Rihanna, Avril Lavigne und andere: Hacker stellen Nacktfotos ins Netz

Hacker haben Nacktfotos von den Smartphones diverser Stars gestohlen und im Netz veröffentlicht. Jennifer Lawrence, Kate Upton und viele andere sind entsetzt über diesen Einbruch in ihre Intimsphäre.

Was ist los?

Eine Reihe von Nacktfotos von Prominenten ist im Netz aufgetaucht. Und da es viele Menschen gibt, die schon immer mal sehen wollten, wie Jennifer Lawrence, Rihanna, Kirsten Dunst oder Avril Lavigne ohne Kleidung aussehen (um nur einige Opfer der Aktion zu nennen), waren die Fotos blitzartig weltweit verbreitet.

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Wie konnte denn das passieren?

Ganz sicher weiß das niemand im Moment - aber die Anzeichen verdichten sich, dass Apples Backup-Service "iCloud" gehackt wurde, auf dem Apple-Produkte Sicherheitskopien anlegen. Von Apple selbst gab es bislang keine Stellungnahme, aber eine "iCloud"-Sicherheitslücke könnte erklären, wieso dermaßen viele Bilder auf einmal gestohlen werden konnten - iPhones und iPads sind auch bei Stars beliebt.

Gibt es auch Nacktfotos von Männern? Ich frage für eine Freundin ...

Nein, betroffen sind, so scheint es, nur weibliche Stars. Vermutlich waren die Hacker männlich ...

Das sind doch bestimmt Fälschungen, oder?

Schwer zu sagen. Einige Promis, wie Ex-Fernsehstar Victoria Justice, dementierten sofort, dass es sich um echte Bilder handelt.

Jennifer Lawrence hingegen machte klar, dass die Fotos echt sind - und ließ durch ihren Pressesprecher mitteilen: "Dies ist ein krasser Bruch ihrer Privatsphäre. Die Behörden sind informiert und werden jeden verfolgen, der die gestohlenen Fotos von Jennifer Lawrence ins Netz stellt."

Warum hatten die denn Nacktfotos auf ihren Smartphones?

Schon mal von "Sexting" gehört? Nacktfotos als nettes Geschenk für Partner oder Partnerin sind spätestens seit der Erfindung der Polaroid-Kamera nichts Ungewöhnliches - und mit der Verbreitung von Smartphones ist die technische Hürde für das Machen und Verschicken von Aktfotos noch weiter gesunken. Viele Stars sind oft wochenlang vom Partner getrennt (Konzerte, Filmdrehs, PR-Touren) und verschicken daher, ebenso wie viele andere Menschen auf langen Geschäftsreisen, gerne mal ein suggestives Foto ins heimische Schlafzimmer.

Verstehe ich trotzdem nicht. Würde ich nicht machen.

Darum geht es gar nicht so sehr. Die Tatsache, dass wir uns hier gemeinsam den Kopf über richtig und falsch zerbrechen, ist Teil eines viel ernsteren Problems: Die Intimsphäre von Menschen wurde massiv verletzt.

Könnte das nicht auch nur eine PR-Aktion sein?

Zu dieser Schlussfolgerung kommen viele Menschen im Netz, vielleicht auch, weil es eine bequeme Rechtfertigung dafür ist, sich die Nacktfotos anzusehen. Und, ja, es gab in der Vergangenheit Stars, die kalkuliert Nacktfotos oder Sex-Videos von sich ins Netz gestellt haben, um Aufmerksamkeit zu erregen. Aber mal ernsthaft: Wir glauben nicht, dass A-Promis wie Jennifer Lawrence und Rihanna sich mit zig anderen Stars heimlich verabreden, um endlich mal wieder in die Schlagzeilen zu kommen.

Um einen kleinen Geschmack davon zu bekommen, wie es sich für die Opfer der Aktion anfühlen muss, verweisen wir auf diese Tweets von Schauspielerin Mary Elizabeth Winstead. Sie muss nicht nur damit leben, dass jetzt zigtausend Menschen ihren Körper angucken, sie wird zusätzlich auch so stark auf Twitter belästigt, dass sie sich erstmal aus dem Netz zurückzieht:

Bei allem berechtigten Zynismus gegenüber der Selbstvermarktung von Prominenten: Auch, wenn Stars von der Öffentlichkeit leben, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass ihnen ein Mindestmaß an Privatsphäre zusteht - wie jedem anderen Menschen auch. Es sei denn, sie sind Kandidaten bei "Promi Big Brother".

Oder, wie es "Girls"-Star Lena Dunham auf den Punkt bringt:

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