Jonathan Franzen

haben Frauen kein Problem damit, einen Mann mit Bart zu küssen?

Lieber Jonathan Franzen, es kommt darauf an. Auf den Geschmack der küssenden Frau, den Zustand des Bartes und den Charakter des Bartträgers. Aber von vorn: Eine kussbereite Frau lässt sich von Bärten nicht schrecken, schon deshalb nicht, weil das Barthaar als sekundäres Geschlechtsmerkmal auch ein Zeichen von Männlichkeit, sprich Potenz, ist. Und dagegen haben die wenigsten von uns etwas. Ganz oben in der Beliebtheitsskala ist laut einer Studie der "Initiative Pro Haar" übrigens der Drei-Tage-Bart, den 31 Prozent der befragten Frauen besonders attraktiv fanden. Und das, obwohl der beim Knutschen bekanntlich am meisten kratzt. Wichtigstes Kriterium für uns Frauen ist jedoch die Stimmigkeit zwischen Form des Bartes und Charakter des Bartträgers. Wer Bart trägt - und zwar einen echten und kein fleckiges Gesichtsstoppelfeld -, muss eine starke Persönlichkeit haben und gern bereit sein, Blicke auf sich zu ziehen. Ein ganzer Kerl, der bewusst und stolz einen gepflegten Backen-, Rausche-, Kinn-, Schnauz-, Musketier- oder Kaiser-Wilhelm-Bart trägt, ist uns Frauen daher allemal lieber und küssenswerter als ein milchgesichtiges Weichei, das die mangelnde Charakterfestigkeit unter einer so genannten "Türsteherrasur" (offiziell "Henriquatre") verstecken will. Ein Blick auf Ihre Autorenfotos der vergangenen Jahre lässt uns vermuten, dass Sie selbst noch ein bisschen experimentieren, was Ihren Bartwuchs betrifft. Wir raten klar zum Drei-Tage-Bart. Und das mit dem Küssen entscheiden wir dann beim nächsten Treffen einfach spontan.

Ihre BRIGITTE

Foto: Holger-Andre.de Text: Alena Schroeder BRIGITTE Heft 12/2007

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