Anke Engelke - der "Ladykracher"

Endlich kehrt unser Comedy-Spaß am Freitagabend zurück. Nach fünf Jahren ist Deutschlands wandlungsfähigste Komödiantin wieder da. Am 7. November startet Anke Engelke ihre vierte "Ladykracher"-Staffel - mit elf neuen Folgen (22.15 Uhr, Sat 1).

Anke Engelke als wandlungsfähiger "Ladykracher"

Anke Engelke spricht uns aus der Seele, wenn sie im Stand-up vor den Sketchen der neuen, vierten Staffel sagt: "Sie fragen sich zu Recht - wo war Anke Engelke denn die letzten fünf Jahre?"

Die mehrfach preisgekrönte Komödiantin hat zum Beispiel ihre Rolle als böser Hausdrache im Spielfilm "Lippels Traum" abgedreht. Sie hat Marge Simpson im Kino synchronisiert und im Kinderprogramm der ARD Lach- und Sachgeschichten präsentiert. Und "unsere Anke" hat, so erklärt sie ihrem Publikum zum Auftakt der ersten Folge, zumindest drei Minuten der letzten fünf Jahre damit verbracht, schwanger zu werden.

"Wenn ich in dem einen oder anderen Sketch, den sie gleich sehen, so ein bisschen präsenter bin, dann liegt es daran, dass ich guter Hoffnung bin. Oder wie man mir auf der Straße liebevoll hinterher ruft: Ey, die Anke hat einen Braten in der Röhre." So gewohnt salopp und ehrlich hört sich Anke Engelke an, wenn sie die durch die Klatschpresse schwirrenden Gerüchte über ihre Schwangerschaft bestätigt.

Bis auf den "Braten in der Röhre" hat sich bei Anke Engelke und ihren "Ladykrachern" zum Glück nichts verändert. Wie schon in den letzten drei Staffeln reißt die Comedy-Lady in den ersten 90 Sekunden gekonnt Witze für ihr Publikum, ohne dabei auch nur ansatzweise ihre Furcht vor Stand-Ups zu offenbaren. Und auch in den Sketchen ist "die Anke" so, wie sie immer war: bierernst und bitterkomisch. Sie nimmt sich Zeit, ihre Pointen auszuspielen und sagt das, was man häufig nicht einmal zu denken wagt.

Als piekfeine, exzentrische Millionärsgattin Frau von Hassköter lässt die "Frau mit den 250 Gesichtern" zwei dröge Polizeibeamten ihre Toilette putzen, in Gestalt einer hysterischen Hundetrainerin traktiert sie überfürsorgliche Haustierbesitzer, mit einem "Pimmel im Gesicht" verunsichert sie einen Verkehrsbeamten.

Gewohnt wandelbar spielt Anke Engelke in den "Casting-Bits" die uns altbekannte Öko-Ruth mit den langen geflochtenen Zöpfen, die ihr "a" noch immer so wie keine andere dehnen kann. Und sie führt neue Kunstfiguren ein. Als russische Millionärsgattin "Ludmilla" versteht sie nicht, warum heute jeder über die Klimakatastrophe spricht, obwohl es doch Solarien gibt. Als Promiluder "Onka", die sich mit dickem Bäuchlein, marodem Gebiss und unförmigem Atombusen für den Playboy auszieht, erklärt sie, dass man mit "Retusche" nicht nur kleine Fältchen und Pigmentflecken, sondern auch dicke Warzen, Gürtelrose und wundgelegene Stellen wegzaubern kann.

Unterstützt wird die Comedy-Lady von den bekannten "Ladykracher"-Gesichtern Bettina Lamprecht, Matthias Matschke und Kai Lentrodt. Neue Kracher werden in dieser Staffel Charly Hübner, Friederike Kempter, Lena Dörrie, Holger Stockhaus und Daniel Wiemer sein. Sie alle parodieren Szenen aus unserem Alltag: häufig skurril, manchmal tragisch und fast immer zum Heulen komisch.

Am Ende des ersten Ladykracher-Aktes bleibt deshalb nur noch eines zu sagen: Danke, Anke, dass Du als äußerst präsenter Ladykracher endlich wieder da bist.

Sybille Warnking Fotos: Ali Kepenek/Sat.1
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