Prinz James - Liebesgrüße von einem Fan

Wieso James Bond, Held der Helden, das Herz von Redaktionsleiterin und Fan Inga Leister immer wieder aufs Neue trifft.

Hier spricht der Bond-Fan

Es war einmal ein Geheimagent, der musste ein brennendes Flugzeug durch Bergklüfte steuern, Bösewichte auf jedem Kontinent erschießen, Spione über Hausdächer jagen... Ich mag James Bond, weil die Filme ein modernes Märchen in 22 Teilen erzählen, mit "Skyfall" kommt am 1. November Teil 23 ins Kino. Prinz James, der smarte, charismatische Macho mit Hang zum Guten vereinbart alle Features eines Märchenhelden. Die Handlung muss sich - genau wie im Märchen - nicht realistisch, nachvollziehbar und friedlich entwickeln. Ich möchte das Gute über das Böse siegen sehen und dabei den Prinzen anhimmeln (nur ein klein wenig, denn mehr verbietet mir mein gesunder Frauenverstand). Was im Fall von Bond besonders unterhaltsam ist, weil den Drehbuchautoren ein Kunststück am Kunst-Stück gelingt: Der Geheimagent schafft es fast immer, seiner Zeit ein wenig Voraus zu sein. Das Böse hat sich vom kalten Krieg hin zum Öko-Terrorismus verlagert. Die Q'schen Geheimwaffen aus längst vergangenen Filmen haben Technik-Innovationen bis hin zum Touchscreen vorweg genommen. Seit Daniel Craig Bond ist, passt sich sogar der Prinz mehr der Zeit an, James wird komplexer. Er handelt gut und böse, nachdenklich und sexistisch, sensibel und brutal. Ich bekomme auf einmal etwas, was ich bei keinem seiner Vorgänger hatte: Respekt vor ihm. Er ist verwundbar, aber zum Glück unsterblich. Und deshalb vergnügt er mich hoffentlich bis ans Ende meiner Tage.

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