Dora Heldt: Wir schenken Ihnen eine Weihnachtsgeschichte der Bestseller-Autorin!

In "Weil Weihnachten ist..." schickt Dora Heldt das beliebte Personal aus ihren Büchern in die Feiertage. Laden Sie sich die Geschichte herunter und erfahren Sie außerdem, wie Dora Heldt selbst Weihnachten feiert.

Dora Heldts Geschichte "Weil Weihnachten ist..." ist einer von 21 Beiträgen aus der Kurzgeschichten-Sammlung "Weihnachtsglanz - Ein Sack voll Geschichten". Die komplette Sammlung ist als eBook auf der Self-Publishing-Plattform epubli erschienen (4,99 Euro). Neben Dora Heldt haben u.a. Gisa Klönne, Anke Greifeneder und Thomas Gsella Geschichten beigesteuert. Die Erlöse aus den eBook-Verkäufen gehen an die Organisation "Writers in Prison", die sich für unrechtmäßig inhaftierte Autoren und Journalisten einsetzt, und an den "Trauer-Fuchsbau", der hinterbliebenen Kindern wieder Lebensmut schenkt.

Dora Heldts Geschichte "Weil Weihnachten ist..."...

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Und wie feiert Dora Heldt selbst Weihnachten? Das hat die Bestseller-Autorin BRIGITTE.de verraten. Ähnlichkeiten zwischen ihrer Familie und der Familie aus der Geschichte (ja, Christine und ihre Lieben aus den ersten drei Büchern) sind total beabsichtigt.

So feiert Dora Heldt Weihnachten

Dora Heldt

Rituale "Wir feiern immer auf Sylt. Da wohnen meine Eltern, meine Tante und mein Onkel, Cousinen und Geschwister. Heiligabend treffen sich alle um 12 Uhr mittags bei "Gosch" in Liszt, immer am selben Tisch, immer mit Sekt und Lachsbrötchen - und mit Backfisch für meine Schwester. Meine Mutter und meine Tante tragen dazu Weihnachtsmannmützen. Das ist halt so und wird auch nicht mehr kommentiert. Nach "Gosch" trennen sich die Familien. Am 1. Weihnachtstag ist dann beim einen Kaffee, am 2. beim anderen. Natürlich wird die ganze Zeit nur gegessen, das geht Heiligabend um 12 Uhr los und dauert, bis man abfährt - und dann bekommt man noch Reste mit."

Das Weihnachtsessen "Heiligabend gibt es entweder eingelegtes Rindfleisch oder Rouladen oder Kaninchen, irgendwas, was man nicht mehr groß kochen muss, wenn man von "Gosch" kommt und einen im Kahn hat. Traditionell kocht meine Mutter. Sie ist so ein Typ, der alles selber machen muss, sonst läuft die Sache aus dem Ruder. Will man helfen, sagt sie: "Nee, kommt, die Küche ist so klein, was wollt Ihr denn hier noch drin? Nehmt Euch ein Glas Rotwein und setzt Euch dazu." Tisch decken und abräumen, das müssen wir machen, aber beim Kochen hat die Königin gern die Übersicht. Da geht es auch nicht darum, ob sie es besser kann, sondern nur, dass sie es immer schon gemacht hat."

Die Stimmung "Wir feiern schon alle immer wieder gern zusammen, nach denselben Ritualen. Übers Jahr sehen wir uns selten, wir haben alle recht aufwändige Jobs. Weihnachten hat man dann Zeit, sich auf den neuesten Stand zu bringen. Das finde ich schön. Wir vertragen uns in der Regel auch. Meine Schwester und ich sehen uns zu oft, um zu streiten. Meine Eltern haben keine Lust auf Auseinandersetzung. Vor einigen Jahren ging mein Vater Heiligabend mal demonstrativ in die Küche, weil meine Mutter und ich einen Lachkrampf bekommen haben wegen irgendwas. Mein Vater legt Wert auf eine gewisse Würde, er mag keine Witze an Weihnachten. Sein Lieblingssatz Heiligabend gegen fünf Uhr nachmittags: "Mensch, ja, jetzt ist Weihnachten schon wieder vorbei." Da darf man dann auch nicht lachen, sondern muss betroffen gucken und sagen, wie schön doch alles ist."

So feiert Dora Heldt Weihnachten

Weihnachtskatastrophen "Es gab durchaus schon Tage, wo wir länger bei "Gosch" standen und der Baum dann etwas kreativer geschmückt war, weil wir das mit dem Kugelabstand nicht mehr so ordentlich hinbekommen haben. Einmal hatten wir einen Baum aus Dänemark, der war im Angebot, und ich fand, er roch irgendwie komisch. Meine Mutter meinte, das sei völliger Unsinn, nur weil der mal von woanders käme... Im Laufe des Abends kriegten wir alle Pickel, meine Mutter am schlimmsten. Der Baum war so zugesprayt mit irgendwelcher Chemie, dass er uns Ausschlag und Reizhusten beschert hat. In dem Jahr hatten wir schon am 2. Weihnachtstag keinen Baum mehr."

Geschenke "Natürlich sind Geschenke eigentlich nicht mehr wichtig. Wir schenken uns nur noch Kleinigkeiten. Da geht's um den Witz. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dieses Jahr von irgendjemandem ein Straßenverkehrsrecht bekomme, weil ich im Oktober nämlich wegen Abstandsmessung meinen Führerschein abgeben musste. Oder ich bekomme die Führrescheinprüfung in zehn Fragen."

Kirche "Eigentlich sagen wir immer, wir gehen alle in die Kirche. Ab 22 Uhr wird dann mit Tante und Cousine telefoniert: "Geht Ihr jetzt? Es ist doch so arschkalt draußen und wir haben schon die Joggingklamotten an." Meistens zwingen wir uns aber, also ein paar von uns gehen immer, weil man sonst ein schlechtes Gewissen hat. Es ist ja auch nett, man trifft in der Kirche viele Bekannte und kann erzählen, was man geschenkt bekommen hat."

Der Weihnachtsbaum "Der Baum wird immer im gleichen Stil geschmückt - in rot und gold mit vielen Schleifen. Bei uns kommt nichts weg. Es gibt da noch so einen Schneemann aus Holz, den meine Schwester vor Jahren mal hat fallenlassen. Seitdem hat er nur noch einen Arm, aber immer noch seinen festen Platz am Baum."

Kleiderordnung "Selbstverständlich hat man sich ordentlich anzuziehen. Wenn man die Treppe runterkommt, wird gerne mal die Frage gestellt: "Bist Du fertig?" Und dann geht man noch mal hoch und zieht sich um. Meine Schwester hat einmal gesagt: "Wieso, obenrum ist doch schön. Es wird doch nur am Tisch fotografiert". Aber das geht bei meinem Vater nicht durch. Man muss sich schon dem Anlass entsprechend kleiden."

Der Tag danach "Wenn meine Schwester und ich nach den Feiertagen zurück nach Hamburg kommen, fahren wir sofort zum Hauptbahnhof und kaufen uns Tulpen, damit Weihnachten ein Ende hat. Es ist schon auch gut, wenn man das Fest hinter sich hat, obwohl es immer nett ist. Ich bin da hin- und hergerissen."

kawa
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