Rettungslos überladen: "Die Bücherdiebin" im Kino

Die Verfilmung des Bestsellers "Die Bücherdiebin" lässt einen leider kraftlos zurück. Außerdem starten "Veronica Mars", "Nonstop" und "Pettersson und Findus - Kleiner Quälgeist, große Freundschaft".

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"Die Bücherdiebin"

Es gibt viele Menschen, die die Buchvorlage zu "Die Bücherdiebin" über alles lieben und sich wie verrückt auf diese Verfilmung freuen. Gezeigt wird die Geschichte eines deutschen Waisenmädchens (Sophie Nélisse), deren Pflegeeltern während der Nazizeit einen jungen Juden im Keller verstecken. Es geht um Freundschaft und reine Herzen, die Freude am geschriebenen Wort und den Tod. Der erzählt die Geschichte aus seiner Sicht, mit einer nervtötend sanften Märchenonkelstimme, die allerdings nur beinahe so furchtbar ist wie die in jedem Moment unangemessene bombastische Musik. Am Ende sind - das darf man bei der Verfilmung eines bekannten Buchs ja sagen - alle tot. Bis auf einen. Um sich über diese Rettung zu freuen, bleibt dem Zuschauer bloß keine Kraft mehr.

"Veronica Mars"

Kino: Trailer: Veronica Mars

Das gibt es auch nicht alle Tage: Ein Film, der seine Kosten bereits vor dem Kinostart wieder eingespielt hat. Aber genau das ist bei "Veronica Mars" der Fall: Als die beliebte TV-Serie um eine High-School-Detektivin 2007 kurzfristig eingestellt wurde, blieben viele Fragen unbeantwortet. Letztes Jahr fragte Serien-Erfinder Rob Thomas spontan auf der Crowdfunding-Plattform "Kickstarter", ob die Fans nicht für einen Film spenden wollten, der die Geschichte zu Ende erzählt. Und die Fans? Spendeten insgesamt fünf Millionen Dollar und bekommen nun den Film, den sie sich immer gewünscht haben.

Muss man das alles wissen? Ja, und nein: Ein Film wie "Veronica Mars" richtet sich natürlich in erster Linie an die Fans der Serie und lebt davon, dass es ein Wiedersehen mit vielen Haupt-und Nebenrollen gibt. Aber auch für Nicht-Fans gibt es drei gute Gründe, den Film zu gucken: Erstens ist Veronica eine toughe, scharfsinnige und gleichzeitig verletzliche Heldin, wie es sie viel zu selten im Kino gibt. Zweitens ist der Mord an einem Popstar, um den es im Film geht, auch ohne Vorkenntnisse ein lupenreiner Noir-Thriller, der bis zur letzten Minute spannend bleibt. Und drittens war James Franco unserer Meinung nach noch nie lustiger als in diesem Film.

"Nonstop"

Kino: Trailer: Nonstop

Worüber sich unsere Filmexpertin Steffi Hentschel bei diesem Film am meisten gefreut hat? Darüber, Michelle Dockery, die aufmüpfige Lady Mary aus "Downton Abbey", in ihrer ersten größeren Hollywood-Rolle zu sehen. Okay, die Rolle besteht vor allem darin, mit sehr, sehr britischem Akzent zu sprechen, wovon man dann in der synchronisierten Fassung eh nix hat. Da ist Michelle nur noch eine Stewardess auf einem Flug, der von einem Erpresser terrorisiert wird: Wenn ein Air Marshall (Liam Neeson) nicht dafür sorgt, dass eine bestimmte Summe auf ein bestimmtes Konto wandert, wird alle 20 Minuten ein Passagier umgebracht. Bloß: Der Erpresser scheint nicht an Bord zu sein. Natürlich ist nichts so wie es scheint, und nicht alles ist so richtig schlüssig. Trotzdem unterhält "Non Stop" mit tadelloser Spannung. Genau richtig, wenn man sich mit seinen Mit-Kinogängern auf keinen Film einigen kann: Mit diesem macht man nichts verkehrt

"Pettersson und Findus - Kleiner Quälgeist, große Freundschaft"

Kino: Trailer: Pettersson und Findus

Der alte Pettersson und sein unternehmungslustiger Kater Findus von Sven Nordquist gehören zu den liebsten Kinderbuchhelden überhaupt. Angemessen knuffig kommt jetzt die erste Realverfilmung "Pettersson und Findus – Kleiner Quälgeist, große Freundschaft" daher. Ulrich Noethen spielt den Pettersson mit großem Hut und langen Bart, Findus ist nach guter alter "Roger Rabbit"-Art in den Film hineingezeichnet. (Charmanterweise wird der von der jungen Tochter des Regisseurs gesprochen.) Alles ist bunt und freundlich und genau die Art Film, in die man kleine Kinder gern mitnimmt.

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