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Online-Tools: Alles im Griff


Zehn Tipps aus dem Netz, wie Sie Ihren Alltag besser in den Griff bekommen - von der To-Do-Liste bis zur richtigen Aussprache von Fremdwörtern. Außerdem werden Sie staunen, was Suchmaschinen alles können. Geben Sie auch anderen Starthilfe im Netz und werden Sie Internet-Patin!

Nie mehr die Milch vergessen

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In Zeiten von Web 2.0 haben klassische To-Do-Listen ausgedient. Mit kostenlosen Programmen wie "Remember the Milk" verwalten Sie Ihre Aufgaben ganz einfach per PC und Handy. Einmal angemeldet, kann sich jeder Nutzer seine persönliche Aufgabenliste erstellen und festlegen, was heute, morgen oder im Laufe der Woche erledigt werden muss. Wer möchte, wird per E-Mail, SMS oder Skype daran erinnert, den Müll rauszubringen, endlich die Steuererklärung zu machen und die Katze impfen zu lassen.

Die Vorteile gegenüber einer schnell aufs Papier gekritzelten To-Do-Liste liegen auf der Hand: Auch bei vielen Terminen und Erledigungen behalten Sie den Überblick. Sie können Ihre Aufgaben unterwegs vom Handy aus abrufen, auf den nächsten Tag verschieben oder veröffentlichen und mit anderen teilen. Damit Sie sich nie mehr ärgern müssen, dass morgens beim Frühstück die Milch fehlt.

Nichts mehr bereuen

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Alkohol macht ja bekanntlich redselig. Und mutig. Aber ist es wirklich eine gute Idee, dem Chef direkt nach der feucht-fröhlichen Firmenfeier eine E-Mail zu schreiben, um auf die längst überfällige Gehaltserhöhung zu drängen? Peinliche Post dieser Art können Sie mit einer Anwendung von Google Mail namens "Mail Goggles" vermeiden, wenn Sie einen E-Mail-Account bei Google Mail haben. Das Feature, das sich am besten mit "Mail-Schutzbrille" übersetzen lässt, wird nur abends und am Wochenende aktiv - wenn die Gefahr einer unüberlegten Nachricht am größten ist. Bevor eine E-Mail versendet wird, muss der Nutzer innerhalb einer Minute fünf simple Mathe-Aufgaben lösen. Ist er dazu nicht mehr in der Lage, wird die Nachricht nicht abgeschickt. Wofür man am nächsten Morgen sicher dankbar ist. Sie haben noch keinen Google Mail-Account? Hier können Sie ihn kostenlos einrichten - am besten vor der nächsten Party.

Den richtigen Zungenschlag üben

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Im letzten Italien-Urlaub haben Sie zugeschlagen - und präsentieren nun stolz ihren neuen Gürtel von "Moschino". Von der besten Freundin ernten Sie dafür allerdings nur hämisches Gelächter. Die Expertin weiß eben, dass man die Nobelmarke nicht "Mo-schino" sondern "Mos-kino" ausspricht. Und fragt spitz, ob Sie im Restaurant "Latte Maschiato" und "Gnotschi" bestellen. Derlei fremdsprachliche Fettnäpfe umgehen Sie in Zukunft mit der Internetseite Forvo - einer Art kostenlosen Suchmaschine für gesprochene Wörter. Muttersprachler in Hunderten von Sprachen haben dort alles Mögliche eingesprochen - von Eichhörnchen bis Extremadura. Und Sie können ganz einfach den richtigen Zungenschlag üben - in Italienisch genauso wie in Panjabi, Katalanisch oder Afrikaans.

Die Suchmaschine rechnen lassen

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Bevor Sie den Taschenrechner herauskramen oder sich selbst den Kopf zerbrechen, lassen Sie doch Google für sich rechnen. Einfach die Aufgabe in das Suchfeld tippen, und die Suchmaschine spuckt das richtige Ergebnis aus. Das klappt mit Worten, Zahlen und Symbolen, zum Beispiel "9867:7", "17 x 4" oder "13 Prozent von 845". Sie wollten schon immer einmal wissen, wie viele Sekunden drei Tage haben? Auch das ist kein Problem: "3 Tage in Sekunden" eingeben. Das Ergebnis: 259 200.

Den großen Auftritt proben

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Wie wär's mit Musikunterricht bei einem echten Popstar? Auf der Seite www.nowplayit.com erklären Musiker wie KT Tunstall oder Dave Rowntree von Blur Schritt für Schritt, wie Sie ihre Songs einfach nachspielen können. Einige der Lehrvideos für Gitarre, Bass oder Schlagzeug können Sie kostenlos herunterladen, weiterer Unterricht kostet ab 1,99 britische Pfund pro Video.

Nie mehr das Passwort vergessen

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Eins für den Mail-Account, eins für Bfriends, eins für den Rechner im Büro, eins für das Homebanking... Wer soll sich all diese Passwörter eigentlich merken? Experten raten davon ab, der Einfachheit halber überall das gleiche Passwort zu benutzen. Viel zu unsicher. Die Lösung: Verwalten Sie Ihre Passwörter mit der kostenlosen open-source Software KeePass. Zugegeben, die Installation des Programms ist ein bisschen kompliziert. Doch für alle, die oft verzweifelt vor dem Rechner sitzen und grübeln, unter welchem Namen sie sich wo angemeldet haben, lohnt sich der Aufwand.

Alle Benutzernamen und Passwörter können in einer Datenbank gespeichert werden. Merken muss man sich nur noch ein Hauptkennwort, den so genannten Master Key, der den Zugriff auf alle anderen Passwörter ermöglicht. Ihre Daten sind bei KeePass so sicher wie in einem Safe, schließlich werden sie mit komplizierten Algorithmen verschlüsselt, die auch Banken nutzen.

Reisen richtig organisieren

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Ob der Flieger pünktlich landet, erfahren Sie blitzschnell durch die Eingabe der Flugnummer und der passenden Airline-Abkürzung in das Suchfeld von Google. Zum Beispiel LH für Lufthansa oder AB für Air-Berlin plus Flugnummer. Auch bei der Planung Ihrer Zugreisen kann die Suchmaschine helfen: Abfahrts- und Zielbahnhof eingeben und Google zeigt die aktuellen Zugverbindungen.

Alle auf dem Laufenden halten

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Vermutlich könnten Ihre Freunde auch ohne die Information weiterleben, dass Sie sich gerade die Fußnägel lackieren oder den Rasen gemäht haben. Trotzdem haben diese kleinen Antworten auf die Frage "Was machst du so?" etwas Beruhigendes. Weil wir das Gefühl haben, den Alltag mit unseren Lieben zu teilen, auch wenn sie nicht vor Ort sind.

Wie das funktioniert? Mit dem kostenlosen Mikro-Blogging-Dienst Twitter. Sobald Sie sich angemeldet haben, können Sie kurze Textnachrichten (bis zu 140 Zeichen) verschicken und die Updates anderer User (auch "Tweets" genannt) abonnieren. Der Charme dieser Info-Häppchen ist auch einigen deutschen Politikern nicht entgangen. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil zum Beispiel ist ein begeisterter Twitterer. Aber Vorsicht: Bei Twitter tummeln sich auch einige Witzbolde, die unter falschem Namen merkwürdige Botschaften verbreiten.

Die Lieblingslinks sammeln

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Auch wenn der Name es nahelegt: bei der Webanwendung delicous handelt es sich nicht um einen britischen Feinkost-Versand. Mit dem Dienst können Sie Ihre persönlichen Lesezeichen für Webseiten online sammeln, verwalten und mit anderen teilen. Nach der kostenlosen Registrierung ist es auch möglich, bereits bestehende Favoritensammlungen zu importieren.

So haben Sie von jedem Rechner Zugriff auf ihre Lieblingslinks, egal ob Sie zu Hause, im Büro oder im Internetcafé surfen. Auf der Startseite können Sie außerdem die beliebtesten Bookmarks anderer User durchforsten oder die Linksammlungen nach bestimmten Themen durchsuchen - für ein bisschen mehr Durchblick in den unendlichen Weiten des World Wide Web. Ein ähnliches Angebot gibt es auch bei Mister Wong .

Die richtigen Bücher finden

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Unter books.google.de lassen sich Millionen von aktuellen und vergriffenen Büchern durchsuchen. Einfach den Titel eingeben, zum Beispiel "Harry Potter", und die Suchmaschine versorgt Sie mit den wichtigsten Stichwörtern über das Werk, verweist auf wissenschaftliche Aufsätze und listet Buchläden, Online-Antiquarate und Bibliotheken auf, in denen Sie die Titel finden. Oft können Sie direkt auf Rezensionen zugreifen oder die Bücher durchblättern, da Google Unmengen von Büchern schon mit speziellen Scannern erfasst hat.

Internet-Patinnen gesucht!

Das Internet ist praktisch - aber etwa jeder Dritte in Deutschland hat noch keine Erfahrung damit und fühlt sich mit Mailen und Googeln überfordert. Die Initiative "Internet-Patinnen und -Paten" will das ändern. Wer Spaß daran hat, anderen das Surfen zu zeigen, kann sich dort engagieren. Informationen, Arbeitsmaterial, Link-Tipps und Erfahrungsberichte finden Sie unter www.internet-erfahren.de. Adressen von Internetcafes stehen unter www.digitale-chancen.de

Julia Müller

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