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Filmdiven - zum Verlieben schön


Schöne Schwärmerei: Freddy Langers "Frauen, die wir liebten" versammelt Fotos von Filmdiven und Texte ihrer prominenten Verehrer. Wir zeigen Ihnen einige der schönsten Szenen aus dem Buch.

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Was passiert, wenn ein filmbegeisterter Journalist Künstler und Kollegen fragt, in welche Schauspielerin sie sich bloß wegen einer Szene oder sogar nur einer einzigen Geste einmal verliebt haben? Es entsteht ein wunderschönes Buch voller sehr persönlicher Bekenntnisse, illustriert mit Fotos der angebeteten Filmdiven. Männer wie Heikko Deutschmann, Bruno Ganz oder Hellmuth Karasek geraten ins Schwärmen, wenn sie sich an Simone Signoret, Jeanne Moreau oder Kim Novak erinnern. "Frauen, die wir liebten" ist eine Zeitreise durchs Kino, bei der man vielen großen Filmstars begegnet, aber auch auf einige Schauspielerinnen trifft, die man nicht unbedingt kennt. Aber genau das zeichnet Freddy Langers Buch aus: Dass der Schwärmerei hier keine Grenzen gesetzt sind.

Klicken Sie sich durch unsere Fotoshow mit Bildern und Auszügen aus dem Buch "Frauen, die wir liebten - Filmdiven und ihre heimlichen Verehrer".

Juliette Binoche

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Gourmetkoch Vincent Klink über Juliette Binoche: "Was macht sie so besonders? Einerseits ist da eine geballte Ladung Sinnlichkeit, andererseits sind ihre Reize diskret. Deshalb kann sie mal fast kindliche Unschuld verströmen, im Handumdrehen aber auch zum Biest werden. Ganz klar: Juliette Binoche ist ein weibliches Naturereignis erster Provenienz. Aus einer stillen Haltung heraus vermag sie unvermittelt solche Charmeoffensiven zu starten, dass rundum alles wegschmilzt. Dies geschieht ganz besonders heftig, wenn sie keinen Laut von sich gibt, sondern nur mit den Augen und der Körpersprache operiert."

Elizabeth Taylor

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Schauspieler Udo Kier über Elizabeth Taylor: "Ich verlor mich in den Augen von Elizabeth Taylor. Waren sie blaugrün? Waren sie gar violett? Verheißungsvoll blickten sie mir unter der schwarzen Haarpracht entgegen. In "Die Katze auf dem heißen Blechdach", in "Butterfield 8", in "Plötzlich im letzten Sommer". Was scherten mich ihre Skandale, was ihre Ehemänner? Elizabeth Taylor war für mich die schönste Frau der Welt."

Kim Novak

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Literaturkritiker Hellmuth Karasek über Kim Novak: "Ihr Ruhm als Sexsymbol war kurz, ihr Ruf, als sie mit dem Sohn des Diktators der Dominikanischen Republik, Trujillo, die amerikanische Wirtschaftshilfe als Morgengabe bekam, angenagt. Sie hatte keinen Erfolg auf Dauer, und gerade ihre schönsten Filme waren wirtschaftliche Desaster. Umso strahlender wirkt sie heute, wenn sie den Filmen wie aus einem Bad in verdorbener Unschuld und unschuldiger Verdorbenheit entsteigt, unnahbar schön und unmissverständlich zur Nähe einladend."

Romy Schneider

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Schriftsteller David Wagner über Romy Schneider: "Das erste Mal habe ich sie im Fotoalbum meiner Tante gesehen, erst später im Fernsehen und noch später, als ich ihre französischen Filme nachholte, auch im Kino. Im Fotoalbum meiner Tante war sie ein elfjähriges Mädchen, in das ich mich, ich selbst war zehn, sofort und, so kommt es mir vor, für immer verliebt habe."

Hildegard Knef

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Sänger Klaus Hoffmann über Hildegard Knef: "Liebe Hilde, müsste ich Dich beschreiben, so sage ich, du warst eloquent, klug, schön, eigensinnig und etwas intellektuell kratzbürstig. So warst Du für mich. An dem Tag, als mich ein Journalist anrief und sagte, dass du gestorben seist, hab ich geheult. Das ist für Liebende an sich nichts Besonderes, aber wenn einer, eine stirbt, sieht man wohl, was im Leben wirklich war. Ich hatte meine Liebe gespürt, besser kann ich’s nicht sagen."

Audrey Tautou

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Fotograf Willy Pucher über Audrey Tautou: "Es nahm einige Zeit in Anspruch, bis ich mir den Namen Audrey Tautou merkte, ja, merken wollte, ihn weich und feinsinnig auszusprechen wagte, um ihn in Verbindung mit dem reizenden Filmwesen zu bringen. Für mich war sie dessen ungeachtet immer nur Amélie, die junge Mademoiselle, die am Todestag von Lady Diana das unverhofft gefundene Schatzkästchen öffnete und beschloss, sich fortan in das Leben anderer einzumischen. In ihrer fabelhaften Welt empfand ich sie als atemberaubend und wunderschön, ihre dunklen Augen, ihre Befangenheit und ihre vorsichtige Annäherung an andere Menschen."

Nastassja Kinski

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Bildhauer und Maler Thomas Virnich über Nastassja Kinski: "Ich kann mich nicht mehr genau an den Hergang des Krimis erinnern: "Tatort - Reifezeugnis". Er weckte in mir den Wunsch, dieser Lehrer zu sein, dem Nastassja Kinski so verfallen war. Diese Vision trieb mich in die Kunstakademie. Schön ist, wenn sie heute nun endlich zu mir ins Atelier kommt und ...

Gina Lollobridgida

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Journalist Alexander Osang über Gina Lollobridgida: "Esmeralda hatte dunkle Locken und war sehr braun, vermutlich weil sie eine ägyptische Straßenkünstlerin darstellen sollte. Sie sah schon in ihrer ersten Szene schön aus und wurde im Verlauf des Filmes immer schöner, am Schluss als Tote war sie unbeschreiblich schön, obwohl sie statt des engen roten Kleides einen unförmigen Leinensack trug. Esmeralda wurde von Gina Lollobrigida gespielt. Alle Männer im Film verfielen ihr, mich überwältigte sie, als sie dem gefolterten und verspotteten Quasimodo den Wasserkelch reichte."

Ellen Barkin

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Schriftsteller Thomas Hettche über Ellen Barkin: "Wenigen Filmgesichtern gelingt es, sich in die eigenen Erinnerungen hineinzukopieren. Nicht in die der Bilder, sonder in jene des Lebens. Bei jedem aktuellen Foto von Ellen Barkin erinnere ich mich daran, wie sie einmal aussah. Als sei sie jemand, den ich einmal gekannt habe. Man spricht nicht gern darüber. Rechnet aber immer mit schlechten Nachrichten. Seltsam. Auch das muss wohl am magischen Schwung ihrer Lippen liegen."

Sophia Loren

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Schriftsteller Christoph Peters über Sophia Loren: "Ich weiß nicht, in welchem Alter ich "Hausboot" zum ersten Mal gesehen habe, und auch nicht, wie oft. Es war einer dieser Filme, die während meiner Kindheit in regelmäßigen Abständen wiederholt wurden. Mein Herz schlug jedenfalls schon früh für Sophia, und begonnen hat es bei "Cinzia"."

Alle Fotos und Textpassagen aus: Freddy Langer, "Frauen, die wir liebten - Filmdiven und ihre heimlichen Verehrer", Elisabeth Sandmann Verlag

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