Was ist Barbies dunkles Geheimnis?

Das Leben von Barbie besteht aus mehr als Posieren in einer rosa Scheinwelt: Hinter der glatten Fassade führt sie ein dunkles Doppelleben, wie ein Fotoprojekt jetzt zeigt.

Wie es bei Barbie so jeden Tag zugeht, wissen wir ja dank tausender Werbespots ziemlich genau: Sie wacht in ihrem knallrosa Schlafzimmer auf, frühstückt rosa Cornflakes, verbringt dann den Tag mit rosa Sportwagen, Reitpferd oder Ken und nimmt abends noch ein Bad (wo sie mitunter anfängt zu leuchten oder die Haarfarbe wechselt, kommt ganz auf die Puppe an).

Aber das ist alles nur Show: Die südafrikanische Künstlerin Mariel Clayton zeigt in ihrer Fotoserie, dass Barbies Privatleben in Wahrheit irgendwo zwischen "Shades of Grey" und einer Folge von "Dexter" stattfindet. Männer sind in ihrer Welt nur dafür da, in Sexspielen gedemütigt zu werden - wenn sie Glück haben. Die Mehrheit der Ken-Puppen auf den Bildern des Fotoprojektes wurde von der Teilzeit-Serienmöderin Barbie so gründlich zerstückelt, dass sie sich vermutlich wie Lego-Männchen fühlen.

Die Dunkle Seite der Barbie: Die Bilder zum Durchklicken

Das ist ziemlich extrem, auch wenn man kein Barbie-Fan ist. Verarbeitet Clayton da vielleicht Kindheits-Konflikte mit ihrer Schwester?

Nein, erzählt sie in einem Interview mit dem "Kaltblut Magazine", sie wollte sich nur mit der Doppelmoral der Puppe befassen: "Ich finde es faszinierend, wie Soziopathen der Welt eine Oberfläche vorspielen, die sich komplett von ihrem Innenleben unterscheidet. Barbie, als das ultimative Frauen-Klischee, bot sich da für eine alternative Darstellung an. Sie wird als der Gipfel dessen verehrt, was "gut" an Frauen sein soll: Nett, und still und freundlich sein, und so weiter. Sie wurde so keimfrei gemacht, dass sie überhaupt keine Persönlichkeit mehr hat. Daher schien sie mir perfekt, um dieses versteckte Böse zu erforschen."

Wenn bei Barbie tatsächlich mal eine Sicherung durchgeknallt ist, könnten wir das zumindest verstehen: Unzählige Barbiepuppen kriegen täglich die Haare mit Kita-Scheren gekürzt, werden von missgünstigen Geschwistern unter muffigen Sofas versteckt, oder gegen ihren Willen mit Star-Wars-Figuren verheiratet. Allein ihr abgestumpfter, starrer Blick, während sie sich in diesem Spot die Haare waschen lässt, sagt eigentlich alles:

Wer sowas seit Jahrzehnten über sich ergehen lassen muss, dem trauen wir alles zu.

Mehr Informationen zu den Bildern gibt es auch auf der Website der 5 Pieces Gallery.

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