Der Krieg des Charlie Wilson

Tom Hanks, Julia Roberts und Philip Seymour Hoffman: Das Polit-Abenteuer "Der Krieg des Charlie Wilson" hält, was die preisgekrönte Besetzungsliste verspricht, nämlich erstklassige Unterhaltung. Die Geschichte über einen Hinterbänkler, der Weltgeschichte schreibt, ist unglaublich - aber wahr

Amerika, Anfang der 80er Jahre: Der Kongressabgeordnete Charlie Wilson (Tom Hanks) liebt harte Drinks, schöne Frauen und seine Cowboystiefel. Dass ausgerechnet dieser texanische Playboy eine entscheidende Rolle im Ausgang des Kalten Krieges haben sollte, ist schwer vorstellbar. Doch Wilson ist nicht nur ein Lebemann. Er hat auch ein Herz für Außenseiter. Als ihn die ebenso reiche wie hinreißende Society-Lady Joanne Herring (Julia Roberts) bittet, die Freiheitskämpfer im russisch besetzten Afghanistan zu unterstützen, beginnt eine der größten Geheimaktionen in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Der Krieg des Charlie Wilson

Diplomatische Strippenzieher

Nach einem Gespräch mit dem pakistanischen Präsidenten, das Joanne eingefädelt hat, besucht Wilson ein Flüchtlingscamp an der afghanischen Grenze. Dort begraben Mütter ihre Neugeborenen, zeigen ihm Kinder ihre von Minen zerfetzten Leiber. Der Politiker ist erschüttert - und beschließt zu helfen. Zusammen mit dem abgehalfterten CIA-Agenten Gust Avrakotos (Philip Seymour Hoffman) schmiedet Wilson eine ungewöhnliche Allianz aus Pakistanis, Ägyptern und Israelis, um Afghanistan zu helfen. Als Strippenzieher hinter den Kulissen gelingt es ihnen, den geheimen Widerstand gegen die Rote Armee zu finanzieren.

Kaum zu glauben, aber wahr

"Der Krieg des Charlie Wilson" hat alles, was ein spannender Polit-Thriller braucht: heikle Geschäfte, zwielichtige Gestalten, hübsche Frauen und dank Wilson einen Mann mit Mission. Kaum zu glauben also, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht. Grundlage für den Film war das gleichnamige Buch des Journalisten George Crile, der die Geschichte des echten Charlie Wilson detailliert nachrecherchiert hat.

Das Ergebnis ist ein sehr politischer Film, der auch als Kritik an der Afghanistan-Strategie der USA verstanden werden kann. Große Politik wird als hintergründiges Spiel inszeniert, in dem einzelne Persönlichkeiten den Lauf der Geschichte entscheidend verändern können. Nicht nur die Geschichte und die markigen Dialoge fesseln, auch die hochkarätige Besetzung glänzt. Tom Hanks schafft es, den schillernden Charakter Charlie Wilson weder zu glorifizieren, noch ins Lächerliche zu ziehen. Und Julia Roberts liefert nach mehrjähriger Babypause ein überzeugendes Comeback auf der Leinwand.

Fazit: "Der Krieg des Charlie Wilson" ist spannender als jede Geschichtsstunde und allein schon sehenswert, weil er das schwierige Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Afghanistan von einer neuen Seite beleuchtet. Gleichzeitig zeigt er ganz großes Hollywood-Kino, herausragende Schauspieler inklusive.

Fotos Universal Pictures International

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Tom Hanks, Julia Roberts und Philip Seymour Hoffman: Das Polit-Abenteuer "Der Krieg des Charlie Wilson" hält, was die preisgekrönte Besetzungsliste verspricht, nämlich erstklassige Unterhaltung. Die Geschichte über einen Hinterbänkler, der Weltgeschichte schreibt, ist unglaublich - aber wahr

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