Im Kino: "Die nackte Wahrheit" und "Verblendung"

Donnerstag ist Kinotag! Diese Woche neu in den Kinos: "Die nackte Wahrheit" mit Katherine Heigl und "Verblendung", die Verfilmung des schwedischen Krimibestsellers von Stieg Larsson -

Wie lautet die nackte Wahrheit, wenn es um das Verhältnis von Männern und Frauen geht? Die erfolgreiche TV-Produzentin Abby Richter (Katherine Heigl) und ihr chauvinistischer Kollege Mike (Gerard Butler) wollen es herausfinden...

"Die nackte Wahrheit"

Als TV-Produzentin einer lokalen Nachrichtenshow ist Abby (wie immer eine schöne Mischung aus Sexy Beast und Kumpel: Katherine Heigl) sehr erfolgreich, nur mit den Männern will es bei der Powerfrau nicht so recht klappen. Dabei hat sie doch nur ein einfaches 10-Punkte-System, das die Herren der Schöpfung erfüllen sollen (woran aber alle kläglich scheitern). Als ihr der rüpelhafte Mike (schön unrasiert: Gerard Butler) mit seiner respektlosen Machoshow zugewiesen wird, ist Abby sicher: Lieber alleine bleiben, als so ein Exemplar auf dem Sofa zu haben. Mike setzt denn auch alles dran, zu beweisen, dass Abbys Vorstellungen unrealistisch sind, weil alle Männer sich früher oder später als Schweine entpuppen. Sie gehen einen Deal ein: Er enthüllt ihr "Die Nackte Wahrheit" über das männliche Geschlecht und hilft ihr dabei, den gutaussehenden, feinfühligen Arzt aus Abbys Nachbarwohnung zu erobern...

Im Kino: "Die nackte Wahrheit" und "Verblendung"

Gegensätze ziehen sich an: Die beiden Widersacher Abby (Katherine Heigl) und Mike (Gerard Butler) entdecken einige unerwartete Gemeinsamkeiten.

Nicht alle Gags dieser romantischen Komödie zünden, weil Regisseur Robert Luketic ("Natürlich blond") der relativ ausgelutschten "Männer-können-nicht-zuhören-Frauen-nicht-einparken"-Thematik auch keine revolutionäre Seite mehr abgewinnen kann, aber: Heigl und Butler funktionieren als sich-küssendes-und-schlagendes Paar so gut, dass es allemal für einen kurzweiligen Kinoabend reicht.

Für Freunde von: "Zufällig verheiratet" und "Wie werde ich ihn los - in zehn Tagen"

TEXT: Andrea Benda

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Henrik Vanger (li., Sven-Bertil Taube) beauftragt den Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist), das mysteriöse Verschwinden seiner Nichte Harriet aufzuklären.

"Verblendung"

Über dreißig Jahre ist es nun her, dass Henrik Vanger (Sven-Bertil Taube), Oberhaupt der einflussreichen Industriellenfamilie Vanger, seine Lieblingsnichte Harriet zuletzt gesehen hat. Sie verschwand während eines Familientreffens - ohne eine Spur zu hinterlassen, ohne irgendeinen Anhaltspunkt, der Aufschluss über ihren Verbleib geben könnte. Einzig die gepressten Blumen, die Henrik jedes Jahr zu seinem Geburtstag zugeschickt bekommt, geben dem mittlerweile 82-jährigen Patriarchen in seiner schlimmsten Befürchtung Recht: Harriet muss damals etwas Schlimmes zugestoßen sein. Sie selbst hatte Henrik vor ihrem Verschwinden eine gepresste Blüte hinter Glas geschenkt; es muss ihr Mörder sein, der das Ritual nun in unfehlbarer Regelmäßigkeit aufrecht erhält.

Henrik Vanger möchte unbedingt erfahren, was damals wirklich passiert ist. Er engagiert den Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist) und lädt ihn ein, einige Wochen auf dem Familiensitz der Familie Vanger zu wohnen und vor Ort zu recherchieren. Gemeinsam mit der skrupellosen Hackerin Lisbeth Salander (Noomi Rapace), von der Blomkvist unerwartet Hilfe erhält, dringt er in eine düstere Vergangenheit ein, in der jeder der Familie Vanger verdächtig scheint, etwas Grausames und völlig Unerträgliches begangen zu haben...

Unerwartete Unterstützung bekommt Blomkvist dabei von der Hackerin Lisbeth Salander (Noomi Rapace)

"Verblendung" ist die Verfilmung des gleichnamigen ersten Bandes der "Millennium-Trilogie", die den schwedischen Schriftsteller Stieg Larsson auf einen Schlag zu einem der erfolgreichsten Autoren der letzten Jahre machte. Über 15 Millionen Exemplare der Reihe wurden bislang verkauft; "Verblendung" selbst war das bestverkaufte Buch in der EU im Jahr 2008. Doch Stieg Larsson selbst sollte diesen Erfolg nicht mehr erleben: Er starb fünfzigjährig im November 2004 an den Folgen eines Herzinfarktes, seine literarische Karriere stand damals noch ganz am Anfang. Drei von einer Reihe von zehn geplanten Romanen waren bereits fertiggestellt, die Handlung der Bücher vier bis sechs stand ebenfalls fest. Ob diese Werke jedoch jemals veröffentlicht werden, ist unklar: Ein Erbstreit verhindert bislang die Fortsetzung dieses Welterfolgs.

Mit Spannung haben wir auf den Film gewartet - und das hat sich gelohnt: "Verblendung" ist ein düsterer Kinothriller mit perfekt ausgewählten Schauspielern (Noomi Rapace ist die schwedische Entdeckung!), gruseligen Kulissen, einem spannenden Plot und einer Gratwanderung am Abgrund der schwedischen Gesellschaft. Absolut sehenswert! 2010 kommen "Verdammnis" und "Vergebung" in unsere Kinos.

Für Freunde von: den "Wallander"-Verfilmungen und "Schatten der Wahrheit"

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