Unzufrieden mit Verfilmung: Jetzt schreibt die "Shades"-Autorin selbst das Script

Eine "Shades of Grey"-Fortsetzung ist nach dem Kinoerfolg schon in Arbeit - und das Drehbuch kommt dieses Mal von Autorin E.L. James.

Klar, "Shades of Grey" bekommt natürlich eine Fortsetzung. Immerhin hatte allein der Vorverkauf der Bestseller-Verfilmung schon satte 60 Millionen Dollar in die Studiokassen gespült. Seit Filmstart sind die Besucherzahlen so hoch, dass Insider schon darüber spekulieren, ob die "Fifty Shades" vielleicht sogar "Avatar" als erfolgreichsten Film aller Zeiten ablösen könnten.

Eigentlich also ein Grund zur Freude für alle Beteiligten - aber E.L. James, Autorin der Romanvorlage, ist trotzdem schlecht gelaunt: Der Film mag viel Geld einspielen, die "Shades of Grey"-Filmkritiken sind aber alles andere als berauschend. Trotz hoher Besucherzahlen gibt es kaum einen Zuschauer, der hinterher begeistert aus dem Kino läuft; "Eh, war ganz okay" ist noch das höchste Lob, das die Bestseller-Verfilmung erntet.

Für James gibt es dafür auch eine klare Erklärung: Regisseurin Sam Taylor-Johnson und Drehbuchautorin Kelly Marcel haben sich einfach zu viele Freiheiten in der Verfilmung rausgenommen. Und wenn bei "Fifty Shades" was rausgenommen wird, dann Tampons, keine Freiheiten, basta!

In einem Paradebeispiel von lustvoller Dominanz wird das Buch-Regie-Team daher kurzfristig von E.L. James ausgewechselt, egal wieviel Geld die beiden dem Studio mit der Verfilmung einbracht haben. Wer bei Teil zwei die Regie übernehmen wird ist noch unklar, aber für das Drehbuch hat E.L. James schon eine Wunschkandidatin: Sich selbst. Wenn die "Shades of Grey"-Fortsetzung "Gefährliche Liebe" ins Kino kommt, werden daher voraussichtlich alle Eigenheiten der Romanvorlage intakt bleiben (sprich: Anastasia Steele wird beim Sex hin und wieder ihre "innere Göttin" beschwören und "Argh!" rufen - Hauptdarstellerin Dakota Johnson sollte das aber überzeugend hinbekommen).

Leider verschiebt sich durch diesen Konflikt hinter den Kulissen auch der Filmstart, wir müssen voraussichtlich noch ein Jahr länger als geplant auf den zweiten Teil der Trilogie warten. Das ist einerseits schade, andererseits sind "Belohnungsaufschub" und "verzögerte Befriedigung" auch Standards im Spielzimmer von Christian Grey - vielleicht will uns Ms. James diese Erlebnisse auch einfach mal ganz direkt vermitteln. Mr Grey will see you...in two years.

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