Kino im April

Auch im April stellen wir euch die besten neuen Kinofilme vor. Diesen Monat dabei: "Zu scharf um wahr zu sein", "Sin Nombre", "Friedensschlag", "Vorsicht Sehnsucht" und das "Bildnis des Dorian Gray" -

Im Kino: ZU SCHARF UM WAHR ZU SEIN

Hat das nicht jeder schon mal erlebt? Ein superheißer Typ / Ein superheißes Mädchen steht total auf mich und ich kann es einfach nicht glauben?! Ok, zugegeben, das ist noch nicht JEDEM passiert. Aber Kirk (gespielt von Jay Baruchel) muss genau das erleben. Ist wahrscheinlich nicht das schlimmste, werdet ihr jetzt denken, aber: Kirk ist ein Loser. Und das denkt nicht nur er, sondern auch seine Freunde und Familie. Die erfolgreiche Molly dagegen (gespielt von Alice Eve) ist ein unglaublich heißer Feger und hat ausgerechnet ein Auge auf Kirk geworfen.

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Er kann es nicht glauben. Keiner aus seinem Umfeld kann es glauben. Und deswegen will er beweisen, dass er eigentlich gar kein so großer Loser ist, wie alle behaupten, und die tolle Molly halten kann. Er selber denkt allerdings, dass Molly wahrscheinlich doch eine Nummer zu groß für ihn ist, denn sie ist "zu scharf um wahr zu sein".

Eine witzige und sehr unterhaltende Geschichte, wie sie auch uns passieren könnte.

Start: 29. April

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ZU SCHARF UM WAHR ZU SEIN - Der Trailer zum Film

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Im Kino: VORSICHT SEHNSUCHT

Liebe hat viele Gesichter und kann jeden plötzlich und zufällig treffen. Wie zufällig, das zeigt der französische Regisseur Alain Resnais jetzt im Film "Vorsicht Sehnsucht". In einer besonders feinen Note aus Humor und Melancholie erzählt "Vorsicht Sehnsucht" die Geschichte zweier Menschen, die ganz unerwartet aufeinander treffen.

Magaruite, steht mitten im Leben und arbeitet als Zahnärztin. Obwohl sie ihren Job gut macht, ist sie von der Arbeit gelangweilt. Stattdessen träumt die Hobbypilotin davon, das Fliegen zum Beruf zu machen. Als ihr nach einem Schuhkauf in einer Boutique die Handtasche geklaut wird, rechnet sie kaum damit ihr Portemonnaie jemals wiederzusehen.

Georges, Pensionär um die fünfzig, träumt ebenfalls vom Fliegen. Anstatt auf dem Flugplatz verbringt er seine Zeit jedoch meistens allein zu Hause. Seine Frau ist berufstätig. Die Kinder sind längst erwachsen. Georges fühlt sich einsam und überflüssig.

Er findet die rote Brieftasche schließlich auf dem Boden im Parkhaus. Er sucht nach Hinweisen auf den Besitzer und entdeckt ein Foto von Magaruite. Sofort ist er wie verzaubert von dieser Frau. Georges verzichtet darauf direkt zur Polizei zu gehen. Viel lieber möchte er selbst diese Frau anrufen und sie beruhigen. Und nicht nur das! Er möchte diese geheimnisvolle Frau unbedingt kennenlernen. Die Geldbörse löst tiefe Sehnsucht und Phantasie in ihm aus.

Er beginnt sich auszumalen, wie sie ist diese Magaruite wohl sein mag und wie sie einander begegnen könnten. Nach ihrem ersten Telefonat ist Georges enttäuscht. Magaruite ist ihm dankbar, hegt aber keinerlei Absichten ihn persönlich zu treffen. Georges fühlt sich herausgefordert und lässt sich gerne auf das Spiel mit der Unbekannten ein.

In Alains Resnais Film kann der Zuschauer die Sehnsucht spüren und ertappt sich dabei, sich mit Georges zu identifizieren. Wer würde nicht die Chance nutzen wollen eine attraktive Person ganz zufällig kennenzulernen?



"Vorsicht Sehnsucht" läuft ab dem 22.April deutschlandweit im Kino.

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VORSICHT SEHNSUCHT: Der Trailer zum Film

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Im Kino: SIN NOMBRE

Die gefährlichste Gang der Welt soll sie sein, die Mara Salvatrucha. Eine militärisch perfekt organisierte Verbrecherorganisation, die Milliarden unter anderem mit Drogen- , Menschen- und Waffenhandel scheffelt. Ein Ausstieg ist ausgeschlossen, wer einmal der Gang beitritt, für den gibt es kein Zurück. Regisseur Cary Joji Fukunaga nimmt die Mara Salvatrucha als Aufhänger für seinen Film "Sin Nombre" um mit leisen Tönen von dem Versuch junger Leute in Zentralamerika zu erzählen, aus ihrem perspektivlosen Leben zu entfliehen.

El Casper (Edgar Flores) ist treues Mitglied der lokalen Clika der Mara Salvatrucha-Gang. Mit dem Tod seiner Freundin, verursacht vom Anführer der Gang, Lil’ Mago (Tenoch Huerta Mejía), beginnt aber eine Wandlung in El Casper zu reifen, die mit der Rettung des honduranischen Flüchtlingsmädchens Sayra (Paulina Gaitan) vor einer Vergewaltigung Lil’Magos seinen Höhepunkt erreicht: Er tötet seinen Gang-Chef und wird dadurch zum Verräter. Geächtet und zum Abschuss freigegeben, muss er nun versuchen, der Rache zu entgehen. El Caspar schließt sich Sayra an, um mit ihr die gefährliche Reise nach Norden in die USA zu wagen. Doch die Mara lässt ihn nicht so einfach ziehen – er hat den Codex gebrochen und muss dafür bestraft werden. Ausgerechnet El Smiley (Kristyan Ferrer), ein Junge, den El Casper selbst in die Clika eingeführt hat, wird zu seinem erbitterten Gegenspieler. Ohne Illusionen über sein Schicksal, versucht El Casper wenigstens Sayra zu retten und über die Grenze zu bringen.

Spätestens seit dem Film "City of God" wissen auch die Kinogänger hierzulande, wie es um die Gewalt und Kriminalität in südamerikanischen Städten bestellt ist. Auch Cary Joji Fukunaga führt sie dem Zuschauer anhand dieses Roadmovies vor Augen, aber er schlägt deutlich leisere Töne als die Vorgänger-Filme an. Mit all seiner Gewalt und Brutalität ist "Sin Nombre" ein realistischer und authentischer Film, der auf eindringliche Weise das Schicksal zweier Menschen zeigt, die die Hoffnung auf ein besseres Leben noch nicht aufgegeben haben.

Start: 29. April

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SIN NOMBRE - Der Trailer zum Film

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Im Kino: FRIEDENSSCHLAG

Mit dem Dokumentarfilm "Friedensschlag" unternimmt Gerado Milsztein den Versuch den Weg Jugendlicher zurück ins Leben dazustellen.

Eftal, Marco, Josef, Denis und Juan. Fünf völlig unterschiedliche Jugendliche, die plötzlich alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: Sie wollen nicht ins Gefängnis. Marcos Mutter ist an einer Überdosis Heroin gestorben, als er noch ein Kind war, Josef hat die Schule mit fünfzehn abgebrochen und schaut in eine ungewisse Zukunft und auch Eftal steht kurz davor, endgültig in die Kriminalität abzurutschen. Das Programm "Work and Box" ist für alle die letzte Chance den Weg ins normale Leben zu finden und sich selbst zu rehabilitieren.

Schon die ersten Tage gehen den Jugendlichen an die Substanz: Manche rasten aus, andere wollen das Projekt verlassen und wieder andere haben Angst, sich plötzlich ihren eigenen Ängsten stellen zu müssen.

Die Aufnahmen gewähren Einblick in eine Welt, die zum Nachdenken anregt. Es zeigt den Kampf fünf junger Menschen, denen nichts mehr im Wege zu stehen scheint, als sie selbst. Besonders bemerkenswert ist die Arbeit der Projektleiter Rupert Voss und Werner Makella, die mit unerschöpflicher Geduld und täglichem Mut bereit sind mit diesen Jugendlichen zu arbeiten.

Die Entstehung des Projektes ist durchaus bemerkenswert: Die Arbeit innerhalb des Projektes war schwierig genug, die ständigen Dreharbeiten machten es den Jugendlichen nicht einfacher. Das Ergebnis ist ein ungewöhnlicher Dokumentarfilm, der stets ganz nah an seinen Hauptfiguren bleibt.

Dennoch dürfte der Film nicht nur auf Verständnis stoßen: "Friedensschlag" konfrontiert mit Fragen, für die es keine Einfachen Antworten gibt. Der Film rückt gewalttätige Jugendliche auf der Suche nach einem besseren Leben in den Fokus - ihre Opfer allerdings kommen nicht zu Wort.

Egal ob Verständnis, Trauer oder Wut. Friedensschlag regt zu Diskussionen an.

Zu sehen ist "Friedensschlag" ab dem 15. April um Kino!

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FRIEDENSSCHLAG - Der Trailer zum Film

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Im Kino: DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY

Der Literatur-Klassiker von Oscar Wilde wird in dieser Verfilmung zum effektvollen Horrorfilm.

London, Ende des 19. Jahrhunderts: Der unbedarfte Dorian Gray (Ben Barnes) kommt vom Land in die Großstadt und fällt der dortigen Gesellschaft durch sein außerordentlich attraktives Aussehen auf. Vor allem der homosexuelle Maler Basil Hallward (Ben Chaplin) ist fasziniert und fängt Dorians einmalige Ausstrahlung in einem Portrait ein. Aus Angst vor seinem Verfall wünscht sich Dorian, dass von nun an das Bild altern möge, er selbst aber seine jugendliche Schönheit bewahrt.

Auch der undurchschaubare Lord Henry Wotton (Colin Firth) zeigt Interesse am naiven Dorian: Er nimmt ihn unter seine Fittiche und führt ihn in das lasterhafte Leben als skrupelloser Dandy ein. Immer mehr verfällt Dorian seinem neuen, sündhaften Leben und entwickelt sich zunehmend vom freundlichen Landei zum skrupellosen Ekel. Und auch sein Wunsch nach ewiger Jugend soll sich erfüllen...

Schön für alle Colin-Firth-Fans: In "Dorian Gray" trägt Colin als versnobter Lord Henry Wotton endlich wieder Gehrock und Zylinder, das Outfit das ihn am besten kleidet. Die High Society ist sein Revier, er predigt mit viel Ironie die Lust an der Lasterhaftigkeit. Auch eine schönere Unschuldsmiene als Ben Barnes ist derzeit wohl nicht zu finden, und die verkommene Seele dahinter spielt er mit jeder Haarspitze.

Oscar-Wilde-Liebhaber aufgepasst: Dies ist Kein Film für Fans der leichten Gesellschaftskomödie, sondern ein angenehm altmodischer Gruselfilm mit Gänsehaut-Garantie!

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Trailer: Das Bildnis des Dorian Gray

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