VG-Wort Pixel

Digital Detox Spannende Dinge, die du tun kannst, statt aufs Handy zu starren

Digital Detox tut jedem Menschen gut
Digital Detox tut jedem Menschen gut.
© Halfpoint / Adobe Stock
Digital Detox tut uns allen gut – aber was soll man denn bitte tun, wenn das Handy tabu ist? Wir haben ein paar Ideen.

Inhaltsverzeichnis

Digital Detox: Nicht erst seit der Pandemie, in der sich unsere Zeit vor den Bildschirmen von 8 auf 10 Stunden erhöht hat, nehmen sich viele Menschen vor, ein wenig Abstand zu Social Media zu nehmen. Aber auch, wenn viele von uns eine Welt ohne digitale Medien sehr wohl noch aus ihrer Kindheit/Jugend kennen, können sich doch die wenigsten heutzutage vorstellen, wie es sich wohl lebt, ohne das stetig vibrierende Smartphone in der Nähe.

Dabei lohnt sich eine Pause von Social Meda und Co. – allein für unsere Psyche. Doch in einer Welt, die immer digitaler wird, wissen wir vielleicht nicht auf Anhieb, wie wir unsere Zeit anderweitig verbringen können. Wir haben einige Vorschläge gesammelt, die den "Entzug" leichter machen sollen.

Social Media hat eine negative Auswirkung auf unsere Psyche

Der Überkonsum von Social Media tut der Psychie nicht gut
Der Überkonsum von Social Media tut der Psychie nicht gut
© Ratta Lapnan / Adobe Stock

Warum überhaupt Digital Detox? Kurzum: Weil wir unserer psychischen Gesundheit schaden, wenn wir zu viel Zeit auf Plattformen wie Instagram, TikTok und Co. verbringen. Die Studien, die das unterlegen, sind zahlreich: Eine Studie aus dem Jahr 2015 ergab, dass britische Kinder mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit Antworten in einer Umfrage gaben, die laut der Studie als Indikator für eine psychische Erkrankung bewertet werden können (ohne, dass es sich hierbei um eine Diagnose handelte), wenn sie an einem Schultag drei oder mehr Stunden mit Social Media verbrachten.

Von 1.500 US-amerikanischen Befragten gaben 86 Prozent an, dass sich soziale Medien negativ auf ihr Glück und ihr Selbstbild auswirken, zwischen 79 und 83 Prozent berichteten weiterhin über negative Auswirkungen auf ihre Ängste, Einsamkeit und Depressionen. Eine länderübergreifende Umfrage aus den USA, Großbritannien und Norwegen ergab 2022, dass die Menschen, die Social Media während der Pandemie nutzten, um sich zu unterhalten oder ihre Einsamkeit zu verringern, einen insgesamt schlechteren psychischen Zustand hatten. 

Wer hingegen eine Pause von sozialen Medien macht, der:die darf sich über geringere Ängste, einen besseren Schlaf und eine positive Stimmungsänderung freuen – zumindest sind das die Ergebnisse einer Pilotstudie unter 68 Studierenden aus 2021. 

Digital Detox: Was kannst du stattdessen machen?

Das wahre Leben spielt sich außerhalb sozialer Medien ab
Das wahre Leben spielt sich außerhalb sozialer Medien ab
© peopleimages.com / Adobe Stock

Je früher man mit der Pause beginnt, desto besser, scheint es. Aber das ist oftmals leichter gesagt als getan, schließlich nimmt die Nutzung von Social Media bei Menschen einen unterschiedlich großen Raum im Alltag ein. Wie diesen Raum wieder füllen? Und vor allem: womit? Einfache Gegenfrage: womit nicht? Schließlich haben wir neben der digitalen noch eine ziemlich große, spannende, bunte, reale Welt fern vom Bildschirm. 

Die Frage, die du dir stellen solltest, lautet: Warum nutze ich soziale Medien? Um mich zu entspannen? In Kontakt mit meinen Freund:innen und anderen Menschen zu bleiben bzw. zu treten? Zur reinen Unterhaltung?

Je nach Antwort auf diese Frage, ergeben sich auch andere Tipps, mit denen du die Lücke, die durch dein Digital Detoxing entstanden ist, wieder füllen kannst.

Tipps für Social-Media-Nutzer:innen, die damit entspannen wollen

Schöne Instagram-Bilder und witzige TikTok-Videos werden von vielen Menschen gerne genutzt, um ein wenig abzuschalten. Doch die kleine Auszeit vom stressigen Alltag kannst du dir auch auf andere Weise gönnen:

  • Hör entspannende Musik (zum Beispiel deinen Lieblingssong)
  • Kerzenlicht und ätherische Öle sorgen für eine entspannte Atmosphäre
  • Lies ein Buch
  • Zeichne oder male etwas oder versuch dich am Basteln
  • Back dir und deinen Liebsten etwas
  • Spiel mit deinem Haustier
  • Mach ein bisschen Yoga oder meditiere
  • Gönn dir ein schönes, heißes Getränk wie Tee oder eine heiße Schokolade

Tipps für Social-Media-Nutzer:innen, die auf diese Weise mit Freund:innen in Kontakt bleiben

Es ist nur menschlich, den Kontakt zu anderen Menschen zu suchen. Allerdings muss man hierfür nicht Social Media nutzen.

  • Ruf deine Liebsten an (das geht auch per Videoanruf)
  • Lade jemanden zum Essen und/oder Trinken ein
  • Back etwas für deine Nachbar:innen – beim Überreichen kann man ja noch ein wenig miteinander plaudern
  • Organisiere eine Unternehmung mit deinen Freund:innen, zum Beispiel einen Wochenendbrunch, eine Wanderung oder eine Shopping-Tour
  • Engagiere dich ehrenamtlich, zum Beispiel bei der Tafel
  • Nimm an einem Kurs teil, zum Beispiel bei einer örtlichen Volkshochschule
  • Werde Mitglied in einem (Sport-)Verein

Tipps für Social-Media-Nutzer:innen, die sich damit unterhalten

Sicherlich, ein 30-Sekunden-Video kann ziemlich unterhaltend sein. Aber auch das Leben fern der sozialen Medien bietet genug Unterhaltungsfaktor.

  • Besuch ein Konzert
  • Lern ein neues Instrument
  • Besuch einen Tanzkurs
  • Mach eine Wanderung
  • Besuch dein örtliches Museum
  • Versuch dich an Garten- oder Balkonarbeit
  • Hör dir einen Podcast an
  • Schau einen Film oder eine neue Serie
  • Mach einen Spieleabend mit Freund:innen und Familie

Verwendete Quellen: healthline.com, bitkom.org

cs Brigitte

Mehr zum Thema