Olympische Winterspiele: Unsere Medaillenhoffnungen

Hellsehen können wir natürlich nicht, aber wir sind sicher, dass von unseren Medaillenhoffnungen bei den Olympischen Winterspielen auch viele zu Medaillengewinnerinnen werden. Wir stellen Ihnen die Favoritinnen vor - und geben unsere Medaillentipps für sie ab.

Ski alpin

Vergessen ist die lange Durstrecke nach Katja Seizinger und Co., dank dieser drei Damen lohnt es sich wieder, beim Skifahren mitzufiebern. Maria Riesch (l.), ihre Schwester Susanne (M.) und Kathrin Hölzl (r.) mischen den internationalen Skizirkus gehörig auf. Kathrin Hölzl wurde 2009 Weltmeisterin im Riesenslalom, Maria Riesch gewann im gleichen Jahr bei der Weltmeisterschaft im Slalom die Goldmedaille und auch Susanne Riesch braucht sich nicht hinter ihrer Schwester zu verstecken, schon zweimal stand sie bei Weltcups auf dem Treppchen. Wir sind sicher, dass die drei sympathischen Skimädels in Vancouver ähnlich schnell die Piste runterschwingen werden wie Seizinger und Co. 1998 in Nagano - und mit olympischem Edelmetall im Gepäck zurückkommen.

Unser Medaillentipp: Maria Risch holt Gold im Slalom und in der Kombination, Susanne Riesch wird 3. im Slalom, Kathrin Hölzl 2. im Riesenslalom.

Biathlon

Auf diese vier ist meistens Verlass, wenn es um die Vergabe von Medaillen geht. Davon haben die deutschen Biathletinnen inzwischen schon einige mitgenommen: Magdalena Neuner (23, unten rechts) ist sechsfache Weltmeisterin ihrer Disziplin, Kati Wilhelm (33, oben rechts) stand schon dreimal auf dem olympischen Siegertreppchen ganz oben, Andrea Henkel (32, unten links) immerhin schon zweimal, Simone Hauswald (30, oben rechts) ist Vizeweltmeisterin. Wenn unsere Biathlon-Damen mit gewohnter Nervenstärke antreten, kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen.

Unser Medaillentipp: Wenn Sie uns fragen, wird das ein Medaillenfest - Magdalena Neuner holt Gold im Massenstart und Silber auf der Langstrecke, Andrea Henkel gewinnt die Verfolgung, Simone Hauswald wird in der Verfolgung Dritte und holt Gold im Sprint. Und dass alle vier zusammen die Staffel gewinnen, ist für uns ohnehin klar.

Eisschnelllauf

Hand in Hand zu olympischen Medaillen? Anni Friesinger-Postma (34, r.) hat schon zweimal bewiesen, dass sie Gold wert ist: In Salt Lake City holte sie über 1500 Meter olympisches Edelmetall, vier Jahre später folgte Gold mit dem Eisschnelllaufteam. Mit Jenny Wolf (31) haben wir einen weiteren Kufen-Star. Die Berlinerin kann vier WM-Medaillen ihr eigen nennen. Wir sind gespannt auf ihre olympische Premiere!

Unser Medaillentipp: Jenny Wolf holt nach hartem Zweikampf Gold über 500 Meter, für Anni Friesinger-Postma bleibt über 1000 Meter leider nur der undankbare vierte Platz.

Eiskunstlaufen

Kufenstar Aljona Savchenko (26) lässt die Herzen der deutschen Eiskunstlauffans höher schlagen. Die gebürtige Ukrainerin erschien für Deutschland zum ersten Mal 2003 mit ihrem Partner Robin Szolkowy (30) auf der Eisfläche. Das Paar, trainiert von Ingo Steuer, läuft von Erfolg zu Erfolg. Die dreimalige Europa- und zweimalige Weltmeisterin hofft nun, ihre sportliche Karriere mit olympischem Gold zu krönen. Die Zeichen dafür stehen nicht schlecht: Zwar verpatzte das Paar die Generalprobe für Olympia und holte bei der letzten Europameisterschaft "nur" Silber, dafür wird ihre olympische Premiere bestimmt umso glanzvoller.

Unser Medaillentipp: Gold für Aljona Savchenko und Robin Szolkowy!

Rodeln

Im Rodeln ist es traditionell schwer, an uns Deutschen vorbeizuschlittern. Mit Tatjana Hüfner (26, l.) aus Neuruppin, Natalie Geisenberger (22, M.) aus München und Anke Wischnewski (32) aus Pockau haben wir auch diesmal ein super Dreigestirn im Rennen. Tatjana Hüfner kann dank ihrer Ausbildung als praktische Psychologin bestimmt durchschauen, was die ausländische Konkurrenz vorhat, Natalie Geisenberger wird ihren Schlitten mit jugendlichem Feuer antreiben und Anke Wischnewski mit ihrer Erfahrung punkten. Klingt nach einer ganz großen Schlittenfahrt.

Unser Medaillentipp: Dreifach-Triumph mit Gold für Tatjana Hüfner, Silber für Natalie Geisenberger und Bronze für Anke Wischnewski

Snowboard

Kein Grund, so enttäuscht zu gucken, Amelie Kober! Die 22-jährige Bad Aiblingerin hat eben erst den Snowboard-Weltcup im Parallel-Riesenslalom in Bayrischzell gewonnen. Das muss doch Aufwind für Olympia geben. Erst vor vier Jahren startete Amelie Kober als krasse Außenseiterin im Parallel-Riesenslalom und holte sich prompt die Silbermedaille. In Vancouver zählt sie zu den Favoriten - und schafft es hoffentlich mit ihrem Brett noch ein Treppchen höher.

Unser Medaillentipp: Amelie Kober zeigt's allen und holt Gold.

Bobfahren

Noch so eine Kufendisziplin, bei der wir gute Frauen ins Rennen schicken können - oder besser gesagt in den Eiskanal. Cathleen Martini (27, l.) aus Zwickau und Sandra Kiriasis aus Dresden (35) starten beide im Zweierbob, teilen sich aber nicht dasselbe Gefährt. Dafür könnten sie sich aber am Ende das Treppchen teilen.

Unser Medaillentipp: Sandra Kiriasis gewinnt Gold, Cathleen Martini holt Bronze.

Text: Anja Rohwer, Katharina Wantoch, Swantje Wallbraun Fotos: Getty Images, imago

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Swantje Wallbraun
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