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"Gainsbourg": Je t'aime


Nach der Piaf und Coco Chanel bekommt Serge Gainsbourg seine filmische Hommage. Und die ist unbedingt sehenswert.

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Meine erste Begegnung mit Serge Gainsbourg hatte ich Ende der 80er Jahre auf einer Party. Wie mein Tanzpartner hieß, weiß ich nicht mehr. Viel interessanter fand ich den Mann, der dazu "Je t'aime" aus dem Kassettenrekorder stöhnte. In welch guter Gesellschaft ich mit meiner Gainsbourg-Schwärmerei war, zeigt Joann Sfars Film "Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte" (Kinostart: 14. Oktober). Brigitte Bardot, Juliette Gréco, Jane Birkin - sie alle sind dem Serge-Charme erlegen. So wie ich dem Charme dieses Films. In einem bunten Bilderbogen wird aus Lucien Ginsburg, einem jüdischen Jungen mit großem Zeichentalent, der coole Chansonnier und Frauenheld Serge Gainsbourg (genial gespielt und gesungen von Éric Elmosnino). Als ständigen Begleiter verpasst ihm Sfar, eigentlich Comic-Zeichner, ein Alter Ego namens "Die Fresse", eine Karikatur Gainsbourgs, die Einblicke in dessen Seelenleben gibt. Nur eine von vielen hübschen Ideen, die diesen Film so wohltuend von den brav erzählten Biopics dieser Welt abheben.

Der Trailer zum Film

"Gainsbourg": Je t'aime
Katharina Wantoch

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