Im Kino: Krabat

Decke übern Kopf, Taschenlampe an: Jetzt kommt Krabat zurück! Regisseur Marc Kreuzpainter bringt Otfried Preußlers berühmte Erzählung auf die Kinoleinwand. Das können wir uns nicht entgehen lassen

Die sagenumwobene Mühle im Koselbruch

Krabat folgt der myteriösen Stimme

Düster breitet sich der Himmel über den Heiligen Drei Königen aus, und kein Stern leuchtet ihnen den Weg. Krabat (David Kross) und seine zwei Wegbegleiter ziehen durch den knietiefen Schnee, um im nächsten Dorf etwas Essbares zu erbetteln. Ihre Verkleidung soll ihnen dabei helfen.

Als sie in der Nacht ihr Lager aufschlagen, vernimmt der träumende Krabat eine Stimme, die ihn zur alten Mühle am Koselbruch ruft. Dort soll er sein Handwerk lernen. Sein Meister jedoch ist kein gewöhnlicher Müller, sondern ein mächtiger Zauberer, der die schwarze Kunst beherrscht. Als Krabat diesem die Hand reicht und so den Pakt besiegelt, scheint sein Leben eine glückliche Wendung zu nehmen: Er hat immer genug zu essen, einen Schlafplatz und neue Kleidung.

Das Geheimnis des seltsamen Kutschers

Daniel Brühl spielt Tonda, den besten Freund Krabats

Sein Freund Tonda (Daniel Brühl) ist ihm ein stets loyaler Begleiter. Durch seine Hilfe bleibt der neugierige Krabat in jener Neumondnacht, als ein unheimliches Gefährt mit einem vermummten Kutscher auf den Hof fährt, unbemerkt. Und macht so eine schreckliche Entdeckung: Die Kutsche hat Säcke voller Knochen und Schädel geladen, die die anderen Lehrlinge nach und nach im großen Mühlrad zu Mehl zermahlen müssen.

Krabats Schonfrist ist bald vorbei. Seine Aufnahme in den Bund der "geheimen Bruderschaft" bedeutet ihm alles - endlich hat er seinen Platz im Leben gefunden. Sein Meister unterrichtet ihn fortan in den Künsten der Schwarzen Magie und bald schwingt sich Krabat gemeinsam mit den anderen als Rabe in die Luft.

Auf der nächsten Seite: Der Pakt des Müllers mit dem Tod

Wird Krabat den Fängen des bösen Meisters entkommen können?

Der Pakt mit dem Tod

Dass er dem Tod viel näher als dem Leben ist, soll er jedoch schnell lernen. Sein Meister hat einen Pakt mit dem Tod geschlossen: Damit der Müller Jahr für Jahr auf dem Hof und am Leben bleiben darf, muss er dem Gevatter in jeder Silvesternacht einen seiner Lehrlinge opfern. Diesmal trifft es Tonda, der eine schwere Sünde begangen hat: Er liebt ein Mädchen und stellt somit die treue Ergebenheit seinem Meister gegenüber in Frage. Tonda und seine Worschula (Anna Thalbach) müssen ihre Liebe mit dem Tod bezahlen.

Krabat findet seine große Liebe - und mit ihr auch den Tod?

Und auch Krabat droht seine heimliche Liebe zu dem Dorfmädchen Kantorka (Paula Kalenberg) zum Verhängnis zu werden, denn sein Meister wird es nie dulden, dass sich einer seiner Lehrlinge von ihm lossagt. Wird die Liebe am Ende siegen? Oder wird ihm das "Joch der geheimen Bruderschaft", unter das sich alle in jeder Osternacht beugen müssen, das Genick brechen?

Lest auf der nächsten Seite, ob dem Regisseur die Verfilmung des Klassikers gelungen ist

In der Osternacht erzählt Tonda seinem Freund Krabat ein folgenreiches Geheimnis

Die Verfilmung eines Kinderbuchklassikers - kann das gelingen?

Regisseur und Drehbuchautor Marco Kreuzpainter ist gelungen, was selten gelingen will: Er bringt einen Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur mit großem Gespür für Figuren und Themen auf die Kinoleinwand. Die eindrucksvollen Bilder lassen uns tief in den Film eintauchen. Und plötzlich fühlen wir uns wieder wie damals, als wir mit wildem Herzklopfen unter der Federdecke überm Kopf Krabat lasen und davon träumten, als Rabe über die Felder zu fliegen. Wer Otfried Preußlers Büchern liebt, sollte Marco Kreuzpainters Film nicht verpassen.

Bilder 20th Century Fox Germany
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