"Yves Saint Laurent": Schöne Menschen, schöne Mode

Ein Muss für Mode-Fans: "Yves Saint Laurent" erzählt aus dem Leben des französischen Designers. Außerdem neu: "Lauf Junge Lauf".

Neu im Kino: "Yves Saint Laurent": Schöne Menschen, schöne Mode
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"Yves Saint Laurent"

Für Mode-Fans ist dieser Film ein Muss: In stylish-schönen Bildern erzählt er Leben und Wirken des scheuen Modedesigners Yves Saint Laurent. Gedreht an vielen Originalschauplätzen in Paris und Nordafrika und, vor allem, mit Originalkleidern des großen Modeschöpfers. Der wird sehr überzeugend gespielt vom bis dahin modemuffeligen französischen Nachwuchsstar Pierre Niney: freundlich, schüchtern, exzessiv und immer kurz vorm Nervenzusammenbruch. Toll auch Nikolai Kinski als junger Karl Lagerfeld. Die wichtigste Rolle aber spielt, vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels von den 60er zu den 70er Jahren, mit Minirock, freier Liebe und neuen Drogen aber: die Mode.

"Lauf Junge Lauf"

Kino: Trailer:"Lauf Junge lauf"

Unsere Filmexpertin Stefanie Hentschel hat sich bei diesem Film immer wieder dabei ertappt, wie sie vor Spannung kaum atmen konnte, gleichzeitig aber dachte: gut erzählt, aber das geht jetzt doch ein bisschen zu weit. Beides stimmt, allerdings geht sowohl das Lob als auch die Kritik direkt ans Leben selbst (was angesichts des Themas fast zynisch klingt). Denn "Lauf Junge lauf" ist ganz dicht an den Erinnerungen von Yoram Friedman entlang erzählt, dem 1942 als Neunjährigem die Flucht aus dem Warschauer Ghetto gelang und der sich drei Jahre lang allein durch Polen schlug, mit stetig wachsender Geschicklichkeit im Täuschen, Entwischen und Hühnerklauen. Uri Orlev hat die Geschichte als gleichnamigen Tatsachenroman aufgeschrieben. Regisseur Pepe Danquart schafft, was man bei solchen Verfilmungen kaum zu hoffen wagt: Er wieselt um die Rührseligkeitsfallen herum wie sein junger Flüchtling (wunderbar gespielt von den Zwillingen Andrzej und Kamil Tkacz) um die Fallen, die sich ihm jeden Tag wieder stellen. Immer lässt der Film Hoffnung zu, und verliert, und das ist seine ganz große Stärke, nie den Glauben an die Menschlichkeit

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