Oscar-Gewinner: Kathryn und Christoph im Goldrausch

Die Oscars sind vergeben. Wir freuen uns besonders mit Christoph Waltz, der als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde, und Kathryn Bigelow, die als erste Frau den Regie-Oscar bekam. Ihr "The Hurt Locker" wurde außerdem zum besten Film des Jahres gekürt.Stil-Kritik: Wer glänzte modisch bei der Oscar-Verleihung?

Der erste Oscar des Abends ging gleich an den Richtigen: Christoph Waltz bekam den Preis als bester Nebendarsteller für seine Rolle in "Inglourious Basterds".

Überreicht wurde ihm der Preis von Penélope Cruz. "Der Oscar und Penélope Cruz - das ist ein Über-Bingo", sagte Christoph Waltz zur Eröffnung seiner Dankesrede.

Als Barbara Streisand, Präsentatorin für die Kategorie "Beste Regie", die Worte sprach: "The time has come", wussten alle Bescheid. Zum ersten Mal in der Geschichte des Oscar würde der Regie-Preis an eine Frau gehen, ...

... und zwar an Kathryn Bigelow, die mit ihrem Antikriegsfilm "The Hurt Locker" auch den Oscar für den besten Film gewann - und damit über ihren Ex-Mann James Cameron triumphierte, der mit seinem "Avatar" in den wichtigsten Kategorien leer ausging.

Am Ende gab es sogar sogar sechs Auszeichnungen für "The Hurt Locker" (Regie, Film, Original-Drehbuch, Schnitt, Ton, Ton-Schnitt). Der sechste Oscar konnte für das Foto offenbar nicht so schnell aufgetrieben werden.

Mit "Crazy Heart" eroberte Jeff Bridges die Herzen der Academy - und wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Zusammen mit dem Oscar hätte Jeff Bridges wohl am liebsten auch Vorjahresgewinnerin Kate Winslet, die ihm den Preis überreichte, mit nach Hause genommen.

Am Vorabend der Oscar-Verleihung wurde Sandra Bullock für "Verrückt nach Steve" mit der Goldenen Himbeere als schlechteste Schauspielerin ausgezeichnet, was sie mit Humor nahm. Die passende Antwort auf das Fallobst: Oscar als beste Hauptdarstellerin für "The Blind Side".

Mo'Nique bekam den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in "Precious - Das Leben ist kostbar".

Diesen Oscar hätte Michael Haneke auch gern gehabt, doch sein "Weißes Band" ging leer aus. Stattdessen durfte sich der Argentinier Juan José Campanella über den Goldjungen freuen. "El Secreto de Sus Ojos" bekam den Oscar als bester fremdsprachiger Film.

Zwei Profi-Entertainer führten höchst unterhaltsam durch den Abend: Steve Martin (l.) und Alec Baldwin.

Alle Oscar-Gewinner 2010 im Überblick

  • Bester Film: "The Hurt Locker" (Produktion Kathryn Bigelow, Mark Boal, Nicolas Chartier, Greg Shapiro)
  • Hauptdarstellerin: Sandra Bullock, "The Blind Side"
  • Hauptdarsteller: Jeff Bridges, "Crazy Heart"
  • Nebendarstellerin: Mo'Nique, "Precious"
  • Nebendarsteller: Christoph Waltz, "Inglourious Basterds"
  • Regie: Kathryn Bigelow, "The Hurt Locker"
  • Nicht-englischsprachiger Film: "El Secreto de Sus Ojos", Argentinien
  • Adaptiertes Drehbuch: Geoffrey Fletcher, "Precious" nach dem Roman "Push" von Sapphire
  • Original-Drehbuch: Mark Boal, "The Hurt Locker"
  • Kamera: Mauro Fiore, "Avatar"
  • Schnitt: Bob Murawski und Chris Innis, "The Hurt Locker"
  • Ausstattung: Rick Carter, Robert Stromberg und Kim Sinclair, "Avatar"
  • Kostümdesign: Sandy Powell, "The Young Victoria"
  • Ton: Paul N.J. Ottosson und Ray Beckett, "The Hurt Locker"
  • Ton-Schnitt: Paul N.J. Ottosson, "The Hurt Locker"
  • Maske: Barney Burman, Mindy Hall und Joel Harlow, "Star Trek"
  • Spezial-Effekte: Joe Letteri, Stephen Rosenbaum and Andrew R. Jones, "Avatar"
  • Original-Filmmusik: Michael Giacchino, "Up"
  • Original-Song: Ryan Bingham und T Bone Burnett, "The Weary Kind" aus "Crazy Heart"
  • Kurzfilm: Joachim Back und Tivi Magnusson, "The New Tenants"
  • Animationsfilm: Pete Docter, "Up"
  • Animations-Kurzfilm: Nicolas Schmerkin, "Logorama"
  • Dokumentarfilm: Louis Psihoyos und Fisher Stevens, "The Cove"
  • Kurz-Dokumentarfilm: Roger Ross Williams und Elinor Burkett, "Music by Prudence"

Stil-Kritik: Wer konnte modisch bei den Oscars überzeugen?

kawa Fotos: Getty Images, A.M.P.A.S.
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