Das traurige Geheimnis hinter "Club der roten Bänder"

Diese neue TV-Serie hat am Montagabend Millionen begeistert: "Der Club der roten Bänder" auf Vox ist eine Krankenhausserie der besonderen Art - und hat einen sehr traurigen Hintergrund...

Was für ein furioser Auftakt: Montagabend ist auf Vox "Der Club der roten Bänder" gestartet, eine neue Serie über das Zusammenleben von jungen Patienten im Krankenhaus. Und das Publikum ist begeistert: Im Netz wird die Serie vor allem für ihre liebevolle Inszenierung und die großen Gefühle gefeiert.

Auch die Einschaltquoten waren top: 2,36 Millionen Menschen haben die erste Folge gesehen, mit 7,6 Prozent Marktanteil hat Vox damit die großen TV-Sender ProSieben und Sat1 hinter sich gelassen. Publikum und Kritiker sind gleichermaßen begeistert.

Bridget Jones bei der Geburtsvorbereitung

Darum geht's bei "Club der roten Bänder"

Sechs junge Menschen zwischen 12 und 17, schwer krank - aber nicht allein! Leo (Tim Oliver Schultz), Jonas (Damian Hardung), Toni (Ivo Kortlang), Alex (Timur Bartels), Hugo (Nick Julius Schuck) und Emma (Luise Befort) verbringen eine lange Zeit im Krankenhaus. Ein Mikrokosmos zwischen OP-Terminen und weißen Kitteln.

Doch die sechs sind voller Lebensmut - und machen gemeinsam das Beste aus ihrer Situation! Als Leo erfährt, dass eine richtige Clique immer aus sechs bestimmten Charakteren besteht, organisieren sie sich als "Der Anführer", "Der zweite Anführer", "Der Schlaue", "Der Hübsche", "Der gute Geist" und "Das Mädchen".

Zwischen Leben und Tod, Rollstuhl-Rennen und Operationen, warmherzigen Besuchen und kühler Medizin, entsteht unter den jungen Patienten eine tiefe Verbundenheit. Die ungleichen Kranken, die in ihren früheren Leben nur wenig gemeinsam hatten, legen sich als Erkennungszeichen rote OP-Armbänder an und gründen den "Club der roten Bänder". Als Team erleben sie im Krankenhaus nicht nur viele Abenteuer, sondern auch wahre Freundschaft und unglaubliche Lebensfreude.

Autor Albert Espinosa (r.) mit Darsteller Damian Hardung

Der traurige Hintergrund von "Club der roten Bänder"

Doch die TV-Serie hat einen traurigen Hintergrund: Sie basiert auf realen Tatsachen. Albert Espinosa (42) hat 2008 seinen Roman „El mundo amarillo“ (deutscher Titel: „Glücksgeheimnisse aus der gelben Welt“) veröffentlicht. Darin beschreibt Espinosa seine eigene Jugend und seinen Kampf mit dem Krebs - einen Kampf, der sich über mehr als zehn Jahre hinzog. Immer wieder verbrachte er wichtige Abschnitte seines Lebens hinter Klinikmauern, bis er schließlich geheilt war. Das verdankt Espinosa vor allen den Freunden, die er in der Klinik gefunden hat und seinem unbändigen Kampfgeist!

Im Vox-Interview sagt Espinosa: "Es ist nicht traurig zu sterben, sondern traurig, nicht intensiv zu leben!" Und auch aus seinen anderen Äußerungen kann man schließen, was für eine Kämpfernatur Espinosa ist: "Ich habe das Gefühl, dass Verluste immer Gewinne sind: Als ich mein Bein verloren habe, habe ich einen Stumpf dazugewonnen. Ich habe eine Lunge verloren und ich habe gelernt, dass man mit einer Hälfte trotzdem weiterleben kann. Meine Leber hat man mir sternförmig operiert, sodass ich mir dann immer vorgestellt habe, dass ich einen Sheriff in mir trage. Es ist die Fröhlichkeit, die aus dem entsteht, was ich erlebt habe, durch meine Freunde und die Menschen, die mir täglich begegnen."

2011 wurde sein Roman unter dem Titel "Polseres Vermelles" für das spanische Fernsehen verfilmt. Die Serie wurde zum Riesenerfolg - vor allem wegen der lebensbejahenden Stimmung und der gewaltigen Gefühle, die sie auslöst. Die Serie wurde in 13 Länder verkauft, in Deutschland sind zunächst zehn Folgen "Club der roten Bänder" geplant.

Wer die ersten Folgen verpasst hat, kann sie noch hier in der Vox-Mediathek nachschauen. Die nächsten Folgen kommen immer montags um 20.15 Uhr.

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