Idole: Von Audrey Hepburn bis zum Dalai Lama

Foto-Ausstellung "Idole" im Historischen Museum der Pfalz: Für alle, die nicht mal eben nach Speyer fahren können, zeigen wir einige der schönsten Aufnahmen.

Jede Gesellschaft, jede Generation, jede Gruppe hat ihre eigenen Idole und doch gibt es Personen, die zu Symbolen der Zeitgeschichte werden. Wer das ist, können Sie noch bis zum 17. Januar 2010 im Historischen Museum der Pfalz in Speyer sehen - in der Foto-Ausstellung "Idole". Ihre Meinung ist dort auch gefragt: Auf der Website des Museums dürfen Sie Ihr persönliches Idol wählen.

Für alle, die nicht mal eben nach Speyer fahren können, zeigen wir einige der schönsten Aufnahmen aus der Ausstellung. Ob Politik, Unterhaltung oder Sport - diese Persönlichkeiten sind in unser kollektives Gedächtnis eingegangen.

Zur Fotoshow

Audrey Hepburn

Von "Frühstück bei Tiffany's" bis "My Fair Lady" - ihre Filme sind Klassiker. Grazil und elegant wie keine andere Schauspielerin verkörperte Audrey Hepburn oft das zerbrechliche und doch freche Mädchen und wurde von Frauen weltweit kopiert. Schon früh in ihrer Karriere, 1953, bekam sie den Oscar für ihre Rolle in "Ein Herz und eine Krone". In den letzten Lebensjahren setzte sie sich als Sonderbotschafterin der UNICEF für hungernde Kinder ein. Im Januar 1993 starb die Schauspielerin bei Lausanne in der Schweiz.

Romy Schneider

Der Kinofilm über ihr Leben mit Yvonne Catterfeld in der Hauptrolle ist geplatzt, nun bleibt nur noch das zweite Romy-Projekt, ein Fernsehfilm mit Jessica Schwarz. Ob es überhaupt eines Filmes über die legendäre Romy Schneider bedarf, ist eine andere Frage. Tatsache ist, dass ihr Leben und Wirken reichlich Stoff bietet. Auf dem Bild sieht man die deutsche Schauspielerin - in einem seltenen Moment der Unbeschwertheit - mit ihrem Sohn David Christopher. Romy Schneider war gerade mal 43 Jahre alt, als sie 1982 starb. Im Jahr zvor war ihr Sohn im Alter von 14 Jahren tödlich verunglückt.

Marlon Brando in dem Film "Endstation Sehnsucht" von 1951

Durch seine Rolle in der Verfilmung des Bühnenstücks "Endstation Sehnsucht" wurde Marlon Brando zum neuen Symbol für amerikanische Männlichkeit. Seinem Image als Rebell blieb er in Filmen wie "Der Wilde" (1953) oder "Die Faust im Nacken" treu, für den er 1954 seinen ersten Oscar erhielt. Den Oscar für "Der Pate" lehnte er ab, um damit auf die Unterdrückung der Indianer aufmerksam zu machen. Brando starb 2004 in Los Angeles.

Sie gelten als DAS Traumpaar Hollywoods. Zwar ranken sich immer mal wieder Trennungsgerüchte um die beiden Schauspieler, aber die lächeln "Brangelina", wie die Yellow Press die beiden betitelt, auf dem roten Teppich einfach weg. Angelina Jolie und Brad Pitt leben das Ideal der Groß- und Patchworkfamilie inklusive sozialem Engagement. Mit ihrer gemeinsamen "Jolie-Pitt-Stiftung" unterstützen sie humanitäre Projekte wie den Wiederaufbau in New Orleans. Angelina Jolie ist darüber hinaus Sonderotschafterin der UNO-Kommission für Flüchtlinge. Das Paar hat sechs Kinder, drei adoptierte sowie drei eigene.

Jaqueline und John F. Kennedy mit Tochter Caroline

Über dem Kennedy-Clan liege ein Fluch, heißt es immer wieder. John F. Kennedy, der 35. Präsident der Vereinigten Staaten, wurde am 22. November 1963 in Dallas Opfer eines Attentats. Seine Frau Jaqueline Kennedy heiratete später den griechischen Reeder Aristoteles Onassis, was ihr in den Medien den Spitznamen Jackie O. einbrachte. Tochter Caroline Bouvier Kennedy ist das einzige noch lebende Kind von John und Jackie Kennedy. Sohn John F. jr. starb 1999 bei einem Flugzeugabsturz.

Michelle und Barack Obama

Er ist der erste afroamerikanische Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, sie die viel bewunderte First Lady. Michelle Obama hat nach ihrem Abschluss an der Harvard Law School in einer Anwaltskanzlei gearbeitet. Dort hat sie auch ihren späteren Mann Barack kennengelernt, der ihr damals unterstellt war. Im letzten Jahr hat Michelle ihre Juristenkarriere für ihren Mann aufgegeben.

Sein Tod erschütterte nicht nur die eingefleischten Fans. Fassungslosigkeit und Trauer herrschten Ende Juni, als die Meldung vom Tod des King of Pop um die Welt ging. Michael Jackson wurde nur 51 Jahre alt und hinterlässt drei Kinder, die nun in der Obhut seiner Mutter Katherine Jackson aufwachsen sollen. Die Umstände seines Todes scheinen auch mehr als einen Monat später noch ungeklärt. Jacksons Alben stehen in vielen Charts auf Platz eins, seine Musik macht ihn unsterblich.

Elvis Presley (1935 - 1977)

Als der King Of Rock'n'Roll 1958 seinen Militärdienst in Deutschland antrat, drehten die Frauen hierzulande schier durch. Elvis' Hüftschwung versetzte sie reihenweise in Ohnmacht. Diese Massenhysterie und Euphorie konnten später nur die Beatles toppen. Elvis Presley setzte neue Akzente in der Musik: weiße Musik mit schwarzen Elementen. Die Geburtststunde des Rock'n'Roll.

The Beatles am 20. November 1963 in München

Mindestens ein Album der "Fab Four" gehört in jede Plattensammlung. Die Beatles erorberten von Liverpool über Hamburg aus die Welt, fanden in Indien zu sich selbst und trennten sich 1970. Die Schuld dafür wird John Lennons Frau Yoko Ono in die Schuhe geschoben. Ihren Durchbruch schafften die Pilzköpfe 1962 mit "Love Me Do", einer Komposition von John Lennon und Paul McCartney. Die Beatles sind mit Abstand die erfolgreichste Band aller Zeiten, obwohl sie nur rund acht Jahre lang Alben aufgenommen haben.

Das Traumpaar des Tennis', ach was, des internationalen Sports, sind Steffi Graf und André Agassi. Auf den Center Court treten beide allerdings nur noch für wohltätige Zwecke. Steffi Graf wurde 1999 zur Sportlerin des Jahres gewählt. 377 Wochen stand sie an der Spitze der Weltrangliste im Tennis, einhundert Titel mit 22 Siegen in allen vier Grand-Slam-Turnieren konnte die gebürtige Mannheimerin für sich verbuchen. Mit ihrem Mann hat sie zwei Kinder, Jaden Gil und Jaz Elle.

Katharina Witt 1993 in London

Eisprinzessin Katarina Witt: Keine andere steht so sehr für Disziplin, Anmut und Kampfgeist auf dem Eis. Die Chemnitzerin gewann im Laufe ihrer Karriere zweimal oylmpisches Gold im Eiskunstlauf und mehrere Welt- und Europameisterschaften. Nach Beendigung ihrer Profikarriere arbeitete sie als Produzentin ihrer eigenen Eiskunstlaufshow und ließ letztes Jahr auch Promis auf dem Eis tanzen. Mit ihrer "Kati-Witt-Stiftung" unterstützt sie körperlich behinderte Kinder.

Heinz Ehrhardt

Filme wie "Witwer mit fünf Töchtern" oder "Was ist denn bloß mit Willi los?" leben von der unbeholfenen Komik und dem Wortwitz des in Riga geborenen Schauspielers und Schriftstellers Heinz Erhardt. Der Komiker schaffte es ähnlich wie Loriot die Absurdität des Alltags durch den Kakao zu ziehen. Von ihm könnte der eine oder andere unserer heutigen Comedians noch etwas lernen.

Albert Einstein

In dem Dorf Caputh bei Potsdam hatten der Physiker Albert Einstein und seine zweite Frau Elsa ab 1929 ein Haus am See. Es war Ausgangspunkt für viele Segelausflüge mit Einsteins Jolle, die den Namen Tümmler trug. Sie war ein Geschenk von Freunden und wurde 1933 mit dem übrigen Besitz des jüdischen Wissenschaftlers von den Nationalsozialisten konfisziert. Im selben Jahr emigrierten Einstein und seine Frau in die USA, wo er 1955 starb.

Dalai Lama 2008 in Paris

Seit 1959 lebt das 14. geistige Oberhaupt der Tibeter im Exil. Tenzin Gyatso, so sein Mönchsname, wurde kaum zweijährig als Reinkarnation des 1933 verstorbenen Dalai Lama erkannt. Seine Inthronisierung erfolgte 1940 im Potala-Palast in Lhasa. Mit 15 Jahren übernahm er auch die weltliche Herrschaft über Tibet.

Catharina Swantje Muuß
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