BRIGITTE.de-Knigge: Richtig gekleidet im Job

Talent, Kompetenz und Leistungsfähigkeit reichen oft nicht aus, um im Beruf Erfolg zu haben. Das richtige Auftreten ist mindestens genauso wichtig. Was aber ist das Geheimnis, das die einen ins strahlende Rampenlicht rückt und die anderen von der Schattenseite aus zusehen lässt?

Wir haben mit Sigrid Borges gesprochen. Sie leitet die Hamburger Public Relations- und Image-Agentur Image Concept, für die sie unter anderem regelmäßig Image Coaching Seminare veranstaltet.

"Die Kleidung spielt eine entscheidende Rolle, um im Job seriös rüber zu kommen. Sie bietet Orientierungshilfe und ist Maßstab für Kompetenz und Verlässlichkeit.

Das Businessoutfit sollte nicht zu trendy sein, aber dennoch modern wirken. Hier kommt es auch auf die Branche an, in der man arbeitet. Bei der Bank gehört das konservative Outfit zum Pflichtprogramm. In kreativen Branchen darf die Kleidung ruhig ein bisschen lockerer sein. Aber selbst hier greift man für einen Kundenbesuch auch mal zu Anzug und Kostüm.

Man sollte sich immer dezent und nicht zu weiblich kleiden. Das schwächt die Autorität. Röcke sollten höchstens kurz über dem Knie enden. Spaghettiträger und Schulterfreie T-Shirts sind verboten. Mein Tipp für den Sommer: Tragen Sie eine kurzärmelige Bluse und nehmen sie einen Blazer mit ins Büro. Den können Sie bei Meetings schnell überwerfen und sind so immer top gestylt. Strümpfe sind Pflicht, egal wie heiß es ist. Offene Sandaletten oder Stilettos sollten im Schuhschrank bleiben. Noch ein Tipp: Vermeiden Sie es, die Beine übereinander zu schlagen, das wirkt eher aufreizend als seriös.

Ein guter Harrschnitt ist extrem wichtig. Das Haar sollte höchstens halblang sein. Sind die Haare länger: zu einem Zopf zusammenbinden. Tipp: Die Wangenknochen nicht von der Frisur bedecken - das Gesicht wirkt so freier, die Stirn breiter und prominenter. Das strahlt Kompetenz und Intelligenz aus.

Beim Make-up sollten Sie zarte Töne wählen. Knallfarben wie Pink sind tabu, sie wirken zu mädchenhaft. Vorsicht auch beim Augen-Make-up. Hier gilt: Weniger ist mehr. Und Finger weg von rotem Nagellack. Greifen Sie lieber zu dezenten Farben, passend zum Make-up. Auch das Parfum darf nicht zu aufdringlich sein, sonst kann es leicht passieren, dass andere Sie nicht riechen können.

Vorsichtig sollten Sie auch mit Schmuck sein. Auffällige Ohrringe, Ketten und Ringe lieber meiden. Meine Faustregel lautet: maximal drei Schmuckstücke. Achten Sie auch auf Ihre Tasche. Ihr Begleiter sollte gepflegt sein. Also lieber auf einem Stuhl lagern, anstatt sie auf den Boden zu legen. Auch auf den Inhalt kommt es an. Ein guter Füllfederhalter oder Kugelschreiber gehört zur Pflichtausstattung.

Mein Tipp: Wenn man schon unten auf der Leiter auf sein Auftreten achtet, kommt man schneller nach oben. Kleiden Sie sich so wie die Leute in dem Job, den Sie als nächstes erreichen möchten. So kann sich derjenige, der Sie befördern soll, schon vorstellen, dass Sie auf dem Posten sitzen."

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