Gesellschaft: Die Geschichte der schweigenden Frauen von Bina Shah
Eine asiatische Mega-Metropole, irgendwann in der Zukunft. Es herrscht ein autoritäres Regime, das das Leben seiner Bewohner bis ins Privateste kontrolliert. Weil es zu wenig Frauen gibt, müssen sie mehrfach heiraten und möglichst viele Kinder gebären. Beziehungen sind rein zweckmäßig, Frauen ohne Rechte. Im Untergrund kämpft eine Gruppe Rebellinnen dafür, dass Zuneigung und Achtung nicht ganz aus der Welt verschwinden. Sie verbringen verbotenerweise Nächte mit hochgestellten Männern, liegen bei ihnen, berühren sie, ohne Sex. Das ist der Feminismus der pakistanischen Autorin Bina Shah: zu zeigen, dass Menschlichkeit nur durch Intimität gelingt. Nicht alles läuft rund in "Die Geschichte der schweigenden Frauen", und doch ist sie eine lesenswerte Parabel auf das Leben von Frauen im Patriarchat. (Ü: Annette Carpentier, 360 S., 22 Euro, Golkonda)
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