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Literaturempfehlung Bücherherz
Literaturempfehlung: Das sind die schönsten 50 Bücher des Jahres!
Was gibt es Schöneres, als tolle Bücher zu verschenken? Mit den Favoriten der BRIGITTE-Redaktion liegst du auf jeden Fall richtig! Wir stellen die besten 50 Bücher des Jahres vor. Wir zeigen euch hier Bücher, die wir lieben - und mit euch teilen wollen. Wir arbeiten dabei mit Affiliate-Links. Was genau das ist, könnt ihr in unseren Nutzungsbedingungen/AGB nachlesen.
Was macht es mit einer Familie, wenn der Vater zum Verbrecher wird? Wie würde man selbst mit dem Kummer und der Stigmatisierung umgehen? Die Amerikanerin Molly Brodak erzählt, wie ihr Vater Joseph Brodak 1993 elf Banken überfiel und dafür ins Gefängnis ging. Als Kind ist sie einsam, eine Außenseiterin, anders als die anderen, sie versucht, unsichtbar zu werden. Als Erwachsene will sie wissen, was ihr Gefühl von Fremdheit mit dem Verhalten ihres Vaters zu tun hat. Der
war nicht nur Bankräuber, sondern auch Spieler und notorischer Lügner, der heimlich eine zweite Familie hatte und Mollys Schwester das Taschengeld klaute. Dennoch ließ sich die liebevolle Mutter von dem charmanten Hochstapler immer wieder zu einem Neuanfang verführen.  In ihrem großartigen Memoir, einer in Romanform erzählten Autobiografie, bekennt Brodak, dass sie zeitweilig selbst klaute. Später entwickelte sie das Bedürfnis, der Geschichte ihrer Familie und ihren eigenen Gefühlen auf den Grund zu gehen. Sie wertet alte Dokumente aus und betreibt eine schonungslose Selbstanalyse. Die Offenheit und Klarheit, mit der sie auch sprachlich die Familiengeheimnisse lüftet, entwickelt eine Sogwirkung - es fällt schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen. (Ü: Barbara Schaden, 288 S., 22 Euro, Nagel & Kimche) Hier könnt ihr das Buch bestellen
Tiefgründige Sachbücher - unsere Tipps!
Auf einmal sind die zwei Schwestern wieder da. Nach Jahren des Exils kehren sie Anfang der 50er- Jahre wortlos in das Haus des Großvaters zurück, in ein kleines, abgelegenes Dorf in Galicien.  Vor Jahren flohen Saladina und Dolores vor dem Spanischen Bürgerkrieg, verbrachten karge Jahre in England und leben jetzt mit ihrer Kuh Greta am Rande der Dorfgemeinde. Und die Bewohner sind in innerem Aufruhr. Denn der tote Großvater der Frauen, die nur "Die Wintermädchen" genannt werden, schloss einst seltsame Verträge mit seinen Mitbürgern, die jetzt ihren Frieden nicht finden können und sich ihre Erlösung von den Schwestern erhoffen.  Die Spanierin Cristina Sánchez-Andrade bevölkert ihr einsames Dorf mit skurrilen Bewohnern und Vorgängen, ohne ins Absurde abzugleiten. Da ist der "Zahnmechaniker", der Saladina zu einem neuen Lächeln verhilft, eine alte Frau, die jeden Tag den Priester zu sich ruft und doch nicht stirbt, und da ist ein dunkles Geheimnis, dass die Schwestern teilen - genau wie ihre Liebe zum Kino.  Ein wenig fühlt man sich auch an die Filme von Pedro Almodóvar erinnert, aber die Autorin findet eine ganz eigene Sprache für ihre bittersüße Geschichte, die so nur in Spanien erzählt werden konnte. (Ü: Anja Rüdiger, 288 S., 20 Euro, Thiele) Hier könnt ihr das Buch bestellen
Fesselnde Familienromane - unsere Tipps!
Rührend und emotional: Die besten Liebesromane