Humor in der Wirtschaftskrise

Was sich Karikaturisten, Werbetexter und andere Menschen mit Humor einfallen lassen, damit uns auch in der Wirtschaftskrise die gute Laune nicht vergeht.

Banken sind zusammengebrochen, die Weltwirtschaft schrumpft, die Arbeitslosenquote steigt – was gibt es da zu lachen? Gegenfrage: Wäre der Schlamassel überhaupt auszuhalten, wenn wir nicht ein bisschen Dampf ablassen könnten? Lachen befreit, Lachen ist ein Zeichen von Souveränität. Wer sich belustigt, lässt sich nicht einschüchtern, von seiner Angst vorm Untergang nicht und schon gar nicht von Autoritäten.

Die hochzunehmen, die sich selber hoch loben, hebt seit Jahrhunderten die Laune. Im Scherz darf man einmal kräftig gegen das Schienbein der Privilegierten und Hofierten treten - zumal wenn sie sich dafür derart aufdrängen wie derzeit viele Finanz- und Wirtschaftsbosse. Satiriker wissen gar nicht, wie sie ihnen für die vielen Vorlagen danken können. Bankmanager zum Beispiel inspirieren den Kabarettisten Matthias Machwerk zu einfühlsamer Logik, wenn sie für miese Ergebnisse Bonuszahlungen fordern: "Wir haben den Karren an die Wand gefahren, also möchten wir auch ne Abwrackprämie."

Der Spott der Krise zielt aber nicht nur auf die Abgehobenen und Aufgeblasenen, er trifft auch die Deppen der Misere - also die, die am Ende alles zahlen müssen. Indem wir über uns selber lachen, übernehmen wir sogar für unsere Schadenfreude noch die Kosten.

In der Weltwirtschaftskrise ist die Humorbranche so ziemlich die einzige im Aufwärtstrend. Die Einschaltquoten für Satiresendungen steigen, Comedians treten vor tausenden Zuschauern auf, Karikaturisten bekommen in Zeitungen mehr Raum als früher, Werbetexter nehmen ihre Kunden auf die Schippe. BRIGITTE hat in Zeitungen, im Internet und auf der Straße Beispiele dafür gesammelt, dass in der Krise Humor steckt. Klicken Sie sich durch die Fotoshow.

Gefunden im Hamburger Wochenblatt vom 1. April 2009

Heiko Sakurai, Karikatur in der Financial Times Deutschland vom 20. April 2009

Von www.geld-kompakt.de

Dirk Meissner, Karikatur in der Süddeutschen Zeitung vom 4. April 2009

Gesehen auf www.hymer.com

Karikatur von Klaus Stuttmann

Karikatur in der Tageszeitung vom 27. September 2008

Diese Tasse wird vertrieben vom britischen Buchhändler Barter Books.

Haben Sie auch Humor in der Krise entdeckt? Schicken Sie uns Ihre Fundstücke an aktion@brigitte.de.

Text: Doris Ehrhardt
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