Im Kino: The Women

Meg Ryan als verlassene Ehefrau, die von ihren Freundinnen zur Rache angestiftet wird -

The Women: Mary (Meg Ryan) und Sylvie (Annette Bening) auf Shoppingtour

The Women: Der Film

Eigentlich hat Modedesignerin Mary (gespielt von Meg Ryan) alles, was sie sich gewünscht hat: einen schwerreichen Wall-Street-Broker als Ehemann, ein riesiges Haus vor den Toren New Yorks samt Haushälterin und Au-Pair-Mädchen, eine entzückende Tochter und drei beste Freundinnen. Doch eines Tages gerät ihr wohlgeplantes Leben aus den Fugen: Nicht nur dass ihr Vater sie als Designerin seines Modehauses feuert, durch ihre Kosmetikerin erfährt sie auch noch von der Affäre ihres Mannes mit der bildschönen Parfümverkäuferin Crystal (Eva Mendes). Mary reicht kurzerhand die Scheidung ein und versinkt in Selbstmitleid.

Im Kino: The Women

The Women: Crystal (Eva Mendes) ist keine leichte Rivalin.

Doch wozu hat man beste Freundinnen und eine Mutter? Die luxusverwöhnte Chefredakteurin Sylvie (Annette Bening), die auf Frauen stehende Autorin Alex (Jada Pinkett Smith), die ständig schwangere Edie (Debra Messing) und Mutter Catherine (Candice Bergen) wollen Mary helfen und sinnen auf Rache. Schließlich ist es die exzentrische Agentin Leah (Bette Midler), die Mary in einem Yoga-Camp die Augen für die wirklich wichtigen Dinge öffnet. Und tatsächlich beginnt Mary, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen: Sie fotografiert wieder, entwirft ihre eigene Modelinie und wird langsam wieder richtig glücklich - und damit umso interessanter für ihren Ex-Mann...

The Women: Viele Klischees und noch mehr Kitsch

The Women: leider zu viel Kitsch und zu wenig Biss

Der Titel lässt es erahnen: Frauen spielen in "The Women" die absoluten Hauptrollen. Mehr noch: Im ganzen Film kommt kein einziger Mann vor. Für das Remake des Hollywoodklassikers von 1939 verpflichtete Regisseurin Diane English das Who is Who der US-amerikanischen Schauspielerinnen-Avantgarde: Meg Ryan, Annette Bening, Jada Pinkett Smith, Debra Messing, Candice Bergen und Bette Middler.

Klingt vielversprechend. Dennoch kann der Film den guten Ansatz trotz einer erfrischenden Meg Ryan leider nicht einhalten. Zu viel Kitsch und Klischee überlagern die Szenen und die plüschige Laura-Ashley-Atmosphäre erstickt satirische Anflüge im Keim. Und am Ende steht die wenig überraschende Erkenntnis, dass wahre Freundschaft viel wichtiger ist als Geld und Macht. Einzig Candice Bergen (bekannt aus "Sex and The City" und "Sweet Home Alabama") und Bette Midler sind wie immer großartig.

Fazit: Lieber die alten Staffeln von "Sex and the City" und "Desperate Housewives" anschauen und sich über wirklich witzige und messerscharfe Dialoge amüsieren - das bringt eindeutig mehr Spaß.

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