Die drei ??? - Das Geheimnis der Geisterinsel

Als Kind hat Brigitte.de-Redakteurin Katharina Wantoch ihre "Drei ???"-Kassetten rauf- und runtergehört und sogar die Cover abgemalt. Nun hat sie den ersten Film über die drei kalifornischen Detektive gesehen - und ist enttäuscht.

Sie übernehmen jeden Fall: "Die drei ???" Justus (M.), Peter (r.) und Bob

Natürlich hatte ich nicht erwartet, dass meine Begeisterung für Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews mit 33 Jahren noch genau so groß sein würde wie mit 9. Allerdings hatte ich auch nicht damit gerechnet, dass man mir auf der Leinwand drei Pimpfe präsentiert, die mit meinen Idolen aus der Kindheit so gut wie nichts zu tun haben. Justus, Peter und Bob sind in ihrem ersten Leinwandabenteuer einfach viel zu jung geraten. Für mich waren die drei Jungs damals coole 16 (und blieben das auch 30 Folgen lang), im Film sind sie (gefühlte) uncoole 11. Da hilft es auch wenig, dass sie mit vertrauten Eigenschaften ausgestattet sind: Justus (Chancellor Miller) ist der Schlaukopf mit Nervpotenzial, Peter (Nick Price) der Angsthase und Bob (Cameron Monaghan) das wandelnde Lexikon. Das wahre "Drei ???"-Gefühl mag sich bei Florian Baxmeyers Kinoversion einfach nicht einstellen - trotz Schrottplatz, Wohnwagen und Papagei.

Trotzdem ist "Die drei ??? - Das Geheimnis der Geisterinsel" kein misslungener Film. Als Kinderkrimi funktioniert die Geschichte, die lose auf dem Fall "Die Geisterinsel" basiert, durchaus. Anders als in der Buchvorlage verschlägt es die drei Detektive im Film nach Südafrika. Dort machen sie auf Einladung von Peters Vater Al Urlaub. Schon bald erkunden die drei die Geisterinsel, wo Al der reichen Miss Wilbur beim Bau eines Themenparks helfen soll. Als Miss Wilbur von einem mysteriösen Ungetüm, dem Tokolosh, angegriffen wird, fällt der Verdacht sofort auf den Eingeborenen Gamba, der auf der Insel merkwürdige Rituale abhält. Gambas Tochter Chris (Naima Sebe) will seine Unschuld beweisen - und heuert dafür die Detektive an ...

Es ist schon erstaunlich, dass "Die drei ???" erst jetzt den Weg auf die Leinwand gefunden haben. Immerhin sind die ersten Bücher in den USA bereits in den 1960er Jahren erschienen. Ich als Nostalgikerin muss leider sagen: Das Warten hat sich nicht gelohnt. Ihre Kinder werden das aber vermutlich ganz anders sehen.

Katharina Wantoch Fotos: image.net

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