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Die Vorahnung

Stell dir vor, du wachst auf und nichts ist mehr so, wie es einmal war. Als Linda eines Morgens die Nachricht erhält, dass ihr Mann tot ist, bricht für sie ihre heile Welt zusammen. Doch das ist erst der Anfang eines nicht enden wollenden Alptraums

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Linda Hanson (Sandra Bullock) führt mit ihrem Mann Jim (Julian McMahon) und ihren zwei Töchtern Megan (Shyann McClure) und Bridgette (Courtney Taylor Burness) ein sorgenfreies Familienleben. Die Idylle wird jedoch zerstört, als ihr eines Morgens die Polizei mitteilt, dass ihr Ehemann bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Als sie am nächsten Tag aufwacht, folgt der nächste Schock: Ihr Mann steht quicklebendig in der Küche. War etwa alles nur ein Alptraum? Etwas beunruhigt geht sie wieder ihrer Arbeit als Hausfrau und Mutter nach, doch schon am nächsten Tag erwacht sie erneut in einer anderen Realität: Im Wohnzimmer wartet diesmal nicht ihr Ehemann auf sie, sondern die Trauergesellschaft für dessen Beerdigung.

Tot oder nicht tot?

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Von nun an befindet sich Linda jeden Tag in einer anderen Realität. An einem Tag wacht sie vor Jims (voraussichtlichem) Unfall auf und am nächsten Tag ist er bereits tot. Allerdings nimmt nur Linda diese Realitätswechsel wahr. Ihr Umfeld hält sie für komplett verrückt und gibt sie sogar in psychiatrische Behandlung. Obwohl Linda im Laufe der Zeit merkt, dass ihr Mann nicht so perfekt ist, wie sie dachte, will sie alles tun, um ihre Beziehung zu kitten und den Unfall zu verhindern. Als sie schließlich am Tag des Unfalls aufwacht, geht das Schicksal jedoch seinen eigenen Weg...

Verwirrende Zeitreise ohne Höhepunkt

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"Die Vorahnung" ist eine ziemlich chaotische Zeitreise, bei der der Zuschauer am Ende verwirrt in seinem Kinosessel zurückbleibt. Obwohl Hollywood mit dem deutschen Lautlos-Regisseur Mennan Yapo einen guten Fang gemacht hat, funktioniert die Story in Kombination mit den Darstellern nicht: zu unlogisch sind die Zeitsprünge und zu träge ist die Geschichte. Schade, denn die Idee dahinter ist eigentlich nicht schlecht, die Spannung bleibt jedoch trotz einiger dramatischer Momente leider auf der Strecke. Anstatt dessen bekommt man am Ende eine extra Portion amerikanische Moral mit auf den Heimweg. Allein Yapos gute Inszenierung und eine gewohnt solide Sandra Bullock halten die Story am Leben.

Fazit: Mennan Yapos Hollywood-Debüt "Die Vorahnung" ist ein schwieriges Puzzle, das es zu lösen gilt - worauf allerdings nicht jeder Lust hat. Wer es mit Logik versucht, wird am Ende nur enttäuscht. Sandra Bullock-Fans dagegen werden wieder ihre wahre Freude haben.

Bilder Kinowelt Filmverleih GmbH

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