Die TV-Tops und Flops der Woche

In unserer neuen Rubrik "TV-Tops und Flops der Woche" verraten wir euch jeden Montag, was ihr auf keinen Fall verpassen dürft - und wann der Fernseher lieber ausbleiben sollte. Diese Woche mit dabei: Paris Hilton sucht einen neuen Freund, Alexandra Neldel das große Glück und das Duo Bach/Zietlow einen neuen Dschungeldeppen.

"Die Rebellin" (Dreiteiler)

Frau liest Buch

Ob "Die Luftbrücke", "Die Flucht" oder "Dresden": Aufwendig produzierte TV-Mehrteiler, die sich mit der deutschen Kriegsvergangenheit beschäftigen, liegen voll im Trend. Nach Bettina Zimmermann, Maria Furtwängler und Felicitas Woll spielt nun Alexandra Neldel die Hauptrolle in "Die Rebellin" - einem anrührenden Dreiteiler über die Nachkriegsjahre.

Kurzinhalt: Im Jahr 1945, kurz nach Kriegsende, findet Lena Berkow gemeinsam mit ihrer Mutter und Schwester Unterschlupf auf einem Bauernhof. Ihr Vater, ein Fernsehtechniker, ist auf der Flucht gestorben. Kurz vor seinem Tod hat er Lena ein Buch voll geheimer Baupläne überreicht und sie gebeten, einen Herrn Sattler aufzusuchen, da dieser der Familie viel Geld schulde. Um ihre Mutter finanziell unterstützen zu können, sucht Lena in der nahe gelegenen Stadt Fürth einen Job als Radiotechnikerin - und findet einen ausgerechnet in den Sattler-Werken. Sie verliebt sich in Hans, den Sohn des Firmenchefs und möchte mit ihm in Zeiten des beginnenden Wirtschaftswunders das Fernsehen zum Massenmedium ausbauen. Doch auch ihr Vater lässt ihr keine Ruhe. Fieberhaft versucht sie weiterhin herauszufinden, was er wusste und was die geheimen Bauplänen zu bedeuten haben...

Das harte Leben der Flüchtlinge, die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder versuchen Fuß zu fassen - das klingt nach einem spannenden und anspruchsvollen Oberthema für einen TV-Mehrteiler. Doch leider wirkt die Story häufig zu konstruiert, wie etwa die Tatsache, dass der von Lena Berkow so verzweifelt gesuchte Sattler einfach zufällig eine Stadt weiter wohnt. Auch erfährt der Zuschauer wenig über die damalige politische Situation und die (doch eigentlich sehr interessante) Geschichte der Fernseh- und Radionutzung in Deutschland.

Trotzdem ist der Dreiteiler durchaus sehenswert - nicht zuletzt wegen einer tollen Alexandra Neldel.

Die Rebellin läuft am Montag, den 5. Januar, am Mittwoch, den 7. Januar und am Sonntag, den 11. Januar jeweils um 20:15 Uhr im ZDF.

>>Auf der nächsten Seite: "Paris Hilton's My New Best Friend Forever"

"Paris Hilton's My New Best Friend Forever"

Die Paris hat es doch wirklich nicht leicht. Erst verkauft ihr Exfreund das gemeinsam gedrehte Sextape und macht damit auf ihre Kosten richtig viel Kohle. Dann streitet sie sich mit Busenfreundin Nicole Richie und wird mit ihr trotz des vorübergehenden Datens ein- und desselben Zwillingspaares (Joel und Benji Madden) nicht mehr so richtig warm. Und dann wendet sich selbst die schmerzbefreite Britney Spears von ihr ab, um wieder mehr ihr Saubergirl-Image zu pflegen.

Nun muss die nicht gerade öffentlichkeitsscheue Frau Hilton also selbst ran und sich einen neuen besten Freund bzw. eine neue beste Freundin suchen. Und wie geht das besser und publikumswirksamer als mit einer neuen Castingshow? In zehn Folgen von "Paris Hilton's My New Best Friend Forever" wird Paris aus sechzehn Mädels und zwei Jungs einen neuen BFF auswählen. Doch nur die Kandidaten, die die harten Prüfungen bestehen, können sich Chancen auf die Gunst der Hotelerbin ausrechnen. So werden sie unter anderem auf Loyalität, Partytauglichkeit und - man höre und staune - Wissen getestet.

Fazit: Man mag von Frau Hilton halten, was man will: Vermarkten kann sie sich. Natürlich werden wir all unseren Freunden erzählen, dass wir uns solch eine Sendung NIEMALS ansehen würden, und uns dann doch still und heimlich vor den Fernseher verkriechen. Und mal ehrlich: Auf diesem Weg wird einem doch erst wieder bewusst, wie herrlich normal man eigentlich ist.

"Paris Hilton's My New Best Friend Forever" läuft ab dem 6. Januar um 21 Uhr auf MTV.

>>Auf der nächsten Seite: Die dritte Staffel "Prison Break"

Neue Staffel "Prison Break"

Die preisgekrönte US-Serie "Prison Break" geht in eine neue Runde.

In der dritten Staffel hat sich das Blatt gewendet: Befreite Michael Scofield (Wentworth Miller) zuvor seinen unschuldig zum Tode verurteilten Bruder aus den Gefängnis, ist er nun selbst auf dessen Hilfe angewiesen. Denn dieses Mal sitzt Michael im Knast und das nicht in irgendeinem X-beliebigen, sondern ausgerechnet im berüchtigten Gefängnis Sona in Panama, in dem brutale Gewalt an der Tagesordnung ist...

Nichts für schwache Nerven!

Die dritte Staffel "Prison Break" läuft ab dem 8. Januar jeweils donnerstags um 22:15 Uhr auf RTL.

>>Auf der nächsten Seite: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!"

"Ich bin ein Star, holt mich hier raus!"

Okay, zugegeben: Die erste Staffel war ja noch ganz witzig. Der von widerlichen Kakerlaken überfallen wordende Daniel Küblböck, der alternde Costa Cordalis und Caroline "Hacke" Beil machten das Ekel-TV plötzlich salonfähig und lockten selbst bekennende Gegner der niveaulosen Fernsehunterhaltung das ein oder andere Mal vor das TV-Gerät. Schon wurden dem auf eine neue Art ausgeprägtem Sozialphänomen "Trash-TV" ganze Zeitungsseiten gewidmet und darüber philosophiert, was dem Zuschauer eigentlich so viel Freude daran bringt, C-Promis leiden zu sehen. Insgeheim mag man als Zuschauer aber vielleicht gehofft haben, es möge nur eine Staffel von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" geben, denn zu sehr wollte man sich mit dieser Form der Fernsehunterhaltung dann doch nicht identifizieren. Spätestens seit dem lethargischen Bata Illic, dem skandalträchtigen DJ Tommekk und dem verblassten Pornosternchen Michaela Schaffrath weiß man aber: Es ist nicht vorbei. Noch lange nicht!

So gibt es jetzt tatsählich eine vierte Staffel. Die Z-Promi-Besetzung verspricht wieder nichts Gutes: Mausi Lugner, Guilia Siegel und Lorielle London (besser bekannt als Lory Glory) sind mit von der Partie und dürfen wieder fleißig Känguruh-Hoden, Kakerlaken und Spinnen verspeisen und sich selbst gegenseitig im Dschungelcamp tierisch auf die Nerven gehen.

Getoppt wird das alles nur noch von dem nervigsten Moderatorenduo seit Marianne und Michael: Dirk Bach und Sonja Zietlow.

"Ich bin ein Star, holt mich hier raus" läuft ab dem 9. Januar täglich um 22:15 Uhr auf RTL.

>>Auf der nächsten Seite: "Harry Potter und die Kammer des Schreckens"

"Harry Potter und die Kammer des Schreckens"

Dass Harry Potter nicht nur Kinder begeistert, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Mit 400 Millionen weltweit verkauften Exemplaren zählt die Romanreihe um den kleinen Zauberschüler zu den erfolgreichsten Literaturwerken aller Zeiten.

Und auch die Verfilmungen stehen diesem Kult in nichts nach. Am kommenden Sonntag strahlt ProSieben mit "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" den zweiten Teil der Saga aus.

Kurzinhalt: Die Ferien sind um und Harry muss wieder nach Hogwarts. Doch genau davon versucht der extra angereiste Hauself Dobby den Zauberlehrling abzuhalten. Er beschwört Harry, dass in Hogwarts großes Unheil auf ihn warte. Und er hat Recht: Zeitgleich mit Harrys Eintreffen in Hogwarts wird die berüchtigte "Kammer des Schreckens" geöffnet. Und Harry wird einmal mehr mit Lord Voldemort und seiner düsteren Vergangenheit konfrontiert...

Aufwändig und liebevoll produziertes Film-Epos, das uns in eine wunderschöne Märchenwelt entführt und für zweieinhalb Stunden wieder Kind sein lässt. Einfach toll!

"Harry Potter und die Kammer des Schreckens" läuft am Sonntag, den 11. Januar auf ProSieben.

Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Lieblingsartikel direkt in dein Postfach

Melde dich jetzt kostenlos an!