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Studie zeigt 3 Schlüsselfaktoren, um jeden Morgen erholt aufzuwachen

Frau streckt sich
© oatawa / Adobe Stock
Jeden Morgen frisch, erholt und ausgeschlafen aus den Federn krabbeln – das wär’s doch. Forscher haben jetzt herausgefunden, welche Schlüsselfaktoren dafür entscheidend sind.

Das mit dem morgendlichen Elan ist so eine Sache. Viele Menschen kämpfen damit, morgens aus dem Bett zu kommen. Bei einigen geht ohne den ersten Kaffee schon mal gar nichts, andere ringen den ganzen Tag mit ihrer Müdigkeit. Umso spannender, dass Wissenschaftler der University of California jetzt herausgefunden haben, welche Knackpunkte dafür sorgen, dass man hellwach in den Tag startet.

Drei Schlüsselfaktoren für erholtes Aufwachen 

Die Kombination macht's, und zwar die aus Schlaf, Bewegung und Frühstück. Das zeigte die detaillierte Analyse von 833 Personen, denen über einen Zeitraum von zwei Wochen verschiedene Frühstücksmahlzeiten verabreicht worden waren.

Alle Probant:innen trugen außerdem Armbanduhren, die die körperliche Aktivität sowie Schlafmenge, -qualität und -regelmäßigkeit aufzeichneten. Zudem führten sie Tagebücher, in denen sie ihre Nahrungsaufnahme und den Grad ihrer Wachheit vom Moment des Aufwachens dokumentierten.

Laut der Forschenden ist außerdem eine gesunde, kontrollierte Blutzuckerreaktion nach dem Frühstück der Schlüssel zu einem effektiven Aufwachen: “Wenn du später und dafür länger schläfst, wirst du am Morgen wacher sein. Wenn du am Vortag körperlich aktiver warst, wirst du nochmal wacher sein, so Raphael Vallat, Postdoktorand der UC Berkeley, Autor der Studie, gegenüber eurekalert.org.

Wer also jeden Tag mit ausreichend Energie aufwachen möchte, sollte sich am Vortag ausreichend bewegen, später schlafen und am Morgen später aufstehen. Dazu noch ein Frühstück mit gesunden Kohlenhydraten und wenig Zucker zu sich nehmen – perfekt.  

Zusammengefasst kann man davon ausgehen, dass sich insgesamt eine deutliche Besserung einstellt, wenn du dich konsequent an die aufgezählten Faktoren hältst. Das ist in Anbetracht von täglichen Verpflichtungen zwar vielleicht nicht immer möglich, jedoch verbessert auch die Routine den Grad deiner Wachheit.

Fatale Folgen von Morgenmüdigkeit 

Unausgeschlafenheit sollte darüber hinaus nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn sie kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen, bestätigt der leitende Autor Matthew Walker, Professor für Neurowissenschaften und Psychologie an der UC Berkeley: “Viele von uns denken, dass Morgenmüdigkeit ein harmloses Ärgernis ist. Allerdings kostet es die Industrienationen jedes Jahr Milliarden von Dollar durch Produktivitätsverlust, erhöhte Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung und Fehlzeiten am Arbeitsplatz. Noch wirkungsvoller ist jedoch, dass es Leben kostet – es ist tödlich“.

Fassen wir also nochmal zusammen: Wer sich am Vorabend ausreichend bewegt, länger schläft und zudem auf ein gehaltvolles Frühstück ohne Kohlenhydrate setzt, hat die besten Chancen, langfristig fit und gestärkt in den Tag zu starten.

Brigitte

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