Wetten, ihr könnt dieses Bild in Farbe sehen?

Dieses Bild ist schwarz-weiß, klarer Fall. Nach einer Weile werdet ihr die Burg trotzdem in Farbe sehen. Glaubt ihr nicht? Probiert es aus!

Konzentriert euch auf den kleinen schwarzen Punkt in der Mitte der Burg. Spielt das Video ab und behaltet ihn im Fokus, auch wenn sich das Bild drumherum ändert und sich ein Farbfilter darüber legt. Nach einer Weile erscheint die Burg wieder in schwarz-weiß. Was seht ihr?

Wenn ihr den Punkt die ganze Zeit fixiert habt, müsstet ihr das Bild am Ende in Farbe sehen - obwohl es ja eigentlich farblos ist. Wie ist das möglich?

Durch das konzentrierte Auf-den-Punkt-starren haben wir unser Gehirn ausgetrickst. Denn das, was wir sehen, ist nicht immer auch das, was wirklich ist. Schuld an dieser optischen Täuschung sind die Zapfen - lichtempfindliche Sinneszellen in unseren Augen. Diese Fotorezeptoren befinden sich in unserer Netzhaut und machen es möglich, dass wir Farben sehen.

Es gibt drei Zapfentypen, den S-Typ (Blaurezeptor), M-Typ (Grünrezeptor) und L-Typ (Rotrezeptor). Welche Farbe wir sehen, hängt davon ab, welcher Zapfentyp die meisten Reize empfängt. Bekommen alle drei Typen gleichmäßig viele Lichtwellen, sehen wir Grau - wie zu Beginn des Clips.

Wird jedoch eine Zapfenart mit besonders greller Farbe gereizt, wird er überstimuliert und schaltet sich kurz ab. Genau das passiert beim Starren auf den Punkt. Während eine Zellgruppe ausfällt, senden die anderen Zapfen weiterhin die entsprechenden Farben, die im Normalfall alle zusammen den Grauton entstehen lassen. Deswegen sehen wir das Bild plötzlich in Farbe, obwohl es eigentlich wieder schwarz-weiß ist.

nw

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