Oscar-Verleihung 2008: Mit Glamour, ohne große Überraschungen

Zum 80. Mal wurden in der Nacht von Sonntag auf Montag die Oscars vergeben. Rechtzeitig zum runden Geburtstag des Goldjungen war der Streik der Hollywood-Autoren beigelegt worden. Einer glamourösen Verleihung stand also nichts im Wege. Die gab es auch. Was hingegen ausblieb, waren große Überraschungen bei der Preisvergabe.

Stars auf dem roten Teppich

"No Country for Old Men" von den Coens oder Paul Thomas Andersons "There Will Be Blood"? Beide Filme waren mit jeweils acht Nominierungen ins Oscar-Rennen gegangen. Dass einer von beiden der Sieger des Abends werden würde, war also abzusehen.

Die Coen-Brüder waren die Gewinner des Abends

Am Ende hatte der schwarzhumorige, blutige Western-Thriller "No Country for Old Men" die Nase vorn: bester Film, beste Regie, bestes adaptiertes Drehbuch und Javier Bardem als bester Nebendarsteller. Für das Öl-Drama "There Will Be Blood" blieben "nur" zwei Trophäen: Daniel Day-Lewis wurde erwartungsgemäß als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Außerdem bekam Andersons Mammutwerk den Preis für die beste Kamera.

Eine Überraschung war der Oscar für die Französin Marion Cotillard. Sie bekam ihn für ihre Rolle der Édith Piaf in "La vie en rose". Gerechnet hatte man eher mit einem Sieg von Cate Blanchett oder Julie Christie. Ähnlich überrascht wie die Piaf-Darstellerin reagierte Tilda Swinton auf ihren Oscar als beste Nebendarstellerin für "Michael Clayton". Dabei war sie durchaus als Mitfavoritin gehandelt worden.

Die Oscar-Verleihung

Nachdem Deutschland im letzten Jahr mit Florian Henckel von Donnersmarcks "Das Leben der Anderen" den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewinnen konnte, durfte sich in diesem Jahr Österreich über die Trophäe freuen - für "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky.

Ein Oscar gebührt auch den mehr als 3.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei unserem Tippspiel. In drei der acht gefragten Kategorien lag die Mehrheit richtig.

Bester Film: "No Country for Old Men"

<il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/bester-film/index.html?p=4">"No Country for Old Men"</il> als bester Film? Die meisten unserer Mitspielerinnen und Mitspieler hatten einen anderen Favoriten: <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/bester-film/index.html">"Abbitte" </il> (32,1 Prozent) von Joe Wright. Nur 13,3 Prozent sahen den Coen-Film vorn.

Beste Hauptdarstellerin: Marion Cotillard

<il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/beste-hauptdarstellerin/index.html">Cate Blanchett</il> war bei unseren Leserinnen und Lesern ganz klar die Favoritin. 50,4 Prozent glaubten, dass sie als Elizabeth die Academy überzeugen würde. Mit dem Sieg von Edith-Piaf-Darstellerin <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/beste-hauptdarstellerin/index.html?p=3">Marion Cotillard</il> rechneten nur 8,5 Prozent.

Bester Hauptdarsteller: Daniel Day-Lewis

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich bei unseren Leserinnen und Lesern <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/bester-hauptdarsteller/index.html?p=3">Johnny Depp</il> als Barbier Sweeney Todd (28,1 Prozent) und <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/bester-hauptdarsteller/index.html?p=2">Daniel Day-Lewis</il> als Ölbaron (28,1 Prozent). Die Academy kürte Daniel Day-Lewis zum Sieger.

Beste Nebendarstellerin: Tilda Swinton

Wäre es nach unseren Userinnen und Usern gegangen, <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/beste-nebendarstellerin/index.html">Cate Blanchett</il> hätte zwei Oscars bekommen. Mit 32,7 Prozent sahen sie Blanchett als beste Nebendarstellerin für ihre Bob-Dylan-Performance vorn. Mit dem Sieg von <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/beste-nebendarstellerin/index.html?p=5">Tilda Swinton</il> rechneten nur 18,5 Prozent.

Bester Nebendarsteller: Javier Bardem

Der Favorit unserer Tippgemeinschaft war <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/bester-nebendarsteller/index.html">Casey Affleck</il> (30,6 Prozent), die Academy kürte <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/bester-nebendarsteller/index.html?p=2">Javier Bardem</il> für seine Rolle in "No Country for Old Men" zum besten Nebendarsteller. Damit hatten immerhin 19,5 Prozent unserer Mitspielerinnen und Mitspieler gerechnet.

Beste Regie: Ethan und Joel Coen

Die meisten von Ihnen (30,8 Prozent) hatten <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/beste-regie/index.html?p=2">Ethan und Joel Coen</il> im Rennen um den Regie-Oscar vorn gesehen - und lagen damit goldrichtig.

Bester fremdsprachiger Film: "Die Fälscher"

Auf unser Nachbarland Österreich und seinen Beitrag <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/auslaendischer-film/index.html?p=3">"Die Fälscher"</il> hatten 31,8 Prozent unserer Mitspielerinnen und Mitspieler getippt - und dürfen sich jetzt mit Regisseur Stefan Ruzowitzky und seinem Team über den ersten Oscar für Österreich freuen.

Bester Film-Song: "Falling Slowly"

Für 41,4 Prozent unserer Leserinnen und Leser klang der Song <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/bester-song/index.html?p=3">"Falling Slowly"</il> aus "Once" am meisten nach Oscar. Für die Academy-Mitglieder auch.

Die Oscar-Gewinner in den anderen Kategorien

  • Bestes Original-Drehbuch: Diablo Cody für <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/bester-film/index.html?p=2">"Juno"</il>
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: Joel Coen & Ethan Coen für <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/bester-film/index.html?p=4">"No Country for Old Men"</il>
  • Bester Animationsfilm: <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/film/film_show/index.html?id=930">"Ratatouille"</il>
  • Beste Kamera: Robert Elswit für <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/bester-film/index.html?p=5">"There Will Be Blood"</il>
  • Bester Schnitt: Christopher Rouse für "The Bourne Ultimatum"
  • Beste Tonmischung: Scott Millan, David Parker and Kirk Francis für "The Bourne Ultimatum"
  • Bester Tonschnitt: Karen Baker Landers and Per Hallberg für "The Bourne Ultimatum"
  • Beste Filmmusik: Dario Marianelli für <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/oscar_2008/bester-film/index.html">"Abbitte"</il>
  • Beste Kostüme: Alexandra Byrne für <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/film/film_show/index.html?id=966">"Elizabeth: The Golden Age"</il>
  • Beste Maske: Didier Lavergne and Jan Archibald für "La vie en rose"
  • Beste Ausstattung: Dante Ferretti und Francesca Lo Schiavo für <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/film/film_show/index.html?id=987">"Sweeney Todd"</il>
  • Beste Spezial-Effekte: Michael Fink, Bill Westenhofer, Ben Morris und Trevor Wood für <il href="http://www.brigitte.de/kultur/kino_events/film/film_show/index.html?id=963">"Der goldene Kompass"</il>
  • Bester Dokumentarfilm: "Taxi to the Dark Side"
  • Bester Kurz-Dokumentarfilm: "Freeheld"
  • Bester Kurzfilm (animiert): "Peter & the Wolf"
  • Bester Kurzfilm (real): "Le Mozart des Pickpockets (The Mozart of Pickpockets)"
  • Ehren-Oscar für das Lebenswerk: Peter Boyle
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