Til Schweiger lobt seinen Tatort: "Als einer, der es besser weiß"

Er ist sein größter Fan: Til Schweiger schießt auf Facebook beim Lob seines eigenen "Tatorts" mal wieder übers Ziel hinaus.

Keine Frage: Die Tatort-Folge "Fegefeuer" mit Til Schweiger und Helene Fischer war eines DER TV-Events des letzten Jahres. Allerdings waren nicht alle Zuschauer von dem actionlastigen Krimi überzeugt, ebenso wenig wie viele Fernsehkritiker.

Für Schweiger ein Grund, auf Facebook mal wieder so richtig auszuteilen:

Christian Alvart- was hast du gemacht?! Ich sage , du hast ein Stueck deutsche Fernsehgeschichte geschaffen!...

Gepostet von Til Schweiger am Sonntag, 3. Januar 2016

"Ich habe mehr Ahnung als die meisten von diesen Trotteln"

"Kompromisslos, atemlos, viril": So beschreibt Schweiger seinen Tatort. (Falls ihr auch bei "viril" stutzen musstet: Damit meint Til "wahnsinnig männlich".) Gewohnt direkt teilt er aus: Dieser Tatort sei nicht weniger als ein "Stück deutsche Fernsehgeschichte" und das "bahnbrechendste seiner Art". Leider erkannten das die "meisten dieser Trottel, die darüber schreiben" nicht, weil sie "schwach und klein" sind.

Und wer ist stark und groß? Jemand, der sich richtig gut auskennt in der Branche und im Leben und überhaupt. Jemand wie Til. Denn er hat "als Filmemacher/ Schauspieler/ Produzent/ Writer/ Cutter/ Composer.... viel mehr Ahnung (...) viiiieel mehr Ahnung von der Craft (Materie)....KUNST" als der Rest der Welt.

"Moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen"

Jetzt, wo Schweiger selbst beim Tatort mitmischt, lässt er kein gutes Haar an den Kollegen: "Andere verschwenden das Budget für zwei moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen, oder ein Bier vor einem bayrischen Imbiss zocken", so Schweiger über Krimis ohne Schweiger. Andere Tatorte sind für Til bloß "90 Minuten, in denen sonst meistens dummes Zeug gelabert wird".

Und weil die wenigsten wohl vorbehaltslos zustimmen, dass Schweiger die Nummer Eins unter den Ermittlern ist, resümiert er: "Deutschland bleibt das Land der Neider."

"Ich, Til Schweiger, feier dich jetzt mal richtig derbe ab!!!"

Klar, das ist ganz schön großkotzig von Schweiger. Wer sich den Rollennamen "Tschiller" gibt, muss auch auf Facebook mal chillen können, sollte man denken.

Andererseits: Das wollen wir auch wieder nicht, oder? Eine Spur Größenwahn gehört zu Til Schweiger wie der Tatort zum Sonntagabend. Ob er nun drastische Maßnahmen für Kinderschänder fordert, sich für Flüchtlinge einsetzt oder sich selbst feiert: Immerhin kann man sich sicher sein, dass er keinen PR-Fachmann anheuert, der seine Facebook-Texte schreibt. Jeder Beitrag ist Schweiger pur.

Eigentlich ganz nett gemeint ...

Der Tatort-Jubel ist im Kern sogar nett gemeint: Schweiger möchte ausdrücklich seinen Regisseur Christian Alvart loben, beziehungsweise "derbe abfeiern". Klar, das könnte man natürlich auch machen, ohne andere als Vollidioten abzukanzeln. Aber wenn ein Schauspieler öffentlich seinen Regisseur verteidigt, ist das grundsätzlich eine anständige Geste. Besonders, wenn er selbst als Regisseur viel erfolgreicher ist.

Daher: Voll okay, Til, wenn du dich mal wieder im Ton vergriffen hast. Die Kritiker in deinen Kommentarspalten gehen schließlich auch nicht gerade zärtlich mit dir um. Und irgendwann atmen wir alle tief durch und widmen uns wieder wichtigeren Themen.

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