Testbericht: Mein erstes E-Book

Alle reden von E-Books. Auch auf der Leipziger Buchmesse, wo sich vom 12. bis 15. März die internationale Literaturszene trifft. Doch wie liest man die elektronische Literatur eigentlich? BRIGITTE-Redakteurin Angela Wittmann hat den neuen E-Book-Reader von Sony getestet.

Praktisch, aber nicht mehr sinnlich

Ich war gespannt, als ich mein erstes elektronisches Buch ausgepackte: den Sony Reader PRS- 505, klein wie ein Taschenbuch und (ohne den Ledereinband in Echtbuch-Optik) 260 Gramm leicht. Der Akku soll 6800 Seiten lang durchhalten; man könnte also gleich fünfmal "Krieg und Frieden" lesen. Als Probetext habe ich aber den vorinstallierten und kurzweiligen Roman "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer gelesen. Das hat so viel Spaß gemacht, dass mir das Umblättern auf Tastendruck fast zu langsam ging.

Bedienen lässt sich das Ding leicht, die Augen tun selbst bei Sonne nicht weh. Wenn ich wie jetzt auf der Leipziger Buchmesse viele Bücher und Druckfahnen schleppen muss, könnte mir das Gerät die Arbeit zwar buchstäblich leichter machen. Aber eigentlich will ich ein Buch, in das ich Notizen und nicht nur Eselsohren machen kann (dies geht auch elektronisch). Die E-Book-Lesegeräte wie der Reader oder der Kindle von Amazon (noch nicht in Deutschland) sind praktisch, aber nicht sinnlich, mehr was für Technikfreaks und Profi-Leserinnen, darum werden sie das gedruckte Buch nicht verdrängen.

Der Sony Reader kommt jetzt in den Handel (ca. 300 Euro). Es gibt einige tausend Buchtitel, die man als E-Book auf den Webseiten von Verlagen und Buchhandlungen herunterladen kann - für etwa 10 bis 20 Prozent unter dem Preis des, um es deutlich zu sagen: echten Buchs.

Text: Angela Wittmann Ein Artikel aus der BRIGITTE 07/09
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