sicherheit. 
  3. Meiner Erfahrung nach macht man mit solch einem Balance Board sehr schnell Fortschritte. Daher schaut euch nach neuen Herausforderungen und Übungen um. Etwa einbeiniges Stehen, eine tiefe Kniebeuge, dribbelt (ja nach Nachbarschaft) nebenbei mit einem Ball, lasst euren Hula-Hoop-Reifen kreisen …  

Therapiekreisel und Balance Pad: Zwei Modelle für Einsteiger

Wie bereits erwähnt eignen sich Therapiekreisel (hier verrät es bereits der Name) und Balance Pad vor allem für Menschen, die nach einer Verletzung, Operation oder längerer Trainingspause ihre Tiefenmuskulatur aufbauen und damit ihre grundsätzliche Stabilität und Balance trainieren wollen. Neben dem "einfachen" Stehen auf dem Balance Board könnt ihr mit beiden Varianten auch Übungen wie Planke, Ausfallschritt oder Hüftbrücke ausführen. Die Instabilität sorgt dafür, dass euer Körper zusätzliche Arbeit verrichten muss, um diese auszugleichen.

Therapiekreisel von PowrX

Vom deutschen Sportartikelhersteller PowrX gibt es gleich mehrere Modelle an Therapiekreiseln. Hier liegt es in eurem Ermessen, welches Balance Board ihr bevorzugt – ein Hauptaugenmerk dürfte dabei das Material sein.

Kunststoff: Das Balance Board aus Kunststoff gibt es in vier knalligen Farben, hat zwei Griffe, die für mehr Trainingsmöglichkeiten sorgen sollen, und verfügt zudem über Rillen, die ein rutschfestes Training ermöglichen sollen.

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Holz: Das Balance Board von PowrX aus Holz hat hingegen eine Sandpapieroberfläche, wie ihr sie von Skateboards kennt. Über Griffe verfügt der Therapiekreisel nicht; grundsätzlich ist die Bandbreite an Übungen dennoch enorm.

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Balance Pad von High Pulse

Das extragroße Balance Pad von High Pulse bietet euch eine optimale Größe (40 x 50 Zentimeter), um zahlreiche Übungen ausführen zu können. Ob Kniebeuge, Ausfallschritt, Plank oder Standwaage – der instabile Untergrund fordert euren Gleichgewichtssinn und eure Tiefenmuskulatur.

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Balance Dome: Doppelseitiger Balance Trainer

Optisch unterscheidet sich ein Balance Dome ganz eindeutig von einem klassischen Brett. Die Aufgaben eines Balance Trainers erfüllt es aber mit Bravur. Dank der beidseitigen Nutzung könnt ihr zwischen Übungen im Stehen (auf der Halbkugel) und Übungen wie Planken oder Liegestütze (auf der flachen Seite) wechseln. Dieses Balance Dome bringt ein zusätzliches Extra mit: Expander erweitern eure Trainingsmöglichkeiten. So könnt ihr auch Bizeps und Co. stärken.

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Tipp für Einsteiger:innen: Mit dem Balance Dome könnt ihr auch eure Bauchmuskeln trainieren. Einfach rücklings auf die weiche, wackelige Halbkugel legen und das Ziel "Sixpack" angehen.

Vibrationsplatte: Elektrisches Wackelbrett für euer Stabilitätstraining

Bei einer Vibrationsplatte kommt das Wackeln nicht vom unebenen Untergrund, sprich Trainingsgerät, sondern von der elektrischen Vibration. Umkippen könnt ihr damit also nicht – die Vibration muss euer Körper dennoch ausgleichen. Das gibt eurem "normalen" Training inklusive Kniebeugen und Co. einen zusätzlichen Push und ihr trainiert so effektiv eure Tiefenmuskulatur und Balance. 

Diese Vibrationsplatte verfügt über fünf Trainingsprogramme und einen Bluetooth-Lautsprecher. Dank des handlichen Formats nimmt sie wenig Platz weg und ihr könnt die mitgelieferten Widerstandsbänder sowohl separat als auch auf dem Balance Board verwenden.

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Tipp für Einsteiger:innen: Selbst, wenn es sich während des Trainings nicht so anfühlt – es wirkt. Fangt daher mit wenigen Minuten Training an und übertreibt es nicht. Schaut dann mit der Zeit, dass ihr euer Training entsprechend steigert. 

Gibt es eine spezielle Art Balance Board für Kinder?

Je nachdem, wie euer Fitnessstand ist, gibt es unterschiedliche Modelle, die euren Anforderungen entsprechen. Somit gibt es auch für Kinder Balance Boards, die sich perfekt eignen. Wenn ihr also auf der Suche nach einem Balance Board für euren Nachwuchs seid, dann könnte dieses Modell für eure Kleinsten ideal sein. Das aus Buchenholz gefertigte Brett hat abgerundete Kanten und eine Filzunterseite.

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Was kann man mit einem Balance Board trainieren?

Da es für jedes Fitnesslevell und Alter ein passendes Modell gibt und sich viele unterschiedliche Dinge trainieren lassen, ergänzt ein Balance Board ideal euer Training.

Die Bandbreite an Trainingsmöglichkeiten und Übungen mit einem Balance Board ist enorm. Dementsprechend breit gefächert ist die Liste an Muskulatur, die ihr damit trainieren könnt. Vordergründig geht es um den Ausbau eures Gleichgewichtssinns, den ihr mit der Stärkung eurer Tiefenmuskulatur erreicht. Beansprucht werden bei der Grundübung vor allem eure Beine und euer Core, sprich euer Rücken und Bauch, um euch erfolgreich aufrecht zu halten.

Je nach Balance Board könnt ihr aber beispielsweise auch Kniebeugen und Planken durchführen und arbeitet somit an der Muskulatur von Gesäß und Oberkörper inklusive Arme

Wenn ihr euer Balance Board als Vorbereitung oder Überbrückung zum nächsten Surf-Trip verwenden wollt, könnt ihr ein Modell wählen, mit dem ihr coole Tricks üben könnt. Diese lassen sich zwar nicht eins-zu-eins auf dem Wasser umsetzen, schulen aber eure Koordination, Bewegungsabläufe / Motorik und die bereits erwähnte Balance, die jede:r Surfer:in benötigt.

Welches ist das beste Balance Board?

Leider kann diese Frage nicht mit einer eindeutigen Empfehlung beantwortet werden. Da die vielen unterschiedlichen Bretter in Kombination mit den unterschiedlichsten Anforderungen und Fitnesslevels eine unzählige Anzahl an Möglichkeiten bieten, müsst ihr leider selber eine Entscheidung treffen, welches Balance Board für EUCH das Beste ist. 

Die gute Nachricht: Wer auf Qualität setzt und seinen eigenen Trainingsstand gut einschätzt, kann kaum daneben liegen.

Kann man mit einem Balance Board abnehmen?

Allein mit einem Balance Board und entsprechenden Übungen ist es unrealistisch, auf einen großen Abnehmerfolg zu hoffen. Das Balance Board ist nicht zum Cardiotraining und somit nicht primär zum Kalorienverbrennen gedacht.

Dennoch solltet ihr nicht unterschätzen, wie stark eure Tiefenmuskulatur beansprucht wird. Noch immer gilt die Regel, wer abnehmen will, muss Muskulatur aufbauen, um den eigenen Grundumsatz (an Kalorienverbrennung) zu erhöhen.

Möchtet ihr also Kalorien verbrennen und abnehmen mit einem Balance Board, müsst ihr auf Übungen mit großen Muskelgruppen achten bzw. diese integrieren. Dazu eignen sich zum Beispiel Kniebeuge und Liegestütze. In Kombination mit einer Cardioeinheit kann ein Balance Board eurer Gewichtsabnahme einen ordentlichen Booster verpassen.

Spaß oder Sport? Was steht beim Nintendo Wii Balance Board im Mittelpunkt?

Wie bereits erwähnt, gibt es auch von Nintendo ein Balance Board, das zusammen mit dem Spiel "Wii Sports" gespielt werden kann. Dabei muss man aber tatsächlich von spielen und nicht von trainieren reden. Sicherlich setzt die Konsole euch in Bewegung und ihr werdet bei einem längeren Gebrauch auch körperlich beansprucht – von einem herkömmlichen Training samt Balance Board kann aber nicht die Rede sein. Der Spaß steht hier definitiv im Mittelpunkt. (Lennard und Sheldon von "The Big Bang Theory" würden mir jedoch vermutlich widersprechen und sich gar eine Muskelzerrung zuziehen.)

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Brigitte

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