Im Kino: "Mein halbes Leben"

Neu im Kino: "Mein halbes Leben" - ein authentischer Dokumentarfilm über die Tücken des Dreißigwerdens und die Sorgen einer ganzen Generation -

Regisseur Marko Doringer mit Helmkamera

"Wenn man es heute mit 30 nicht geschafft hat, ist alles vorbei"

Regisseur Marko Doringer unternimmt mit der von ihm selbst geführten Kamera eine Reise zurück zu seiner Familie und alten Jugendfreunden. Anlass: Sein dreißigster Geburtstag und das stechende Gefühl, in seinem Leben noch nichts Wichtiges erreicht zu haben. Sein Studium hat er abgebrochen, sein Körper zeigt die ersten Verfallserscheinungen, einen Backenzahn hat er auch schon verloren. Zu allem Überdruss kommt noch hinzu, dass er keine Freundin hat und von der Lebensversicherung lebt, die sein Vater für ihn abgeschlossen hat. Ist mit der magischen Zahl Dreißig das Leben vorbei?

Im Kino: "Mein halbes Leben"

Ist mit 30 das Leben vorbei?

Marko besucht alte Freunde, um herauszufinden, ob sie sich mit ähnlichen Existenz- und Sinnfragen beschäftigen und ihren Weg schon gefunden haben. Sportjournalist Martin kündigt seinen Job, um sich in Südafrika noch einmal selbst auszuprobieren, die erfolgreiche Modedesignerin Katha kommt vor Fertigstellung ihrer Kollektion eine Schwangerschaft dazwischen und Tom muss aufgrund einer Managerposition mit Top-Gehalt eine Fernbeziehung in Kauf nehmen. Dazwischen lässt Doringer immer die Eltern zu Wort kommen und von ihren Erfahrungen als Dreißigjährige erzählen, wodurch der Unterschied zwischen den Generationen damals und heute noch verstärkt wird.

Auf der nächsten Seite: Das wahre Leben

"Mein halbes Leben": Filmkritik

"Mein halbes Leben" ist ein sehr authentischer Dokumentarfilm: Die Eltern und Freunde von Marko Dohringer zeigen den Zuschauern ein Stück ihres Lebens und lassen sie an ihren Sorgen, Ängsten, Zukunftsgedanken und Wünschen teilhaben. Zwar stellt der Film das Leben von Martin, Katha, Tom und Marko selbst in den Mittelpunkt, ist aber gleichzeitig ein Porträt der ganzen Generation "30 +". Ein echter und unverfälschter Film, der beweist, dass das echte Leben manchmal eben doch interessanter ist als irgendeine fiktive Hollywoodgeschichte. Reingehen!

Text Anja Rohwer
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Lieblingsartikel direkt in dein Postfach

Melde dich jetzt kostenlos an!