Festival-Style: Dockville

Seit drei Jahren hat Hamburg nun schon sein eigenes Festival für Musik und Kunst: das Dockville-Festival. Und während am Wochenende Kettcar, MGMT und The Whitest Boy Alive die Bühne enterten, haben wir für euch tolle Impressionen und coole Streetstyles eingefangen.

Festival-Style: Dockville

Kettcar: Heimspiel auf dem Dockville-Festival

Das Beste kommt immer am Schluss. Als es langsam dunkel wurde am Hamburger Hafen und nicht nur ein heißer Sommertag, sondern ein ganzes Festival-Wochenende voller Musik und Kunst sich dem Ende neigte, betraten sie die Bühne: Kettcar. Die Hamburger Jungs, deren Lokalhymne "Landungsbrücken raus" wohl eine der schönsten Liebeserklärungen an ihre Heimat ist, spielten auf dem Dockville-Festival am vergangenen Wochenende ein knapp zweistündiges Konzert der Extraklasse - inklusive eigens angereistem Streicherquartett der Neuen Philharmonie Frankfurt.

Und während sie ihren letzten Song "Balu" anstimmten, schwelgte so mancher Besucher in Erinnerungen an ein schönes Festival: Pasacal Finkenauer war da und Dennis Lisk (besser bekannt als Denyo von den Beginnern), die spanischsprachige Gute-Laune-Ska-Truppe Panteón Rococó, die ihrem Publikum einheizten, die New Yorker Elektro-Band MGMT, die ihr einziges Konzert in Deutschland gaben und zu ihrem Hit "Kids" viele Kinder auf die Bühne holten, The Whitest Boy Alive, die nach 2007 bereits zum zweiten Mal auf dem Dockville-Festival spielten oder auch DJ Phono, der Samstagnacht die Massen zum - im wahrsten Sinne des Wortes - Schwitzen brachte. Dank wundervollstem Sommerwetter lockte das Dockville-Festival alleine am Samstag 15.000 Besucher an den Hamburger Hafen. Außerdem dabei: viele Kunstinstallationen und ein großartiger Poetry Slam.

Lange Warteschlangen und einige enttäuschende Star-Auftritte

Und doch bleibt ein kleiner Wermutstropfen zurück: Während im letzten Jahr Fettes Brot und vor allem Deichkind mit ihrer legendären Bierdusche einen unvergesslichen Auftritt auf dem Dockville-Festival hinlegten, blieb in diesem Jahr - zumindest am Samstag - die große Partystimmung aus. Hochgehandelte Indie-Bands wie MGMT und The Whitest Boy Alive wirkten zu steif und langweilig, lange Warteschlangen vor den Bierständen sorgten für so manche Frustration, die proppenvolle Halle, in der DJ Phono auflegte, ebenfalls. Auch wenn der Sonntag vieles wieder gut machte: Für das nächste Jahr wünschen wir uns wieder mehr Spaß und weniger Wartezeiten! Das Dockville-Festival hätte es verdient.

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