Abbitte

Joe Wright (Regie) + Keira Knightley (Hauptrolle) = große Literaturverfilmung. Bei der Leinwandadaption von Jane Austens "Stolz und Vorurteil" (2005) ging diese Rechnung auf. Kein Zufallstreffer, wie Wright und Knightley jetzt mit der Verfilmung von Ian McEwans Roman "Abbitte" beweisen.

Keira Knightley und James McAvoy in "Abbitte"

England, 1935, ein schwül-heißer Sommertag auf dem feudalen Anwesen der Familie Tallis: Die 13-jährige Briony (Saoirse Ronan), ein Mädchen mit lebhafter Fantasie und Schreibtalent, beobachtet einen Flirt zwischen ihrer älteren Schwester Cecilia (Keira Knightley) und Robbie (James McAvoy), dem Sohn der Haushälterin. Am Abend erwischt Briony die beiden gar in flagranti in der Bibliothek. Eifersüchtig, weil sie selbst für Robbie schwärmt, und irritiert durch das freizügige Verhalten ihrer Schwester, lässt sich Briony zu einer folgenschweren Aussage hinreißen: Sie beschuldigt Robbie eines Verbrechens, das er nicht begangen hat - und verändert damit für immer das Leben aller Beteiligten ...

Joe Wrights Adaption von "Abbitte" bleibt nah an der prominenten Buchvorlage, viele Dialoge sind wortwörtlich aus dem Roman übernommen. So trifft der Film genau den Ton von Ian McEwans Drama um die Abgründe der menschlichen Seele und die Macht von Leidenschaft und Fantasie. Und Keira Knightley? Die darf in "Abbitte" endlich mal eine erwachsene Frau spielen - und beweisen, dass sie diese Rolle sehr gut ausfüllen kann. Bis in die kleinsten Nebenrollen hervorragend besetzt, ist "Abbitte" ein Film von großer emotionaler und visueller Kraft. Nur beim Soundtrack hätte Filmmusikkomponist Dario Marianelli gern auf ein paar leisere Töne setzen dürfen.

Katharina Wantoch Fotos und Trailer: image.net

Wer hier schreibt:

Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Lieblingsartikel direkt in dein Postfach

Melde dich jetzt kostenlos an!