Paparazzi-Ausstellung: Stars im Visier

Wo die Queen auf dem Klo sitzt und Kate Moss Zunge zeigt: Die Frankfurter Schirn Kunsthalle widmet sich der Paparazzi-Fotografie. Ein prominent besetzter Einblick in die Ausstellung.

Was wollte Kate Moss dem Fotografen wohl sagen, als er das Foto von ihr machte: "Lieber Bruno Mouron, Du kannst mich mal?" oder "Lieber Bruno Mouron, Du kannst mich mal gern genauso fotografieren?" Die Ausstellung "Paparazzi! Fotografen, Stars und Künstler" in der Frankfurter Schirn Kunsthalle interessiert sich nicht nur für die Menschen hinter der Kamera - berühmte Paparazzi-Fotografen wie Ron Galella, Bruno Mouron oder Tazio Secchiaroli - und deren Objekte der Begierde, sondern auch für deren Verhältnis zueinander. Ist der Paparazzo immer nur der Übeltäter, der dem Star ungefragt nachspürt, um ihn in alltäglichen Situationen abzulichten? Oder nutzt manch ein Star den Paparazzo auch, um bestimmte Bilder von sich zu transportieren?

Ihren wohlklingenden Namen verdankt die Berufsgruppe der Promi-Jäger übrigens dem italienischen Regisseur Federico Fellini. In dessen Kult-Film "La Dolce Vita" taucht ein Fotoreporter namens Paparazzo auf, eine Wortschöpfung, die sich wohl am ehesten als Kombination der Wörter "pappatace" (Sandmücke) und "ragazzo" (Junge) erklären lässt. Der Fotoreporter spielt in dem Film nur eine kleine Rolle, Paparazzi spielen für die Boulevardmedien heutzutage eine sehr große. Deshalb widmet sich die Ausstellung dem Promi-Ablichter-Phänomen auch schön ausführlich: Über 500 Exponate sind bis zum 12. Oktober 2014 in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zu sehen.

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"Paparazzi"-Ausstellung

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