Step up to the Streets

Tanzen ist Andis Leben, alles andere unwichtig. Zusammen mit ihrer "Crew" macht sie lieber die Straßen Baltimores mit Hip Hop-Moves unsicher als Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Um nicht von ihrer Pflegemutter nach Texas geschickt zu werden, bleibt ihr nur ein Ausweg: die elitäre Kunsthochschule in Maryland

Andie (Briana Evigan) in Aktion

Briana Evigan überzeugt tänzerisch

Andie ist mitten in der Pubertät. Sie rebelliert gegen ihre Stiefmutter Sarah, bei der sie seit dem Tod ihrer Mutter lebt, geht lieber tanzen als in die Schule und treibt sich nachts lieber in Diskotheken herum, als für den Schulabschluss zu pauken. Ihre "Crew" namens 401 (Four-O-One) ist nicht nur Baltimores einflussreichste Streetdance-Truppe, sondern auch Andies Ersatzfamilie. Mit einer illegalen, Aufsehen erregenden Performance in der U-Bahn schafft es die Crew in die lokalen Nachrichten. Als Sarah davon erfährt, stellt sie Andie vor die Wahl: Schluss mit Tanzerei oder ab zur Tante nach Texas. Ihr Kumpel Tyler hilft ihr schließlich aus der Patsche: Er schlägt der talentierten Tänzerin vor, sich bei der Maryland School of Arts zu bewerben und überzeugt auch ihre Stiefmutter von dieser Lösung.

Doch Andi ist Streetdancerin, kein Ballett-Profi!

Sie haben immer die coolsten Moves: (V.l.n.r.) Ebz (Ebone Johnson), Tuck ("Black" Alfred Nolan), Felicia (Telisha Shaw) und Missy (Danielle Polanco)

Und so leistet sie sich während der ersten Tanzstunden an der Eliteschule den ein oder anderen Fauxpas. Prompt wird sie zu Nachhilfestunden am Nachmittag verdonnert, die ihren Zeitplan völlig durcheinanderbringen. Immer häufiger versäumt sie das Training mit ihrer Crew. Als sie eines Abends einen wichtigen Gig verschläft, wird sie aus der 401 rausgeschmissen.

Andie (3.v.l.) und ihre neue Crew

Gemeinsam mit dem besten Tänzer der Schule, dem umkämpften Mädchenschwarm Chase, und ein paar bis dato unsichtbaren, wobei hochgradig talentierten Außenseitern gründet Andie kurzerhand ihre eigene Crew. Zoff programmiert, sind es doch bis dato die 401, die den Streetstyle Baltimores regieren und keine neue Konkurrenz zulassen wollen. Und so kann nur ein finaler Battle auf den Streets klären, wer selbige tänzerisch regiert und wer das Herz des Mädchenschwarms erobert.

Großartige tänzerische Leistung - platte Story

Andie und Chase kommen sich näher

Step up to the Streets ist die Fortsetzung des Films Step Up, der auch in Deutschland etwa 700.000 Besucher anlockte. In den Hauptrollen glänzen Briana Evigan (Andie) und Robert Hoffman (Chase) tänzerisch zu den Hip-Hop- und R&B-Beats von Missy Elliott, Flo Rida, Scarface, Cherish, Cassie und Danity Kane. Und auch die Choreografien von Jamal Sims, Nadine "Hi Hat" Ruffin und Dave Scott sind ausgezeichnet. Schade, dass die Rahmenhandlung des Films so wenig einfallsreich ist: Außenseiterin an neuer Schule schnappt sich durch Ehrgeiz, Fleiß und Gutmütigkeit den Mädchenschwarm und den Respekt aller. Fast schmerzt es, der Geschichte zu folgen, die die großartige tänzerische Leistung der Darsteller überschattet. Auch die zum Teil wirklich witzigen, spritzigen Dialoge leiden unter der Vorhersehbarkeit der Handlung. Diese ist es auch, die das Warten auf das lang ersehnte finale Battle fast unerträglich macht.

Fazit:

Tänzerisch top, Story ein Flop. Alle, die entweder ein Faible für guten Tanz oder schlechte Teenie-Tragödien haben, sollten diesen Film gesehen haben. Alle anderen kommen wirklich nicht auf ihre Kosten.

Text Veronika Zweckerl

Wer hier schreibt:

Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Lieblingsartikel direkt in dein Postfach

Melde dich jetzt kostenlos an!