Im Hotel mit Johnny Borrell von Razorlight

Er gilt als Großmaul, datete Kirsten Dunst und liebt hautenge Jeans: Johnny Borrell ist ein Rockstar, wie er im Buche steht. Vor dem Razorlight-Konzert in Hamburg haben wir den Sänger getroffen

Im Hotel mit Johnny Borrell von Razorlight

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"Eine knallenge Hose voller Arroganz und Unsicherheit"

15 Minuten, keine Fotos, keine Videos! Das ist die Ansage, nachdem das Treffen mit Johnny Borrell mehrfach verschoben und einmal sogar abgesagt wurde. Oh je, was für eine Diva.

Die Diva entpuppt sich als schmaler Mann in unverschämt engen Jeans mit nachlässiger Frisur, einem schlaffen Händedruck und glänzenden Augen: Johnny Borrell (29), Frontmann der Band Razorlight und einer der meist gehassten Männer im Pop-Business. Mit seinem einstigen Kumpel Pete Doherty hat er sich verscherzt, mit einem Großteil der britischen Musikpresse sowieso. Das kommt davon, wenn man sich selbst gerne lobt und über andere lieber lästert.

Auf der Bühne erzählt Johnny seine Songs wie Geschichten, gestikuliert, springt und schwitzt. Ganz anders im Interview: Der Sänger spricht mit Bedacht, bricht mitten im Satz ab, denkt nach, korrigiert sich - in einem glasklaren British English, das jede Listening-Comprehension-Kassette adeln würde. Früher, erklärt er, sei er ein Bündel Arroganz und Unsicherheit gewesen, eingequetscht in eine enge Jeans.

Die Arroganz ist offebar gewichen. Und auch die Diva hat sich verzogen - am Ende nimmt sich Mr. Borrell sogar 25 Minuten Zeit für uns. Nur die engen Jeans, die sind geblieben.

Interview Julia Müller

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