Elisabeth wird vermisst von Emma Healey

Die Händler auf der Londoner Buchmesse sollen sich überschlagen haben, als es um die Rechte für dieses Buch ging: Junge Frau schreibt aus der Perspektive einer Alzheimer-Kranken - das hat was. Zumal die Britin Emma Healey, Buchbinderin mit einem Master in kreativem Schreiben, toll aussieht und gerade mal 29 ist.

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Die Händler auf der Londoner Buchmesse sollen sich überschlagen haben, als es um die Rechte für dieses Buch ging: Junge Frau schreibt aus der Perspektive einer Alzheimer-Kranken - das hat was. Zumal die Britin Emma Healey, Buchbinderin mit einem Master in kreativem Schreiben, toll aussieht und gerade mal 29 ist. Sie schreibt über Maud, die sich nur noch an zweierlei erinnert: Daran, dass sie nicht weiß, wo ihre beste Freundin Elizabeth ist, weshalb sie immer wieder von zu Hause ausbüxt und sie sucht. Und an ihre Kindheit in den 40ern, als ihre Schwester plötzlich spurlos verschwand. Auf zwei Zeitebenen erzählt Healey Mauds Geschichte, und in den Passagen, die in der Gegenwart spielen, schafft sie es, die Angst und Hilflosigkeit, mit der sich Maud in einer Welt allein fühlt, die sie immer weniger versteht, auf berührende Weise einzufangen. Auf der anderen aber verheddert sie sich in ihrem Plot, weshalb "Elizabeth wird vermisst" keine Sensation, aber ein gutes Debüt einer Autorin mit großem Potenzial ist. (Ü: Rainer Schumacher, 325 S., 14,99 Euro, Lübbe)

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