TV-Tipp: Auf der Suche nach hässlichen Models

Charaktertypen statt Modelmaße: Die Agentur "Misfit Models" vermittelt Modelle jenseits des Mainstreams. Eine arte-Dokumentation blickt hinter die Kulissen.

Eine Modelkarriere mit schiefen Zähnen, hängendem Bauch oder Verbrennungen am Körper? Eigentlich undenkbar. Doch genau solche Typen sucht Del Keens für seine Agenur "Misfit Models". Der Brite selbst erlangte in den 90ern kurzfristig Ruhm: Sein markantes Gesicht, das alles andere als den gängigen Schönheitsidealen entspricht, verhalf Modemarken wie Calvin oder Levis zu einem schrilleren Image.

Seine Karriere hielt jedoch nicht lange an: Mittlerweile lebt Del Keens als Sozialhilfeempfänger in Berlin und schlägt sich mit vereinzelten Modeljobs durch. Vor kurzem hat er eine eigene Agentur für "hässliche Models" gegründet, weil er davon überzeugt ist, dass es einen Markt für echte, "unperfekte" Menschen ab von der Norm gibt. Vorführen will er seine Models aber keinesfalls: "'Misfits' ist eine höflichere Art, um Leute zu beschreiben, die nicht in die allgemeine Gesellschaft passen. Das ist keine Freakshow. Absolut nicht! Meine Models sind keine Freaks, sie sind Individualisten. Genau wie ich."

Aber gibt es wirklich einen Wandel hin zum Unperfekten? Oder untermauern die Charaktertypen nur den Konrast des vorherrschenden Schönheitsideals? Diesen Fragen geht die Dokumentation "Schön kann jeder!" nach, die am am 29. August um 22.45 Uhr erstmalig auf arte gezeigt wird. Sie wirft einen Blick hinter die Kulissen von "Misfit Models" und stellt Del Keens und seine potentiellen "Models to be" vor.

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