J. K. Rowling: Krimi-Pseudonym enttarnt

Hoch gelobt, aber schlecht verkauft: der Krimi "The Cuckoo’s Calling" eines Debütautors. Nun aufgedeckt: Hinter dem Pseudonym verbirgt sich Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling.

Der Debütroman eines bis dato Unbekannten sollte es sein. Vielfach ausgezeichnete Krimiautoren wie Val McDermid und Mark Billingham lobten Robert Galbraith und auch die Kritiker zeigten sich anerkennend bis begeistert. Die britische Times beispielsweise bezeichnete den Roman als "brilliant", die Dialoge als "sprühend".

Doch trotz des vielen Lobs: Laut Sunday Times hatten sich seit dem Erscheinen des Buches im April lediglich 1.500 Exemplare verkauft.

Doch Aufmerksamkeit genug, um die Sunday Times misstrauisch zu machen. Wer sollte dieser Robert Galbraith sein? Verheiratet und als Vater von zwei Söhnen, habe er die Erfahrungen, auf denen das Buch beruhe, bei der britischen Militärpolizei und in der privaten Sichterheitsindustrie gesammelt. An diese Geschichte glaubte die Zeitung allerdings nicht.

Nachdem die Sunday Times die Bombe um Rowlings Pseudonym hatte platzen lassen, änderten sich die Verkaufszahlen schlagartig. Dem britischen Magazin New Statesman zufolge stieg der Verkauf um 150.000 Prozent. "Ich hatte gehofft, dieses Geheimnis noch ein wenig länger bewahren zu können, denn Robert Galbraith zu sein war eine befreiende Erfahrung", sagte die 47-Jährige der britischen Zeitung. Als Rowling letztes Jahr im Oktober ihr erstes Buch für Erwachsene veröffentlichte, gab es einen großen Hype und die Kritiken waren durchwachsen. Diese Aufregung wollte sich die Bestsellerautorin ersparen und auch die Erwartungen, die an sie als Autorin gestellt würden. Über die Planung einer deutschen Ausgabe ist noch nichts bekannt. Stellt sich jetzt nur noch die Frage, wenn das Buch nicht auf Galbraiths autobiografischen Erfahrungen beruht, auf wessen Erleben basiert es dann?

Text: Freya Altmüller
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