Die Götter müssen entzückt sein

Die Games Convention ist vorbei. Zeit, die zukünftigen Schätzchen auf den Weihnachtswunschzettel zu schreiben und uns wieder an den Spielen zu freuen, die schon in den Regalen stehen. Wir verraten, was sich lohnt

Titan Quest

"Diablo" oder auch der 2000er-Nachfolger "Diablo 2" aus der Spieleschmiede Blizzard gehört zu denjenigen Spielen, die fast jeder Computerspieler einmal in der Hand und auf der Festplatte gehabt hat. Ein Highlight aus der Riege der Spiele, die Freunde vergessen machen, beziehungen auf die Probe stellen, Nahrungsgewohnheiten verändern und üble Augenringe machen, weil man immer "nur noch um die Ecke schauen" oder "nur noch einmal schnell zum Händler laufen" will.

Ein Teil der Menschen, die für diese Sorte von Action-Rollenspiel empfänglich sind, tummelt sich jetzt in der "World of Warcraft", ist damit ungeheuer im Trend und gut mit Monstern und Suchtpotenzial versorgt. Die anderen haben hier und da mal wieder ähnlich geartete Spiele ausprobiert, die aber nie den speziellen Charme von Diablo hatten. Bis jetzt.

Nicht von Blizzard, sondern von Iron Lore stammt "Titan Quest", das selbst tapfere Um-Mitternacht-ins-Bett-Geher auf eine harte Probe stellt. Mit nichts bewaffnet als großem Heldenmut, einer schmucklosen Tunika und einer Art Taschenmesser, zieht unser heldenhafter Recke aus, um Griechenland von einer wahren Plage an Fabelwesen zu befreien. Kentauren, Satyren, Fischwesen, Untote und Zyklopen verängstigen die Landbevölkerung und bescheren dem Spieler eine abwechslungsreiche Reise. Dabei sieht man legendäre Orte wie das Orakel in Delphi, den Koloss von Rhodos und den Olymp.

Das Wandern durch die Tageslichtwelt erinnert von der Optik her an die Schönheit von "Spellforce". Die Höhlen hingegen versetzen sofort wieder in diabloste Dungeon-Stimmung. Die Handhabung ist simpel und geübt: Gekämpft wird mit einem von zwei Waffensets, am Ende des Kampfes steckt man jede Menge Schätze ein. Oder versucht es zumindest, denn der vefügbare Platz für aufgesammelte Waffen und Rüstungen ist winzig. Wer sein Gold gerne beim Handeln im Dorf verdient, muss viele Wege mehrfach machen. Gezaubert wird über Tastenkürzel.

Wie es sich für ein Rollenspiel gehört, entwickelt jeder Charakter seinen ganz eigenen Kampfstil. In "Titan Quest" werden neben den üblichen Attributen wie Gesundheit, Stärke und Intelligenz die Helden in zwei von acht möglichen "Meisterschaften" geschult. Jagd, Kriegsführung, Sturmzauber, Geistesmagie und viel weitere Lernfelder führen dann zu ganz unterschiedlichen neuen Angriffsmöglichkeiten, Kampf- oder Lebensboni.

Wenn man sich das mal an anderen angucken möchte, steht ein wunderbar unkomplizierter Weg zur Online-Mehrspielervariante frei. Ob privat mit Freunden oder auf einem öffentlichen Server - der Weg zur Gruppe dauert nur wenige Minuten und noch weniger Klicks. Schön zu wissen, dass man also nicht jeglichen Kontakt zu Freunden aufgeben muss, nur weil man sich von dieser Spielperle einfach nicht losreißen kann.

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