Im Kino: Harry Potter und der Halbblutprinz

Was lange währt, wird endlich gut: "Harry Potter und der Halbblutprinz" ist in den Kinos angelaufen. Nach den großartigen letzten Verfilmungen sind die Erwartungen sehr hoch - und bekommen einen leichten Dämpfer.

Harry (Daniel Radcliffe) verliebt sich in Ginny (Bonny Wright)

Im Kino: Harry Potter und der Halbblutprinz

Inhalt

Und weiter geht es für die Zauberschüler Harry (Daniel Radcliffe), Hermine (Emma Watson) und Ron (Rupert Grint) im Kampf gegen den dunklen Lord. In der sechsten Folge der Harry-Potter-Kino-Serie "Harry Potter und der Halbblutprinz" spitzt sich der Kampf zwischen Gut und Böse langsam zu. Voldemorts Anhänger terrorisieren jetzt auch die Muggel-Welt: Menschen verschwinden unter mysteriösen Umständen, rätselhafte Katastrophen ereignen, sich und selbst das Zaubereiministerium scheint dagegen machtlos zu sein.

Auch in Hogwarts werden Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Mit Abwehrzaubern und strengen Sicherheitskontrollen verwandelt sich die Burg zu einem magischen Hochsicherheitstrakt. Aber ob das den Schwarzen Lord fernhalten wird? Harry hat da so seine Zweifel. Und wirklich, bald ereignen sich mysteriöse Unglücke im Schloss.

Ron (Rupert Grint) und Harry (Daniel Radcliffe) beschatten Malfoy

Trotz der allgegenwärtigen Bedrohung durch Voldemort und seine Anhänger, bleibt während des Schulalltags noch genügend Platz, um die Teenager-Hormone ins Liebes-Chaos zu stürzen. Harry entdeckt, dass Ginny Weasley (Bonnie Wright) nicht nur Rons Schwester, sondern auch ziemlich attraktiv ist, und Ron knutscht die meiste Zeit des Tages mit Lavender Brown (Jessie Cave) herum, was wiederum Hermine alles andere als erfreulich findet.

Doch Harry hat noch andere Sorgen. Für ihn beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Während des Einzelunterrichts bereitet Professor Dumbledore (Michael Gambon) ihn auf den Kampf mit Lord Voldemort vor. Unterstützung bekommen sie dabei von Professor Horace Slughorn (Jim Broadbent), der nach seiner Pensionierung vor einigen Jahren auf Wunsch von Dumbledore nun an seine alte Schule zurückgekehrt ist und Harry schnell ins Herz schließt.

Am Ende wird Slughorns Wissen noch zu einem wichtigen Mosaiksteinchen, um Voldemort vor der Entscheidungsschlacht zu schwächen. Doch einer der Helden wird den Ausgang der Schlacht nicht mehr miterleben...

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Harry (Daniel Radcliffe) bereitet sich auf den Kampf gegen Voldemort vor

Hintergründe zum Film

Mit "Harry Potter und der Halbblutprinz" kommt nun der sechste Teil der Potter-Kino-Serie nach J.K. Rowlings Romanvorlage ins Kino. Klar, dass technischer Hokuspokus hier nicht fehlen darf: Während der Quidditch-Szenen hingen die Schauspieler an einer aus Draht gefertigten Matrix-Aufhängung in einem Flugsimulator. So konnten sie problemlos in jede Richtung durch die Luft gewirbelt werden. Außerdem setzte Yates einen an eine bewegliche Stange montierten Besen und eine gigantische russische Schaukel ein, mit der die Darsteller in die Luft katapultiert wurden.

Regisseur David Yates gibt Oliver Phelps und James Phelps Regieanweisungen

Jungschauspieler Rupert Grint durfte in seiner Rolle als Ron Weasley in "Harry und der Halbblutprinz" das erste Mal aufs Quiddich-Feld. Als Hüter der Gryffindors bewacht er in gewohnt tapsiger Manier das Tor seiner Mannschaft. Um Rons Tollpatschigkeit möglichst glaubhaft einzufangen, erhielt Rupert für den Dreh eine spezielle Vorbereitung: nämlich gar keine! Er durfte erst auf die Drehplattform, als die Kamera bereits lief. Regisseur Stephan Woolfenden dazu: "Wir drehten also aus verschiedenen Blickwinkeln, während wir 20 Quaffel auf ihn abfeuerten. Seine spontane Reaktion auf die Bälle, die von allen Seiten gleichzeitig auf ihn zuflogen, wirkt sehr komisch, und weil er dabei improvisieren musste, glaubten wir ihm sofort, dass er die Situation überhaupt nicht unter Kontrolle hat."

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Professor Dumbledor (Michael Gambon) zeigt Harry (Daniel Radcliffe) im Denkarium Voldemorts Vergangenheit

Filmkritik

Eigentlich sollte der Film "Harry Potter und der Halbblutprinz" schon im vergangenen November Premiere feiern, doch Warner Bros. verschob den Termin aus wirtschaftlichen Gründen in den Juli. Nun hat er es endlich in die Kinos geschafft, kommt aber an seine Vorgänger nicht wirklich heran.

Die Welt der Magier und Zauberschüler wurde durch die letzten Verfilmungen so vertraut, dass ein Stück der ursprünglichen Faszination in der sechsten Verfilmung auf der Strecke bleiben musste. Dennoch sind die Filmsets nach wie vor phantastisch und liebevoll bis ins kleinste Detail durchdacht.

Gehört Professor Severus Snape (Alan Rickman) zu Voldemorts Anhängern?

In der sechsten Verfilmung der Potter-Abenteuer herrscht eine bedrückende Stimmung. Die Helden werden erwachsen und angesichts der tödlichen Bedrohung stirbt mit ihren kindlichen Illusionen auch ein Stück Unbeschwertheit.

Richtige Spannung kommt nicht auf, denn die Erzählsprünge zwischen der Suche nach Voldemorts Vergangenheit und den ersten Liebeseerfahrungen der Teenager bremsen das Tempo des Films ein wenig aus.

Fazit: Trotz kleiner Mängel bleibt Harry Potter aber für Fans ein absolutes Pflichtprogramm!

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